Bauen

44 Millionen Euro wurden in den Neubau des Bahnhofs investiert. (Foto: Bau- und Immobilienverwaltung Fäth)

18.03.2011

Ein Aushängeschild für die Stadt

Aschaffenburg hat einen neuen Bahnhof erhalten

Die Deutsche Bahn hat am 29. Januar 2011 den neuen Aschaffenburger Hauptbahnhof offiziell in Betrieb genommen. Der Investor Ferdinand Fäth, Chef der Bau- und Immobilienverwaltung Fäth, Oberbürgermeister Klaus Herzog sowie Bahnchef Rüdiger Grube eröffneten den neuen Bahnhof gemeinsam mit Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und Martin Zeil, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.
Über 44 Millionen Euro investierten die Firma Fäth und die Bahn in den Neubau des Bahnhofs. Davon steuerte der Bund 15 Millionen Euro zum Umbau der Bahnsteiganlagen bei, in den insgesamt rund 17,5 Millionen Euro investiert wurden.
„Bahnhöfe gelten als die Visitenkarten der Städte und Aschaffenburg hat mit dem Bahnhof ein neues und eindrucksvolles Tor zur Stadt bekommen“, sagte Grube. „Der Hauptbahnhof Aschaffenburg ist ein Musterbeispiel für gelungene Zusammenarbeit, denn Bahnhofsentwicklung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die Umsetzung dieses Großprojekts wäre ohne visionäre Investoren wie Ferdinand Fäth und die Mitarbeit der Stadt Aschaffenburg sowie ohne die Fördermittel von Bund und Land nicht möglich gewesen“, betonte Bahnchef Grube weiter.
Peter Ramsauer: „Der neue Bahnhof ist ein neues, strahlendes Aushängeschild für die mainfränkische Metropole. Er ist eine barrierefreie und kundenfreundliche Verkehrsdrehscheibe für die ganze Region – mit einer Fahrradstation und direkter Anbindung an den neuen Omnibusbahnhof. Die hier erfolgreich praktizierte Zusammenarbeit von Bund, Land, Stadt, der Bahn und privaten Investoren hat Vorbildcharakter für das ganze Land.“
Der Bahnhofsumbau erfolgte in mehreren Etappen. In rund fünfjähriger Bauzeit wurde die Verkehrsstation durch die DB Station & Service AG komplett neu gebaut. Dazu gehörten die Erhöhung der Fern- und Nahverkehrsbahnsteige, neue Bahnsteigdächer, Bahnsteigausstattungen und Fahrgastinformationsanlagen. Aufzüge ermöglichen jetzt den stufenfreien Zugang zu den Zügen. Die Weiterführung des Personentunnels zur geplanten Park & Ride Anlage, die 2009 begann, wurde im Februar 2012 abgeschlossen. Durch die Verlängerung des Fußgängertunnels können viele Fahrgäste das Empfangsgebäude bequemer erreichen, da damit ein neuer Zugang im Norden der Stadt entsteht.
Herzstück des Bahnhofs ist das neue repräsentative Empfangsgebäude. Es ist barrierefrei und bietet Platz für die rund 860 Quadratmeter große Empfangshalle des Bahnhofs mit den DB Serviceeinrichtungen sowie eine Passage mit 1600 Quadratmetern für Einzelhandel und Gastronomie. Arztpraxen und weitere Dienstleistungsangebote in den oberen Geschossen des Gebäudes, ein Parkhaus von DB BahnPark mit 400 Stellplätzen sowie eine Fahrradstation runden das vielfältige Angebot ab. Auch die Bundespolizei ist im neuen Gebäude untergebracht.

Umfangreiche
Maßnahmen der Stadt


„Gemeinsam mit der Bahn haben wir aus dem Bahnhof ein modernes Verkehrs- und Dienstleistungszentrum gemacht, das nicht nur die Bedürfnisse der Reisenden erfüllt. Die gelungene Mischung aus Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie macht den Bahnhof auch für die Bürger der Stadt attraktiv“, sagte Fäth. „Zudem prägt die elegante Fassade des neuen Gebäudes das Bahnhofsviertel.“
Die Stadt Aschaffenburg gestaltet analog dazu bis Anfang 2012 das gesamte Bahnhofsumfeld neu. Es werden umfangreiche Stadterneuerungsmaßnahmen durchgeführt. Im nördlichen Bahnhofsbereich wird eine Park & Ride Anlage errichtet, die durch die verlängerte Bahnsteigunterführung zugänglich ist. Der Abschluss dieser Maßnahme ist für Anfang 2012 vorgesehen.
Zur Anbindung an den öffentlichen Busverkehr wurde ein neuer Regionaler Omnibusbahnhof gebaut, der Platz für 35 Busse bietet. Dafür hatte die Stadt mit Fördermitteln des Bundes und des Freistaats 6,5 Millionen Euro investiert. „Der neue Bahnhof wertet das Quartier enorm auf. Damit die Rahmenbedingungen stimmen, gestalten wir das Umfeld entsprechend und stellen durch den neuen Busbahnhof die Anbindung an die Region sicher“, sagte Oberbürgermeister Herzog. „Ein ansprechendes Entree ist für die Kulturstadt Aschaffenburg als Hochschulstandort und attraktive Einkaufsstadt von großer Bedeutung.“
Aschaffenburg ist nach Würzburg die zweitgrößte Stadt im Regierungsbezirk Unterfranken. Rund 14 000 Reisende nutzen täglich den Aschaffenburger Hauptbahnhof, der an der Bahnverkehrsachse Ruhrgebiet-Frankfurt am Main-Nürnberg-München-Wien liegt. (BSZ)

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