Bauen

Das neue Hachschnitzelheizwerk. (Foto: Stadtwerke Amberg)

19.11.2010

CO2-freie Energie

Neues Hachschnitzelheizwerk in Amberg

Am 29. September 2010 wurde durch Ambergs Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer und Stadtwerke Geschäftsführer Stephan Prechtl offiziell das Hackschnitzelheizwerk und die Fernwärmeversorgung im Schulviertel Dreifaltigkeit gestartet.
Die Stadtwerke Amberg stehen als regionaler Energieversorger zu ihrer Verantwortung auch die zukünftigen Vorgaben der EU-Energiepolitik regional umzusetzen. Das heißt, Klimaschutz ist eines der zentralen Themen des Amberger Energieversorger, umgesetzt durch die Errichtung eines Hackschnitzel-Heizwerks befeuert mit naturbelassenen Holzhackschnitzeln.
Bei der Verwirklichung wurde ein neues Konzept zum Ansatz gebracht. Zur zentralen Wärmeerzeugung aus Hackschnitzel für die Grundlast erfolgt bei den angeschlossenen Gebäuden die Spitzenlast in dezentralen Anlagen. Dadurch konnte das Fernwärmenetz auf Grundlast ausgelegt werden, was bei der Investition und vor allem bei den Wärmeverlusten Vorteile bringt. Das zugehörige Regelungskonzept ist mit Standardkomponenten ausgeführt, um langfristig kostenoptimiert die Anlagen betreuen zu können. Damit wird eine äußerst effiziente und weitestgehende CO2-freie Energieversorgung angestrebt.
Das Projekt wurde durch das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe (TFZ) vom Freistaat Bayern finanziell gefördert. Im Rahmen des Qualitäts-Management Holzheizwerke erfolgt zudem eine fachliche Begleitung über zwei Jahre durch C.A.R.M.E.N. e.V., der anerkannten Fachstelle für nachwachsende Rohstoffe in Bayern.
Die mit Holzhackschnitzeln befeuerte moderne Heizzentrale weist eine Leistung von etwa 850 kW auf. Rund 4000 bis 5000 Schüttraummeter werden voraussichtlich als Brennstoff eingesetzt. Dies führt zu einer Einsparung von knapp 1000 Tonnen CO2. Die Versorgung der Heizzentrale mit Hackschnitzeln erfolgt per Lkw. Das Anlieferungsintervall beträgt dabei durchschnittlich etwa zwei Sattelzüge pro Woche. Hierbei werden Zeiten genutzt, die außerhalb des normalen Schulbetriebs liegen. Betreiber der Heizanlage ist die Helm Forstservice GmbH im Auftrag der Stadtwerke Amberg. Netzbetreiber und Ansprechpartner für die Kunden sind die Stadtwerke Amberg.
Klimaneutrale Versorgung mit Wärme und so zu den Vorgaben der europäischen und nationalen Klimapolitik beizutragen ist mit einem Anschluss an das Fernwärmenetz Dreifaltigkeit gegeben. Über 80 Prozent der erforderlichen Wärmeenergie können aus dem regenerativen Brennstoff Holz für die Abnehmer bereitgestellt werden. Die restliche Energie wird in bereits vorhandenen dezentralen Erdgas-Spitzenlastkesseln vor Ort erzeugt, die auch als Reserveversorgung eingesetzt werden können.
Mit dieser Konzeption gehen die Stadtwerke neue Wege. Zum einen können Bestandsanlagen weiter genutzt werden, zum anderen müssen das Fernwärmenetz und die Übergabestationen nur auf den Grundlastbereich ausgelegt werden, dadurch verringern sich die Investitionen und auch die Netzverluste.
Bisher sind das Gregor-Mendel-Gymnasium mit der Turnhalle, die Dreifaltigkeitsschule, das Berufliche Schulzentrum mit der Fachoberschule, Berufsoberschule und die Berufsschule an die Energieinsel angeschlossen. Weitere Anschlüsse sind grundsätzlich möglich. Durch die Stadtwerke Amberg wurde damit ein Beitrag zum regionalen Klimaschutz geleistet.
Bei der planerischen und technischen Umsetzung des Projekts wurden wie gewohnt leistungsfähige Firmen aus Amberg und der Region beauftragt.  (BSZ)

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