Bauen

Wer sein Gebäude saniert, kann viel Energiekosten sparen und einen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten. (Foto: Bilderbox)

01.04.2014

Großes Interesse an "Bauen und Sanieren"

250 Teilnehmer kamen zum Fachforum von C.A.R.M.E.N nach Straubing

Gestern veranstaltete C.A.R.M.E.N., die bayerische Koordinierungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe, Erneuerbare Energien und nachhaltige Ressourcennutzung, unter dem Titel „Bauen und Sanieren für die Zukunft – nachhaltig und energieeffizient“ im Straubinger Herzogschloss bereits zum 21. Mal sein traditionelles Forum.

Es wurde als Kooperationsveranstaltung gemeinsam mit dem Cluster Forst und Holz in Bayern und seiner Kampagne proHolz sowie der Bayerischen Architektenkammer, der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und der IHK Niederbayern durchgeführt.

Gut 250 Teilnehmer, darunter Architekten, Bauingenieure, Planer, Energieberater, Verantwortliche für den Bau und Denkmalschutz der Kommunen, Bauherren, Bauunternehmen und Handwerker sowie fachlich Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich umfangreich zu informieren.

Immense Chancen im Bausektor

In seiner Eröffnungsrede betonte Martin Neumeyer, Amtschef des bayerischen Landwirtschaftsministeriums, dass das Bauwesen für die Energiewende eine tragende Rolle spiele. Immerhin würden rund 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs und 35 Prozent der CO2-Emissionen in Bayern auf den Gebäudebereich entfallen. Außerdem wurden über 60 Prozent der Häuser vor 1978 gebaut, also noch vor dem Erlass der ersten Wärmeschutzverordnung.

„Diese Zahlen zeigen einen gewaltigen Handlungsbedarf auf, sie beinhalten aber auch immense Chancen. Sanierung, Modernisierung und Amortisierung der Investition sind für mich die Schlüsselbegriffe“, so Neumeyer.

Drei Fachblöcke zu Bauen, Energieeffizienz und Denkmalschutz

Die ganztätige Veranstaltung war in drei Blöcke gegliedert. Der erste Fachblock thematisierte das Planen und Bauen mit Holz. Neben Erfahrungen aus dem Holzsystembau und dem mehrgeschossigen Bauen wurde auch der Brandschutz vorgestellt.

Der zweite Block behandelte den energieeffizienten Betrieb von Gebäuden mit den Schwerpunkten Strom- und Wärmeversorgung, Nutzung Erneuerbarer Energien sowie Gebäudemanagement. Hier waren die PV-Eigenstromnutzung für Gewerbe und Kommunen, die Nahwärmeversorgung mit regenerativen Energien sowie das Energiekonzept des Passivhauses Südpunkt Nürnberg Vortragsthemen.

Der abschließende Block widmete sich der energetischen Sanierung des Gebäudebestands unter besonderer Berücksichtigung von Denkmalschutz-bestimmungen bei historischen Gebäuden. Die Energieeffizienz im Baudenkmal und in der Denkmalpflege wurde ebenso präsentiert wie die TES EnergyFacade als Beispiel für eine innovative Bauweise in der Modernisierung. (Ursula Schulte)

Ein Tagungsband zur Veranstaltung kann bei C.A.R.M.E.N. für 15 Euro (zzgl. MwSt. und Versand) bestellt werden: www.carmen-ev.de

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