Bauen

Das neue Wohnheim in Triesdorf. (Foto: Bezirk Mittelfranken)

20.04.2012

120 Betten in 69 Zimmern für 4,2 Millionen Euro

Neubau eines Schülerwohnheims in Triesdorf

Der Bildungsstandort Triesdorf wächst mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und seinen neun weiterführenden Schulen im landwirtschaftlichen Bereich seit Jahren. Mittlerweile leben und lernen hier über 3000 Auszubildende. Während die erwachsenen Schülerinnen und Schüler auf dem freien Wohnungsmarkt in und um Triesdorf versuchen, ein Zimmer zu bekommen, sorgen die Schulaufwandsträger bei minderjährigen Schülern für eine Unterbringung. Und hier wurde der Platz knapp: Vorhandene Wohnheime mussten einem Neubau der Hochschule weichen, viele Heimplätze entsprachen nicht mehr heutigen Standard. Behelfsweise wurden Vierbettzimmer eingerichtet und kleinere Wohnhäuser für die Schüler genutzt. Damit war aber eine organisierte Betreuung und Aufsicht der Jugendlichen nur noch schlecht möglich. Bei steigenden Schülerzahlen herrschte hier drängende Enge. Mit dem neuen Schülerwohnheim haben diese Probleme ein Ende.

In sieben Monaten wurde das Wohnheim fertiggestellt


Der Bezirk Mittelfranken als Träger der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf baute in nur siebenmonatiger Bauzeit ein Gebäude mit 120 Betten und 69 Zimmern für die Jugendlichen. Neben den Zimmern sind in dem Wohnheim Gemeinschaftsräume mit Teeküche und ein Büro für einen betreuenden Pädagogen untergebracht. Für die Verpflegung der Schüler wird in der bestehenden, gegenüberliegenden Mensa gesorgt. Freizeitmöglichkeiten entstehen derzeit im Außenbereich um das Haus. Fernsehen und W-LAN sind vorgesehen und können genutzt werden. Drei Zimmer sind barrierefrei ausgestattet und über Aufzug erreichbar. Die restlichen 66 Zimmer sind baugleich und können wahlweise als Doppel- oder Einzelzimmer möbliert werden. Damit wird zukünftigen Entwicklungen in beiden Richtungen Rechnung getragen.

Drei Jahre
lang geplant


Die kurze Bauzeit war durch die gute Organisation und der Bauweise im Holztafelbausystem möglich. Der Erschließungskern ist aus Brandschutzgründen in Ortbeton errichtet. Die Wände der rechts und links anschließenden Zimmer und Flure wurden als fertige Bauteile auf die Baustelle geliefert und innerhalb von sechs Wochen zusammengebaut. Die Nasszellen wurden in der Werkstatt gefliest und mit Sanitärgegenständen ausgestattet, auf die Baustelle geliefert und mussten nur noch an den richtigen Ort geschoben werden. Der Innenausbau und die Installation konnten dann witterungsgeschützt in den Wintermonaten ausgeführt werden.
Der kurzen Bauzeit ging eine wesentlich längere Planungs- und Abstimmungsphase von drei Jahren voraus. Zwischen Bauherrn und Schulaufwandsträgern mussten die Nutzungsbedingungen festgelegt werden. Die Lage, das Volumen und auch die Fassadengestaltung wurden in enger Abstimmung mit der Marktgemeinde Weidenbach entwickelt, da sich das Baugrundstück in direkter Nachbarschaft zum Ort befindet. Auch die Konstruktionsart wurde intensiv in den Gremien des Bezirks Mittelfranken diskutiert.
Als Ergebnis ist für 4,2 Millionen Euro eine zentrale Unterbringung entstanden, die von außen wie von innen anspricht. Das Gebäude rückt von der gegenüberliegenden Bebauung ab, der Erschließungskern teilt das Gebäude in zwei Hälften, die Fassade ist in mehrfarbiger Plattenstruktur ausgeführt. Damit wird trotz des Bestrebens nach einer wirtschaftlichen Bauweise auf die gegenüberliegende Bebauung Bezug genommen. Bewusste Farbakzente in Fluren und Zimmern geben dem Haus einen freundlichen und heiteren Charakter. (BSZ)

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