Bauen

So wird das neue Forchheimer Gesundheitszentrum aussehen. (Visualisierung: Architekturbüro Amtmann)

10.05.2013

Flexibler Stahlbetonbau

In Forchheim entsteht ein neues Gesundheitszentrum

Neben dem Klinikum Forchheim wird ein Gesundheitszentrum für Fachärzte errichtet, dessen Fertigstellung für Mitte 2013 geplant ist. Das neue Gebäude wird westlich des bestehenden Klinikums gebaut. Es besteht aus zwei etwa 30 x 30 Meter großen Blöcken mit Innenhofbelichtung, die über eine Erschließungshalle verbunden sind.
Die Fassade wurde so geplant, dass durch drei Grundtypen von Fenstern mit entsprechenden Paneelen Wandanschlüsse im Inneren flexibel gestaltet werden können. Damit kann auf Bedürfnisse verschiedener Ärztegruppen reagiert werden. Formal antwortet das Gebäude städtebaulich auf das bestehende Klinikum. Die Fassaden wurden entsprechend mit Alu-Paneelen und farbigen Füllflächen gestaltet.
Es wurde in der Erschließung darauf geachtet, dass über eine zentrale Halle die einzelnen Praxisräume auf möglichst kurzem Weg behindertengerecht erreichbar sind.

Synergien mit dem Klinikum


Die Funktion des Ärztehauses soll Forchheim als Gesundheitsstandort stärken und den Ärzten im Gesundheitszentrum Synergien mit dem Klinikum Forchheim ermöglichen. Dementsprechend bietet das neue Gesundheitszentrum jetzt einen Ärztemix aus Orthopäden, Chirurgen mit einem angegliederten ambulanten Operationssaal sowie Apotheke, Physiotherapie, Sanitätshaus und Notfallpraxis, was für den Bürger mehr Service und Komfort bedeutet.
Konstruktiv handelt es sich bei dem Gebäude um einen in wirtschaftlichem Maße gespannten Stahlbetonbau, der durch die Stützweiten einen flexiblen Ausbau zulässt. Neben den entsprechenden Investitionen in die Ökologie mit Wärmedämmungen wurde insbesondere durch eine Luft/Wasser-Wärmepumpe und Lüftungsanlage das Gebäude so ausgestattet, dass es wirtschaftlich und komfortabel beheizt werden kann. Die Wärmerückgewinnung erfolgt über die Lüftungsanlage. Im OP-Bereich werden so genannte Lüftungsdeckenfelder eingebaut. Der Effekt: Die Luft strömt darin so ein, dass keine Verwirbelungen entstehen.
Mit der Planung des Gesundheitszentrums beauftragt ist das Forchheimer Architekturbüro Amtmann. Für sein Büro sei dies „ein bedeutender Bauauftrag“, erklärt Architekt Herbert Amtmann. Ja sogar eine besondere Herausforderung, „da für einen Planer die Anforderungen der unterschiedlichsten ärztlichen Fachrichtungen unter einem Dach zu realisieren sind“.
Das neue Gebäude wurde von dem Forchheimer Planer so konzipiert, dass es den jeweiligen Bedürfnissen der Nutzer angepasst werden kann. Das betrifft laut Amtmann sowohl die Praxisgrößen als auch die Raumgrößen und Raumzuordnungen. Dies gehe sogar so weit, dass mit drei Grundtypen von Fenstern jede Raumaufteilung hinter der Fassade möglich ist. Das heißt laut Amtmann: „Die Praxen können nach Bedarf auch nachträglich noch umgestaltet werden.“
Das Gesundheitszentrum besteht, wie bereits ausgeführt, aus zwei miteinander verbundenen Gebäuden. Es gliedert sich in drei Geschosse: Erdgeschoss bis zweites Obergeschoss und ein Parkdeck im Untergeschoss.
Das gesamte Gebäude steht im Wesentlichen auf Stützen und Punktfundamenten. In den oberen Geschossen sind größtenteils nur punktförmig gestützte Decken ohne Unterzüge vorhanden. Dies ermöglicht eine größtmögliche Flexibilisierung bei der Raumplanung.

Lange Planungsphase


„Die Planungen für dieses Gebäude runden die Gesamtplanungen mit dem Krankenhaus, dem Parkplatz sowie dem neu errichteten Dialysezentrum auf dem Gesamtareal des Krankenhauses ab“, erklärt Architekt Amtmann. In der Gesamtgestaltung passt sich das neue Gesundheitszentrum der bestehenden Bebauung auf dem Gesamtareal sowohl in der Höhenentwicklung als auch in der Formensprache an, betont der Planer.
Finanziert wird der rund 11,5 Millionen Euro teure Neubau über die von der Stadt verwalteten Vereinigten Pfründnerstiftungen, denen auch das Forchheimer Klinikum gehört.
Bereits seit 2004 wurde das Ärztehaus geplant, die Realisierung scheiterte aber lange daran, weil die Stadt darauf pochte, dass für 70 Prozent der Praxen bereits unterschriebene Mietverträge vorliegen sollten. (FHH)

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