Bauen

Das neue Siemensgebäuse in Fürth. (Foto: Siemens)

06.06.2014

Alles unter einem Dach

Neue Fertigungshalle von Siemens in Fürth

Flexiblere und schnellere Abläufe, individuellere Fertigung und höhere Qualität: Mit dem Neubau einer 10 000 Quadratmeter großen Fertigungshalle schafft das Siemens-Geschäftsgebiet Control Components and Systems Engineering (CE) neue Fertigungsstandards am Standort Fürth. Das neue Produktionsgebäude ersetzt zwei alte Hallen am Standort und bündelt damit bislang getrennte Fertigungsstätten unter einem Dach. Damit soll die Produktion von Schaltschränken und Steuerungssystemen für industrielle Anwendungen effizienter gestaltet und die Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden.
Die Mitarbeiter im Werk profitieren von kürzeren Wegen und einem hochmodernen Arbeitsumfeld. Insgesamt investierte Siemens 14 Millionen Euro in die Neugestaltung des Standorts. In einem Festakt eröffneten CE-Geschäftsgebietsleiter Karlheinz Kaul und sein kaufmännischer Kollege Jens Eckert am 22. Mai 2014 feierlich die neue Halle gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Fürth, Thomas Jung (SPD), dem Leiter der Siemens Real Estate, Zsolt Sluitner, sowie dem Finanzchef des Siemens-Sektors Industry, Miguel-Angel López.
Seit 60 Jahren fertigt Siemens am Standort Fürth auf der Hardhöhe erfolgreich elektronische Produkte für den industriellen Einsatz. Daher waren die bisherigen Hallen C und D, in denen vor allem Schaltschränke, branchenspezifische Produkte und kundenspezifische Systeme für die Automatisierungstechnik entwickelt und gefertigt wurden, auch in die Jahre gekommen. Zwar waren die Prozesse im Lauf der Zeit bereits in den einzelnen Hallen und Standorten kontinuierlich verbessert worden. „Aber die Arbeitsabläufe in der gewachsenen Struktur verteilt auf mehrere Gebäude und verschiedenen Ebenen entsprachen nicht mehr den Anforderungen an eine moderne und flexible Fertigung auf Weltmarktniveau“, sagte Karlheinz Kaul. „Wir haben die Chance ergriffen, hier eine völlig neue Produktion aufzubauen, die einen ganzheitlichen Ansatz entlang der kompletten Wertschöpfungskette verfolgt. Das steigert unsere Wettbewerbsfähigkeit und sichert den Fertigungsstandort Fürth – und letztlich auch Arbeitsplätze.“

Lichtmanagement-System


Insgesamt kann Siemens mit der neuen Halle, die bereits seit Februar in Betrieb ist, die Zeit für die Fertigung von Produkten mehr als halbieren. Die neuen Fertigungsstraßen folgen konsequent dem Wertstromprinzip, wonach die Arbeitslast auf die verfügbaren Kapazitäten abgestimmt wird. So können innerhalb kürzester Zeit unterschiedlichste Produkte hergestellt werden.
Der Neubau glänzt aber auch mit ökologischen Aspekten: Raumluft und Maschinentemperatur werden kontinuierlich gemessen und geregelt und so der Energiebedarf deutlich reduziert. Ein Lichtmanagement-System steuert die Beleuchtung im Werk tageslichtabhängig. Der Standort strebt mit der Halle auch eine neue Klassifizierung an: die Lea-dership in Energy and Environmental Design (LEED) Gold-Zertifizierung, eine der höchsten Auszeichnungen in ökologischer Bauweise. Fürth wäre damit eine der ersten Fabriken in Deutschland, sagte Zsolt Sluitner.
Oberbürgermeister Thomas Jung zeigte sich über die Entwicklung am Standort Hardhöhe erfreut: „Der Industriestandort Fürth erfährt durch die neue Fertigungshalle eine erhebliche Stärkung. Die neuen, zukunftssicheren Arbeitsplätze, die Siemens als größter Arbeitgeber vor Ort dadurch schafft, optimieren die Wirtschaftskraft der Kleeblattstadt nachhaltig.“
Die neue Produktionshalle bündelt, wie bereits kurz erwähnt, vier bislang getrennte Fertigungsstätten unter einem Dach und ermöglicht eine deutlich effizientere Fertigung sowie ergonomische Arbeitsplätze. Moderne und nachhaltige Technik kommt unter anderem bei der sehr aufwendigen Heizung und Kühlung zum Einsatz. Dabei nutzt Siemens Plattenwärmetauscher, die über acht Heiz- und zwei Kältekreise die Raumluft- und Maschinentemperatur regeln.
In der neuen Halle verläuft die Materialversorgung komplett ebenerdig. Dadurch können die Durchlaufzeiten halbiert werden. Die Fertigung umfasst sämtliche Schritte entlang der Wertschöpfungskette in einer einzigen Halle: vom Produktdesign über Produktionsplanung, Produktionsengineering, die Produktion bis hin zu Wartung und Reparaturen. Ziel des Neubaus ist es, die bestehende Fertigung weiter zu optimieren und so Produktivität und Effizienz am Standort zu steigern. (FHH)

(Blick in die Fertigungshalle - Foto: Siemens)

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