Bauen

08.04.2011

Doppelte Fläche für mehr Patienten

In Ingolstadt wurde eine neue Notfallklinik eröffnet

Lange wurde gebaut, nun ist es soweit: Die Notfallklinik im Klinikum Ingolstadt ist nach rund zweijähriger Bauzeit kurz vor der Fertigstellung. Mit einem großen Notfalltag wurde Mitte Februar 2011 der modernisierte Bereich für die medizinische Akutversorgung offiziell eröffnet.
„Wegen Renovierung geschlossen“ – das gibt es in einer Mietwohnung oder einer Tiefgarage. Eine Notfallklinik dagegen kann man nicht einfach schließen. So wurde der Notfallbereich im Klinikum Ingolstadt seit 2008 bei laufendem Betrieb renoviert – allerdings so, dass die Patienten davon kaum etwas mitbekommen haben. Viel mitbekommen haben sie dagegen bereits seit einigen Monaten von den damit verbundenen Veränderungen: Die Notfallklinik hat ein neues Gesicht bekommen. Während die alten Räumlichkeiten, die noch aus der Anfangszeit des Klinikums stammten, nach bald 30 Jahren allmählich in die Jahre gekommen waren, warten die neuen Räumlichkeiten nun mit einem hellen und freundlichen Ambiente und modernem „Outfit“ auf.
Mehr Platz, mehr Komfort und mehr medizinische Möglichkeiten waren und sind der Tenor der Umgestaltung. Unter anderem sind neue Untersuchungsräume entstanden, die eine schnellere Versorgung auch bei höherem Patientenaufkommen ermöglichen. In Verbindung mit mehr Ruheflächen verhindern sie selbst zu Stoßzeiten, dass Patienten unnötig hin- und herbewegt werden oder gar vorübergehend auf dem Gang warten müssen. Zusätzlich hat die Notfallklinik eine eigene Bettenstation bekommen.
Als eine Art „Decision Making Unit“ können die Patienten auf dieser Station mit 19 Betten über eine längere Zeit beobachtet werden, ohne dass sie in eine der anderen Kliniken des Hauses verlegt werden müssen – ein entscheidender Faktor sowohl für den Komfort und die Versorgung der Patienten, aber auch für die Abläufe und die Planung des Klinikums. „In das NotfallZentrum kommen insgesamt jedes Jahr rund 46 000 Patienten und es ist nicht immer möglich, dass wir in zehn Minuten wissen, was jeder einzelne von ihnen hat“, erklärt Florian Demetz, Leiter der Notfallklinik. „Manchmal müssen wir die Patienten auch beobachten und sehen, wie sich die Situation entwickelt. Diese Möglichkeit haben wir nun weit besser als vorher.“ Insgesamt hat sich die Fläche der Notfallklinik durch den Umbau auf rund 3000 Quadratmeter etwa verdoppelt.
und Informationsangebote für die Besucher: Beispielsweise können sie im Rahmen einer der Führungen den Rettungshubschrauber Christoph 32 besichtigen oder einen Schockraum und einen Operationssaal von innen sehen, in denen sonst schwer verletzte Notfallpatienten beispielsweise nach einem Unfall versorgt werden.

Ampelsystem sorgt
für mehr Effizienz


Neben dem Umbau hat sich auch hinter den Kulissen viel getan: Ein Ampelsystem sorgt für eine bessere Patientensteuerung. Die Patienten werden beim Eintreffen in der Notfallklinik entsprechend der Schwere und Dringlichkeit ihrer Erkrankung in fünf Kategorien eingestuft, um dafür zu sorgen, dass die Patienten, die Hilfe am dringendsten brauchen, auch zuerst behandelt werden.
Die Versorgung habe sich für alle Patienten verbessert, so Demetz: Wartezeiten, die sich in einer Notfallklinik mit ihrem stark schwankenden Patientenaufkommen nicht immer optimal planen lassen, sollen für alle schrittweise kürzer werden. Aber auch der Komfort und die Kommunikation mit den Patienten sollen verbessert werden. „Wir wollen die Patienten ernst nehmen, sie als Menschen mit Ängsten und Bedürfnissen sehen und ihnen und ihren Angehörigen möglichst viel Komfort und Service bieten.“ (BSZ)

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