Bauen

Hangar 6 und Hangar 7 bei Nacht. (Foto: FAI)

16.05.2014

Fünf Millionen Euro investiert

Neuer Fleugzeughangar am Airport Nürnberg

Nach einer nur knapp achtmonatigen Bauzeit hat FAI rent-a-jet AG, Deutschlands führender Anbieter für Ambulanz- und VIP-Flüge, einen weiteren Hangar am Nürnberger Flughafen eröffnet. Damit erweitert FAI seine bisherigen Hangarkapazitäten auf mehr als 5000 Quadratmeter, zuzüglich weiterer 4000 Quadratmeter an Werkstatt- und Büroflächen. Mit einer Gesamtnutzfläche von nunmehr über 9000 Quadratmetern stellt dies eine der größten FBOs (Fixed-Base-Operation) der Allgemeinen Luftfahrt in Deutschland dar. Gleichzeitig wurde der gesamte Bodenbetrieb (inklusive Wartung und Administration) komplett „landseits“ verlagert, das heißt außerhalb des Sicherheitsbereichs des Flughafens.
Die FAI-Flugzeuge starten und landen, indem sie die Hangars 6/7 durch zwei Rolltore verlassen, welche den FAI Bodenbetrieb von dem Sicherheitsbereich des Flughafens trennen. FAI investierte in den Bau von Hangar 7 rund fünf Millionen Euro.
Die Flotte besteht derzeit aus 21 Jets, darunter Learjet 35/40/55/60, CRJ 200, Challenger 604, Global Express und Falcon 7X. FAI beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter aus 28 verschiedene Nationen. Neben dem Firmensitz am Flughafen Nürnberg unterhält FAI Außen-Stationen in Dubai, Miami, Kabul, Kuwait, Juba, Abidjan, Bamako und Dakar. Im Jahr 2013 betrug der Umsatz knapp 70 Millionen Euro, was in der Geschichte des Unternehmens ein weiteres Rekordjahr bedeutet.

Schlüsselfertig
errichtet


Hangar 7 wurde am Nürnberger Flughafen, unmittelbar angrenzend an das Vorfeld und die Startbahn von der Maisel Bauunternehmung GmbH als Generalunternehmer schlüsselfertig errichtet. Dieses Projekt umfasste die komplette Ausführungsplanung mit Statik, Haus- und Elektrotechnik sowie alle Außenanlagen.
Sämtliche Ingenieurleistungen wurden in der hauseigenen Maisel Planungsabteilung ausgeführt beziehungsweise federführend koordiniert. Die komplexe Aufgabe bestand darin, die verschiedenen Konstruktionselemente des Gebäudes wie Fundamente mit Unterfangungen, Stahlbau, Betonfertigteilbau sowie ein 55 x 10 Meter großes Hangartor zum einen statisch und planerisch, zum anderen technisch und zeitlich aufeinander abzustimmen.
Bevor die eigentlichen Bauarbeiten am Hangar begannen, mussten 30 000 Kubikmeter Erdarbeiten bewerkstelligt werden. Hierzu wurde vom Flughafen Nürnberg das sandige Auffüllmaterial auf dem Grundstück neben der Landebahn zur Verfügung gestellt. Dieses konnte mit dem eigenen Maschinenpark der Maisel Bauunternehmung GmbH transportiert und an Ort und Stelle mit einer Höhe von bis zu drei Metern eingebaut und verdichtet werden. Parallel zu den Erdarbeiten für den Hangar und das Vorfeld wurde eine Parkplatzanlage mit 38 Stellplätzen für die Mitarbeiter der Firma FAI erstellt.
Nachdem der bereits bestehende Hangar 6 mit Hilfe einer Spezialtiefbaufirma fachgerecht unterfangen war, konnte im September 2013 mit den Fundamentierungsarbeiten begonnen werden, um anschließend mit der Fertigteilmontage fortzufahren. Hierfür wurden eine 15 Meter hohe Brandwand an den Nachbarhangar sowie ein 60 Meter langer Kopfbau innerhalb des neuen Hangar 7 gebaut. Mit drei 100-Tonnen-Autokränen wurde dann das Stahltragwerk mit bis zu 60 Meter langen Stahlbindern auf die vorhandene Betonkonstruktion gesetzt.
Nach der spektakulären Errichtung der Dachtragkonstruktion konnte der Dachaufbau aus den Elementen Trapezblech, Dämmung und Folie realisiert werden. Als Fassadenkonstruktion kam eine Kassettenwand mit innenliegender Dämmung zum Einsatz. Der Einbau der 2400 Quadratmeter großen Stahlfaserbodenplatte erfolgte mit einer 40 Meter langen Betonpumpe.

Planmäßige Montage
des Hangartors


Das 2000 Quadratmeter große Vorfeld wurde innerhalb von nur vier Tagen asphaltiert, sodass einer planmäßigen Montage des Hangartors nichts mehr im Wege stand. Der restliche Ausbau des innenliegenden Kopfbaus mit Werkstätten und VIP-Lounges erfolgte schließlich im Dezember 2013 und Januar 2014. Den Abschluss der Arbeiten bildete das Auftragen einer Bodenbeschichtung auf der gesamten Bodenplatte.
Zusätzlich zum Hauptauftrag erhielt die Bauunternehmung seitens der Flughafenverwaltung und des Bauherrn weitere Arbeitsaufgaben auf dem Vorfeld beziehungsweise an den Landebahnen. Für den neu zu erstellenden Sicherheitsbereich führte die Firma Maisel verschiedene Fundamentierungs-, Erd- und Kanalarbeiten aus. (BSZ)

(Auf rund 5000 Quadratmeter wurden die Hangarkapazitäten erweitert; Blick in eine Lounge - Fotos: FAI)

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