Bauen

Der neugestaltete Platz mit dem U-Bahn-Aufgang in der Platzmitte. (Foto: Obermeyer Planen + Beraten)

19.07.2013

Aufgewerteter Platz

Der Harras in München wurde neu gestaltet

Der Harras ist ein bedeutendes Stadtteilzentrum und zählt zu den wichtigsten Verkehrsdrehscheiben Münchens. Bislang war der gesamte Bereich vom Durchgangsverkehr, parkenden Autos und einer alten Tramtrasse geprägt. Auf Wunsch des Bezirksausschusses und der Anwohnerinnen und Anwohner hat das Baureferat einen Bürgerworkshop durchgeführt. Dieser hatte das Ziel, den Harras zu einem attraktiven Quartiersplatz aufzuwerten: Die gesamte Platzfläche sollte neu gestaltet, die Wohn- und Aufenthaltsqualität verbessert, der Verkehr neu geordnet und die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöht werden. Auf dieser Grundlage wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt.
Im Februar 2011 beauftragte der Münchner Stadtrat das Baureferat, den Siegerentwurf – bbz lanschaftsarchitekten, Berlin, und atelier pk-architektur – zu realisieren und bewilligte dafür 7,3 Millionen Euro. Durch eine neue Verkehrsführung konnten die Fahrbahnen im nördlichen Teil des Harras komplett entfallen. Dies schuf Raum für eine großzügige Platzfläche vor den gründerzeitlichen Fassaden auf der Nordseite und einen Vorplatz für das denkmalgeschützte Postgebäude auf der Südseite. Sendling erhält so einen attraktiven Quartiersplatz mit hoher Aufenthaltsqualität, der gleichzeitig den verkehrlichen Anforderungen gerecht wird. Außerdem können auf der Platzfläche Veranstaltungen stattfinden.
Zum neuen Flair am Harras tragen vor allem zwei großzügige Sitzelemente aus naturfarbenem Eichenholz, ein neuer Brunnen, neu gestaltete U-Bahnaufgänge bei – Planung und Bauüberwachung der Rückbauarbeiten am U-Bahnhof Harras lag bei IB Obermeyer Planen und Bauen, München – sowie ein barrierefreier Platzbelag aus honigfarbenem Dolomit-Kalkstein. Die einzelnen Elemente sind optisch und in der Materialgebung aufeinander abgestimmt. So bildet der neue Harras eine gestalterische Einheit, die zur Identität des Ortes beiträgt. Die vorhandenen, ortsbildprägenden Platanen auf dem Platz konnten größtenteils erhalten bleiben und durch neue Exemplare sowie Pappeln entlang der Plinganser- und Albert-Roßhaupter-Straße ergänzt werden.

Ein neuer Brunnen, zwei großzügige Sitzelemente


Im Rahmen des Umbaus der Zugangsbauwerke zur U 6 wurde zunächst der zentrale U-Bahn-Aufgang in der Platzmitte baulich verändert. Das Dach wurde abgebrochen und eine Fetstreppenheizung eingebaut. Der Umbau beinhaltete auch die Erneuerung der Zugangsbeleuchtung. Zudem schloss man einen nicht mehr benötigten Luftschwallschacht, der dazu gedient hatte, den Luftstaudruck vor den in die Station einfahrenden Zügen zu entspannen.
Mit der Herstellung der neuen Verkehrsflächen wurden die beiden nördlichen U-Bahnzugänge sowie der Seitenzugang Kidlerplatz abgebrochen und die Öffnungen im Sperrengeschoss verschlossen. Im Bereich des ehemaligen Zugangs Nord wurde ein Technikraum geschaffen, der in erster Linie für die Glasfasertechnologie „Fiber-to-the-Building“ genutzt wird. Der südliche Zugang blieb im Wesentlichen bestehen. Im Zuge der Baumaßnahme wurden die Brüstungsverkleidung, Handläufe sowie Beleuchtung erneuert beziehungsweise ergänzt. Somit fügt sich der Zugang Süd harmonisch in die neue Platzgestaltung. (BSZ)

(Der Brunnen und die langen Eichenholzbänke - Fotos: Obermeyer Planen + Beraten / Baureferat)

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