Bauen

In die Neubaumaßnahme wurden rund 2,5 Millionen Euro investiert. (Foto: GO!)

07.10.2011

Eine Investition in die Zukunft

Das neue Bürogebäude der GO! Hauptverwaltung und GO! Niederlassung in Nürnberg

Es bedarf eines vorausdenkenden Bauherrn und eines kreativen Büros, dann kann eine einfache Planungsaufgabe zu einer Architekturperle in Nürnberg werden. Auf 7100 Quadratmetern Grundstücksfläche ist im Nürnberger Norden ein modernes und sehenswertes Gewerbeobjekt entstanden, das rundum Beachtung findet, das neue Bürogebäude der GO.
Mit einer Bruttonutzfläche von 7300 Quadratmetern hat das Ingenieurbüro für Hochbau, Karlheinz Hanna, aus Schwanstetten bei Nürnberg, ein modernes Verwaltungs- und Ausstellungsgebäude entworfen und verwirklicht. Auftraggeber ist die CW Immobilienverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft GmbH. Zusammen mit dem Investor hat das Ingenieurbüro Hanna aus einem hässlichen Entlein, einem in Auflösung begriffenen Autohaus aus den frühen 1980er Jahren und einer, den Straßenzug unterbrechenden Baulücke, ein modernes Gewerbeobjekt entworfen, das durch seine Lage an einer der meist befahrenen Straße Nürnbergs ein neues Highlight im Stadtbild darstellt.
Zuerst war die Aufgabenstellung nur ein bestehendes Autohaus zu sanieren und darin 700 Quadratmeter Bürofläche für die GO! Hauptverwaltung in Nürnberg zu schaffen, so der Planer. Einem glücklichen Umstand war es dann aber zu verdanken, dass das Nachbargrundstück zum Verkauf angeboten wurde und so wurde erst ein Schuh daraus. Mit der Eltersdorfer Straße 21 wurde auf 1900 Quadratmetern Fläche für die GO! Express & Logistics Gruppe die Hauptverwaltung Nürnberg und die Niederlassung Nürnberg geschaffen.
Das ursprünglich als Niederlassung vorgesehene Objekt in der Eltersdorfer Straße 23 konnte damit komplett einer eigenen Nutzung zugeführt werden. Im Mai 2011 ist dort im Erdgeschoss ein Café eingezogen. Seit Juli 2011 findet sich die LeasePlan Deutschland mit einer Ausstellungsfläche von 5000 Quadratmetern auf drei Etagen in einem sanierten Glas/Betonbau wieder. Damit konnte die CW Immobilienverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH in kürzester Zeit, nicht zuletzt durch die gelungene Architektur, über 7100 Quadratmeter Mietfläche an den Kunden bringen.

Verschiedene Baukonstruktionssysteme


Niemand sieht den beiden Gebäudekomplexen an, die elegant über eine Brückenkonstruktion miteinander verbunden wurden, dass es ein Experiment verschiedener Baukonstruktionssysteme ist. Der Neubau besteht im Erdgeschoss aus einer Betonfertigteilkonstruktion, während das Obergeschoss aus Gewichtsgründen als reiner Holzbau konzipiert wurde.
Das Bestandsgebäude ist ein Zweckbau aus den 1980er Jahren in Form eines Stahlbetonskelettbaus, der nunmehr durch eine moderne Stahl/Glasfassade eine neue Eleganz und Leichtigkeit erfahren hat. Beide Gebäudeteile haben eine moderne Pfosten-Riegelfassade.
Aber auch im Innern der Gebäude wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt.
Transparenz, wertvolle Materialien und Großzügigkeit bestimmen den Charakter des Gebäudes. Über eine freitragende Holztreppe, die nur an der Wand unsichtbar gehalten wird, erreicht der Besucher das Obergeschoss, wo er in ein lichtdurchflutetes, kreisrundes Foyer tritt. Glas und edles Holz beeindrucken in Verbindung mit einer in den Firmenfarben Rot und Grau gehaltenen Rundwand. Die Rundwand, ein Meisterstück aus geseiften Kalkputz.
Glas, als wesentliches Gestaltungselement im Obergeschoss eingesetzt, fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter. Defacto ein Großraumbüro und doch kann jede Abteilung ungestört für sich arbeiten. Blickbeziehungen sind möglich, aber der Bürolärm wird separiert, so dass angenehmes Arbeiten möglich wird.
Geselligkeit wird auch bei GO! groß geschrieben und so wurde neben zwei großzügig gestalteten Bistros im Erd- und Obergeschoss auch die Kommunikation zwischen der GO! Niederlassung im Erdgeschoss und der GO! Hauptverwaltung im Obergeschoss nicht außer Acht gelassen. Mit einem Lichthof, der sich vom Dach bis in das Erdgeschoss erstreckt, ist dem Planer ein Meisterstück an interner Kommunikation gelungen. Zusätzlich bringt dieser als Nebeneffekt Licht und Sonne in das Innere des Gebäudes.
Ob die großzügigen, mit Bambus bepflanzten Dachterrassen jemals so genutzt werden, wie sich das die Planer vorgestellt haben, bleibt fraglich. Letztendlich soll das Gebäude ja zuerst dem angenehmen Arbeiten dienen. Aber alleine der Blick aus den Büros über die mit edlem Holz belegten und durch den Gartenarchitekten gestalteten Dachterrassenflächen verschafft den Mitarbeitern das Gefühl mediterranen Arbeitens. Fehlt eigentlich nur noch das Meer. (BSZ)

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