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Purdy's Wharf. Die beiden modernen Bürohäuser bestimmen die Skyline von Halifax. (Foto: Mayring)

26.06.2015

Fröhliche Hafenstadt mit charmanter Skyline

Halifax in Nova Scotia gibt sich mal modern und mal nostalgisch

Zuerst geht es mit dem grün-blau bemalten Hybridfahrzeug namens Harbour Hopper direkt von der Hafenrampe hinein ins eiskalte Atlantikwasser. Von den luftigen Sitzplätzen aus am Oberdeck hat man den besten Überblick auf die imposante Kulisse von Halifax. Kenzie, der ausgesprochen eloquente Guide an Bord, unterhält auf der Fahrt seine Passagiere mit Witzen und Sprüchen, während das schwimmende Ungetüm, durch die glasklaren Wellen pflügt.
Langsam und gemächlich zieht an uns die Skyline von Halifax vorbei, sodass man die einzelnen Gebäude bestens erkennen kann. Hochgeschossene, moderne Glastürme mit Granitstein stehen neben wuchtigen, gedrungenen Gebäuden aus den 1950er Jahren. Und vereinzelnd liegen dazwischen einstöckige, braunrote Holzbaracken mit Sprossenfenstern oder gar Hütten in Pink und leuchtendem Rot, die charmant die Stadtansicht an der Wasserfront beleben.
Die beiden klotzigen, modernen Bürogebäude von den Architekten Shore Tilbe Irwin + Partners aus Toronto heißen Purdy’s Wharf. In unterschiedlicher Höhe bestimmen sie die Skyline. Nach ihnen ist sogar eine Anlegestelle benannt. Der südliche Purdy Tower misst 74 Meter, sein nördliches Pendant 88 Meter. Beide Komplexe, getragen von einer Stahlbetonkonstruktion, werden höchst ökologisch mit einem Wasserkreislauf aus dem Hafenbecken klimatisiert und sind mit einem Skywalk verbunden.
Gegründet wurde Halifax 1749 vom gleichnamigen Präsidenten (1716 bis 1771) der britischen Handelskammer. Er errichtete die damals noch kleine Gemeinde als befestigte Siedlung und Vorposten gegen das französische Heer. Ihre strategisch günstige Lage war ein Grund dafür, dass sich die Auseinandersetzungen zwischen englischem und französischem Militär auf ihrem Terrain abspielten.
Der Zitadellenhügel Fort George oberhalb von Halifax spiegelt diese kriegerische Epoche architektonisch wider. Entstanden im Jahr 1749, folgten später Erweiterungsbauten gegen den Ansturm der Amerikaner und Franzosen. 1856 erhielt die Anlage ihre heutige Sternform. Später, während der beiden Weltkriege, diente sie als Gefängnis und wurde ab 1956 renoviert und zum Museum umgebaut.

Lindgrüne Kuppelhaube
mit goldener Kugel


Mit dem Hybridfahrzeug können wir mühelos auch durch die Straßen von Halifax kreuzen und sogar bis zum Zitadellenhügel fahren, von wo aus der Hafen und die ganze Stadt majestätisch vor einem liegen. Von hier aus sieht man auch besonders gut auf das Wahrzeichen der Stadt, den Uhrenturm aus dem Jahr 1803. Nach einer Idee von Edward August Graf von Kent, sollte der riesige Turm die Garnison zur Pünktlichkeit ermahnen.
Im Stil von Palladio erhebt sich der dreigeschossige Turm vom Dach eines rechteckigen Holzgebäudes. Ein Säulengang und zwei Ebenen in Form von unregelmäßigen Achtecken bilden den architektonischen Aufbau. Vier Ziffernblätter, zeigen in alle Himmelsrichtungen die Zeit an. Eine lindgrüne Kuppelhaube mit goldener Kugel auf der Spitze schließt den Turm nach oben ab.
Beim Bummel durch die lebendige Hauptstadt von Nova Scotia findet man eine Reihe modischer Boutiquen, Restaurants und Kneipen. Heute zählt Halifax rund 400 000 Einwohner und mit seinem weltweit bekannten, eisfreien Naturhafen ist und bleibt die Stadt im Osten von Canada wichtiges kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der atlantischen Provinzen. (Eva-Maria Mayring)

(Charmante Mischung der Skyline mit bunten Holzhäusern und die Waterfront mit Gebäuden aus den 1950er Jahren - Fotos: Mayring)

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