Bauen

Büroflächen für die Arbeit der Zukunft. (Foto: Adrian Beck)

16.07.2014

Für die Arbeit der Zukunft

Der Bürokomplex 8inOne in München/Haar zeigt, wie modern sich Bestandsimmobilien umgestalten lassen

Das Thema Refursbishment nimmt bei Gewerbeimmobilien einen immer größeren Stellenwert ein. Denn: Mit der geschickten Sanierung und Neugestaltung lassen sich Büroimmobilien den neusten Anforderungen an die Arbeitswelt anpassen. Je jünger die Objekte sind, desto weniger aufwendig erweisen sich die Maßnahmen. Ein Beispiel über die Möglichkeiten bietet der Bürokomplex 8inOne im Büropark „Workside Haar". Das knapp 40 000 Quadratmeter große Gebäude aus dem Jahr 1995 überzeugt bereits von Haus aus durch seine moderne und zeitlose Architektur und die den Mietern zur Verfügung stehende Kantine. Jetzt zeigt die Versicherungskammer Bayern als Vermieter auf einer 500 Quadratmeter umfassenden Musterfläche, wie die derzeit zur Verfügung stehende 22 000 Quadratmeter Mietfläche für zukünftige Mieter umgestaltet werden kann.

Die Küche als Mittelpunkt

Die Küche bildet nicht nur in immer mehr Wohnungen den Mittelpunkt, sondern auch in Büros. Während Teeküchen früher oft in fensterlose Gänge verbannt wurden, steht die hellblaue Teeküche im Musterbüro des 8inOne bewusst im Zentrum des von beiden Seiten lichtdurchfluteten Büros. Gerahmt wird sie durch mehrere massive Tore. Die freistehende Konstruktion trennt die Teeküche lediglich optisch von den umstehenden Schreibtischen. Wer in ihr steht, kann zu den Arbeitsplätzen blicken – und umgekehrt. Direkt daneben befindet sich eine Fokus-Box aus Glas. Sie bildet ebenfalls einen Raum im Raum und lässt die Bürofläche durch ihre durchsichtigen Wände transparent und kommunikativ wirken. Anders als in der Teeküche bleiben die Gespräche hier jedoch vertraulich.

Komplexer und kommunikativer

Erarbeitet und umgesetzt haben das Bürokonzept die Interieur-Designer des Münchner Büros freetech. „Die Arbeitswelten sind komplexer und noch kommunikativer geworden. Zudem spielen die Themen Flexibilität und Flächeneffizienz für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine immer wichtigere Rolle", sagt Bernd Wegener, Leiter des Immobilienmanagements der Versicherungskammer Bayern. Die Folge: Selbst bei einem an sich festen Arbeitsplatz arbeiten Mitarbeiter je nach Tageszeit und Projekt innerhalb der Bürofläche an verschiedenen Orten. Der Arbeitsraum muss sich dadurch einerseits zurücknehmen - andererseits sollte er technisch und ergonomisch alles erlauben.
Im Fall des 8inOne hat sich die VKB zunächst nur für die Erneuerung eines Musterbereichs entschieden. „Wir wollen künftigen Mietern zeigen, was möglich ist“, erklärt Bernd Wegener. Das in den 1990er Jahren realisierte 8inOne unterscheidet sich durch seine ansprechende Glas- und Stahlfassade sowie durch seine Raumhöhe von 2,70 Metern bereits heute kaum von Neubauobjekten. Die äußere Hülle und die Substanz sind auch heute noch zeitgemäß. Im Inneren zieht die Zukunft durch neue Materialien und Designs ein. (BSZ)

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