Bauen

Das Foyer der neuen Kaffee-Erlebniswelt. (Foto: Werkbureau)

15.04.2011

Die Aussicht und den Cappuccino genießen

Die Kaffee-Erlebniswelt Dinzler am Irschenberg

Der Neubau am Irschenberg ist der neue Firmensitz der Dinzler Kaffeerösterei AG, die Cafés und Restaurants in ganz Deutschland mit ihren Kaffeespezialitäten beliefert . Die Lage, in direkter Nähe zur A 8 München-Salzburg, wurde mit Bedacht gewählt: Der Irschenberg ist auf dem Weg nach Süden die erste große Erhebung vor den Alpen. Hier soll den Reisenden ein besonderes Erlebnis rund um den Kaffee angeboten werden.
Die Anlage beherbergt neben umfangreichen Gastronomie- und Ausstellungsbereichen auch eine große Schau-Rösterei mit Räumen für Qualitätssicherung, Verpackung sowie An- und Auslieferung der Kaffeeprodukte.
Eine Verarbeitungsanlage von dieser Größe kann auf dem landschaftlich sensiblen Irschenberg nur mit strengen Auflagen verwirklicht werden. Nach den Festsetzungen des Bebauungsplans sind hier nur ortsübliche Satteldachgebäude zulässig, für größere Anlagen ist ein naheliegendes Gewerbegebiet vorgesehen.
Um den Neubau dennoch am gewünschten Standort realisieren zu können, wurden die Baumassen in zwei Teile gegliedert: Der weithin sichtbare Hauptbaukörper orientiert sich an der traditionellen Bauart der Umgebung und entspricht somit den Vorgaben. Er beherbergt die Restaurantküche im Erdgeschoss und Büro- sowie Seminarräume im Obergeschoss. Alle anderen Bereiche (Gasträume, Kinderbetreuung, Bäckerei, Laden, Ausstellungsbereich, Rösterei, Verpackung, Labor und Anlieferung) wurden mit Gründächern überdeckt und in der Form eines künstlichen Hügels angeordnet.

Begehbare Gründächer


Die Seiten des Hügels bestehen aus geometrischen Ebenen und sind teilweise aufgebrochen um Licht ins Gebäude zu leiten. Die Gründächer sind begehbar und den Besuchern zugänglich. Im Inneren entstehen auf dem Weg durch den künstlichen Hügel interessante Durchblicke und Raumabfolgen.
Das rund 11 400 Quadratmeter große Grundstück steigt von Norden nach Süden um rund vier Meter an.
Planerische Verarbeitung der vorgefundenen Topographie: Der Hang wurde abgetragen und nachdem das Gebäude errichtet war, wurde ein Großteil des verbauten Volumens wieder mit Erde überschüttet und begrünt. So wie man vor der Baumaßnahme über den grünen Hügel laufen konnte, so kann der Besucher jetzt nach Fertigstellung über das Gebäude laufen.
Das Untergeschoss öffnet sich ebenerdig zu dem nördlich vorgelagerten Parkplatz. An den großzügigen Eingangsbereich mit Bar und Laden anschließend sind mehrere Ausstellungsräume angeordnet, von denen einer mit einem Multimediatisch ausgestattet ist. Hier erfährt der interessierte Besucher alles Wissenswerte über Kaffee und zwar von den Anbaugebieten bis zur Zubereitung des Getränks.
Die „Schau-Rösterei“ liegt noch ein Stockwerk tiefer im 2. Untergeschoss, erstreckt sich über zwei Ebenen und ist über eine Zuschauerbrücke an den Eingangsbereich angeschlossen.
Eine zentral im Foyer angeordnete Treppe führt hinauf ins Erdgeschoss, in dem sich das Restaurant mit Nebenraum, die Küche mit zugehörigen Lagerräumen und die betriebseigene Kinderkrippe für 12 Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren befinden.
Das Restaurant ist dreiseitig von Terrassen umschlossen, die niveaugleich in die angrenzenden Wiesenflächen übergehen. Eine Etage darüber, im Obergeschoss befinden sich Büroräume für die Verwaltung und drei unterschiedlich große Seminarräume mit 40, 60 und 125 Quadratmetern. Diesen Seminarräumen vorgelagert ist eine großzügige Terrasse, die über eine begrünte und begehbare Rampe mit den eine Etage tiefer liegenden Terrassen im Erdgeschoss beziehungsweise dem Parkplatz im 1. Untergeschoss verbunden ist.

Krippe für Mitarbeiterkinder


Dinzler hat in seine Kaffee-Erlebniswelt, wie bereits erwähnt, auch eine Kinderkrippe „Die kleine Kaffeebohne“ integriert, um Angestellten die Möglichkeit zu geben, in der Nähe ihrer Kinder zu sein. So behält der Kaffeeröster seine qualifizierten und motivierten Mitarbeiter, die ihre Kinder gut aufgehoben in der Nähe wissen. Der großzügige Gruppenraum, der gemütliche Schlafraum und die kindgerechte Außenanlage bieten viel Raum zum Spielen, Bauen, Kuscheln, Singen und Basteln.
Das Gebäude ist nach dem neuesten Stand der Technik ausgerüstet, und besitzt einen hohen Dämmstandard. Die Beheizung und Kühlung erfolgt mit Gas-Wärmepumpen. Mit der Planung des Neubaus beauftragt war das Münchner Architekturbüro werkbureau Ludwig Hohenreiter & Andreas Kohwagner. (FHH)

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