Bauen

09.12.2014

Die Länder sind jetzt am Zug

LBB begrüßt Förderung der energetischen Gebäudesanierung

Mit dem von der Bundesregierung beschlossenen Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz habe die Große Koalition endlich ein Signal für mehr Investitionen gesetzt. Mit diesen Worten kommentierte LBB-Präsident Franz Xaver Peteranderl das von der Bundesregierung verabschiedete Klimaschutzprogramm 2020. Denn die energetische Gebäudesanierung werde nur dann im erhofften Umfang zum Klimaschutz beitragen, wenn sie viel besser als bisher gefördert wird, so Peteranderl. 
Der neue Aktionsplan der Bundesregierung enthält Maßnahmen, die von den baugewerblichen Verbänden und der Aktionsgemeinschaft Impulse für den Wohnungsbau seit Jahren gefordert werden, wie zum Beispiel die steuerliche Förderung der energetischen Sanierung, die Weiterentwicklung und Aufstockung der CO2-Gebäudesanierungsprogramme sowie die Information und Beratung der Bürger.

Abzug von der Einkommenssteuerschuld

Die KfW Förderung für die CO2-Gebäudesanierungsprogramme wird um 200 Millionen Euro auf zwei Milliarden Euro erhöht. Bei der steuerlichen Förderung soll ein Abzug von der Einkommensteuerschuld über zehn Jahre erfolgen. Insgesamt stellt der Staat dafür ab 2015 jährlich eine Milliarde Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren bereit. Die steuerliche Förderung wird jedoch erst kommen, wenn die Bundesländer hierzu ihre Zustimmung erteilen.
Dazu Peteranderl: „Wir begrüßen, dass der Freistaat Bayern angekündigt hat, noch in diesem Jahr eine Gesetzesinitiative zur Förderung der energetischen Gebäudemodernisierung in den Bundesrat einzubringen, wonach Eigenheimbesitzer künftig Aufwendungen für energetische Modernisierungsmaßnahmen über einen Zeitraum von zehn Jahren verteilt steuerlich geltend machen können. Jetzt sind die anderen Bundesländer am Zug. Sie müssen endlich den Weg für eine steuerfreie Förderung der energetischen Gebäudesanierung frei machen.“
Der Präsident der Bayerischen Baugewerbeverbände betonte, dass es dabei aber nicht der richtige Weg sei, die steuerliche Förderung der Gebäudesanierung mit Einschränkungen bei der Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen zu „bezahlen“: „Die beschränkte steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen hat sich vor allem als Mittel zur Bekämpfung von Schwarzarbeit bewährt. Schon aus diesem Grund taugt sie nicht zur Gegenfinanzierung. Diese ist gar nicht erforderlich, denn jeder Euro Förderung schiebt ein Mehrfaches an Bauinvestitionen an. Allein die zusätzlichen Mehrwertsteuereinnahmen kompensieren die Steuerausfälle aus der Förderung.“ (BSZ)

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