Bauen

Rund acht Millionen Euro wurden in die Erweiterung und energetische Sanierung investiert. (Foto: Wimmer Architekten)

14.06.2013

Gerundete Ecken

Erweiterung der Grund- und Mittelschule Fürstätt in Rosenheim

Der Schulkomplex der Grund- und Mittelschule Fürstätt in Rosenheim mit bestehenden Bauteilen aus den 1950er und 1970er Jahren hat einen Erweiterungsbau für die Unterbringung von vier Ganztagesklassen sowie für einige neue Fachräume erhalten. Für den Neubau auf dem Schulgelände musste ein Teil des Bestands abgebrochen werden; die hierdurch entfallenen Schulräume wurden im Erweiterungsbau wiederhergestellt.
Der neue Baukörper wurde zum Schuljahresbeginn 2012/2013 bezogen und in Betrieb genommen. Damit kamen umfangreiche Arbeiten an der Schule – energetische Modernisierung des Bestands und der Neubau – zu ihrem Abschluss.
Die Schule wurde für rund 5,70 Millionen Euro erweitert und der Altbestand für 2,3 Millionen energetisch saniert. Mit der Planung beauftragt war Wimmer Architekten aus Rosenheim.
Der Erweiterungsbau als einhüftiger Klassentrakt auf drei Ebenen durchdringt den bestehenden Altbau und schließt den bestehenden großzügigen Schulhof nach Norden hin zur Äußeren Münchener-Straße ab. Um der großen Baumasse des rund 80 Meter langen Trakts mehr Leichtigkeit zu verleihen, verläuft das Gebäude in einem leichten Knick und die Ecken sind gerundet ausgeführt.
Die Klassenräume sind für eine maximale Nutzung solarer Wärmegewinne konsequent nach Süden ausgerichtet; die Erschließungsflächen im Norden bilden zusammen mit der – aus Brandschutzgründen – weitgehend geschlossenen Nordfassade einen idealen Schallschutz zur stark befahrenen Straße. Die natürliche Belichtung dieser Flure erfolgt über große Fensterflächen an den Flurenden sowie über vereinzelte runde Fenster, wo sie der Brandschutz und die interne Nutzung zulassen.

Barrierefrei erschlossen


Realisiert wurden im Neubau zwei Grundschulklassen, ein Musiksaal und ein Speisesaal mit Küche im Erdgeschoss; im 1. Obergeschoss sind drei Werkräume und zwei Informatikräume entstanden. Im 2. Obergeschoss liegen die vier Ganztagesklassen mit drei zugehörigen Gruppenräumen. Der ganze neue Bereich und auch ein großer Teil der bestehenden Schulanlage ist über einen Aufzug im Erweiterungsbau barrierefrei erschlossen.
Der neue Baukörper wurde als nicht unterkellerter Massivbau mit Wärmedämmverbundsystem beziehungsweise Faserzementfassade im Erdgeschoss errichtet.
Zur Verteilung der Wärmegewinne und zur Verbesserung der Luftqualität in den Schluräumen wurde eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingesetzt.
Außen erfolgt die Farbgebung in warmen, erdigen Brauntönen mit frischen grünen Farbtupfern; Innen werden braun, beige und weiß mit hölzernen Oberflächen an Türen und Bänken kombiniert; Farbakzente in den Möbeln setzen hier die Farben grün, pink, violett und orange.
Im Rahmen der Neubaumaßnahme wurde auch der große Schulhof mit seiner Spielwiese neu gestaltet und mit einladenden großen Sitzbänken belebt. Weiter wurden Schulgarten und Sportplatz, die zum Teil den Abbruchmaßnahmen zum Opfer gefallen waren, wiederhergestellt. (BSZ)

(Der Blick in einen Flur zeigt: Die Belichtung erfolgt auch über runde Fenster; ein Teil des neuen Schulgartens - Fotos: Wimmer Architekten)

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