Bauen

Mit dem Umbau ist ein zeitgemäßes Gebäude entstanden. (Foto: Plischke Lühring Architekten)

10.08.2012

Architektonisches Juwel

Haus 18 des Bezirkskrankenhauses Lohr am Main wiedereröffnet

Mit einem feierlichen Festakt wurde am 26. Juni 2012 auf dem Gelände des Bezirkskrankenhauses Lohr am Main das Haus 18 wiedereröffnet. Das Gebäude wurde vor 35 Jahren zeitgleich mit Haus 19 als viergeschossiger Atriumbau in konventioneller Massivbauweise errichtet. Jetzt wurde das Gebäude bis auf den Rohbau komplett entkernt, um einen neuen, modernen Innenausbau zu ermöglichen und eine neue hochdämmende Außenhülle anbringen zu können. Mit diesem Umbau ist ein zeitgemäßes, den heutigen Anforderungen entsprechendes Gebäude entstanden.
Zur Wertschätzung der Patienten gehöre es selbstverständlich auch, für deren optimale Versorgung und Behandlung zu sorgen, so Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel. „Ich bin deshalb sehr glücklich, dass wir heute Haus 18 des Bezirkskrankenhauses nach einem grundlegenden Umbau wiedereröffnen können.“ Brandschutz und Gebäudetechnik seien nun wieder auf dem aktuellen Stand der Technik. „Um es auf einen Punkt zu bringen: Haus 18 wird in jedem Detail dem Leitbild des Lohrer Bezirkskrankenhauses gerecht: Professionalität mit Herz“, so Dotzel.

Unter neun
Millionen Euro


Die ursprünglich geplanten Gesamtkosten „für dieses neue architektonische Juwel auf dem Gelände des Bezirkskrankenhauses“ bezifferte der Bezirkstagspräsident auf rund 9,65 Millionen Euro. Der Freistaat habe hierzu Fördermittel in Höhe von 8,24 Millionen Euro zugesagt. „Es ist zwar noch nicht schlussgerechnet, wir werden aber, bedingt durch günstige Ausschreibungsergebnisse, unterhalb von neun Millionen Euro landen“, erklärte Dotzel.
Der neue Haupteingang dient gleichzeitig als Notfallaufnahme und befindet sich jetzt auf der dem Haus 19 zugewandten Seite. Ergänzt wurde ein neuer Eingangsbereich mit Bettenaufzug. Somit entsteht für beide Häuser ein gemeinsamer zentraler Zugangsbereich.
Haus 18 hat drei Stationen: Im Erdgeschoss befindet sich eine Entgiftungs- und Motivationsstation für Alkoholabhängige, im ersten Obergeschoss eine Entgiftungs- und Motivationsstation für Drogenabhängige. Und im zweiten Obergeschoss ist eine Krisenintervention und Kurzzeitpsychotherapie mit Mutter-Kind-Einheit untergebracht.
Alle drei Etagen sind jeweils in die Bereiche Wohnen, Überwachungsbereich, Tages- und Therapiebereich unterteilt. Der Pflegestützpunkt ist zentral angeordnet, so dass man von hier aus große Teile aller drei Bereiche direkt einsehen kann. Besonders in den oberen Etagen sorgt die Möblierung der Zimmer für eine angenehme Wohnatmosphäre.
Da sich die Patienten in Haus 18 oft lange Zeit in den Fluren aufhalten, wurden diese Bereiche besonders hell und freundlich gestaltet. Die Sitzecken laden zum Entspannen und zu gegenseitigen Gesprächen und Plaudereien ein. Die großzügigen Glasflächen gewähren einen Blick ins Freie sowie ins Atrium und versorgen die Innenbereiche mit natürlichem Licht.
Das Zentrum des Gebäudes bildet ein begrüntes Atrium mit Sonnen- und Regenschutz, das sich bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeiten zum Verweilen anbietet. Mit der Planung betraut waren Plischke Lühring Architekten aus Aachen. (Ottmar Zipperich)

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