Bauen

Südansicht des Gymnasiums. (Foto: Wolf-Dietrich Weissbach)

23.01.2015

Barrierefrei gebaut

Sanierung des Matthias-Grünewald-Gymnasiums in Würzburg ist abgeschlossen

Die Baumaßnahmen am Matthias-Grünewald-Gymnasium in Würzburg sind nach fast einer Dekade Planungs- und Bauzeit nun abgeschlossen. In drei Teilbaumaßnahmen wurden die 1969/1970 als „Deutsches Gymnasium Würzburg“ errichteten Gebäude, das Internats- und Wirtschaftsgebäude sowie das Schulgebäude für insgesamt 16,58 Millionen Euro saniert und für die Ganztagsbetreuung erweitert.

Sanierung bei
laufendem Betrieb


Erste Überlegungen und Vorplanungen für eine weitgehende Sanierung gehen auf das Jahr 2000 zurück, welche im 2004 in einen 1. Planungsauftrag „Brandschutz“ mündeten. Diese 1. Teilbaumaßnahme umfasste ausschließlich die brandschutztechnische Ertüchtigung der Rettungswege. Es wurden hierfür Mittel in Höhe von 680 000 Euro genehmigt.
Der Auftrag für die 2. Teilbaumaßnahme, die Sanierung des Internats- und Wirtschaftsgebäudes sowie die Sanierung und Erweiterung des Schulgebäudes folgte im Jahr 2005. Für die Maßnahmen im Schulgebäude, welche im Zuge der IZBB-Förderprogramms (Investitionsprogramm Zukunft, Bildung und Betreuung) mit 90 Prozent über den Bund finanziert wurden, mussten strikte zeitliche Vorgaben bei der Abrechnung eingehalten werden, sodass die Planung für das Internats- und Wirtschaftsgebäude zunächst zurückgestellt und nur die Planung für das eigentliche Schulgebäude zur Baureife vorangetrieben wurde.
In etwa 20 Monaten Bauzeit wurde dann das Schulgebäude bei laufendem Betrieb saniert und zur Einrichtung von Ganztagsschulbereichen um zwei Anbauten erweitert. Auf rund 1100 Quadratmetern Hauptnutzfläche sind bis September 2008 ein Aufenthaltsraum mit Schülercafé sowie weitere Klassen- und Sonderklassenräume mit Leseraum und Freizeitbereich für zusätzlich etwa 150 Schüler entstanden. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 3 450 000 Euro. Der Bund förderte die Baumaßnahme im Rahmen des Investitionsprogrammes „Zukunft, Bildung und Betreuung“ mit insgesamt 2 545 000 Euro.
Die 3. Teilbaumaßnahme mit Planungsauftrag im März 2008 beinhaltete die Sanierung des Internats- und Wirtschaftsgebäudes sowie energetische Sanierungen am Schulgebäude (Fassade, Dach), und Maßnahmen in den Außenanlagen mit genehmigten Gesamtkosten in Höhe von 9,5 Millionen Euro.

Brandschutztechnische Ertüchtigung


Im Internats- und Wirtschaftsgebäude wurden ab August 2009 die betriebstechnischen Anlagen erneuert, im Internat die einzelnen Sanitärbereiche zu geschossübergreifenden Sanitärkernen, die Gruppenduschräume zu kleinen individuellen Duscheinheiten mit jeweils drei Duschen und Vorraum zusammengefasst. Neben der Erneuerung der technischen Anlagen auf heutigen Standard erfolgte auch die brandschutztechnische Ertüchtigung dieser Gebäude.
Alle Gebäude des Gymnasiums haben im Zuge der Sanierungen einen barrierefreien Zugang und interne Erschließung in Form eines behindertengerechten Aufzugs, neue Treppengeländer mit taktilen Orientierungshilfen und neue rutschhemmende, rollstuhlgeeignete Bodenbeläge in Fluren und WC-Räumen erhalten. Im Erdgeschoss sind Schul- und Wirtschaftsgebäude mit einer barrierefreien Toilette ausgestattet worden. Im Internatsgebäude ist dort nach DIN 18024 eines der Zimmer mit eigener Toilette realisiert worden. (BSZ)

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