Bauen

Die großformatig verglaste Fassadenkonstruktion des Kompetenzzentrums. (Foto: Staatliches Bauamt Schweinfurt)

16.12.2011

Grundlegens saniert

Das neue Kompetenzzentrum Mainfranken in Schweinfurt

Das von Professor Fred Angerer geplante und in den Jahren 1961 bis 1963 erstellte Gebäude 1 des ehemaligen Polytechnikums in Schweinfurt ist eine typische Typologie der sechziger Jahre und stellt mit seiner prägnanten Schalenkonstruktion des Mittelbaus und den Seitenflügeln mit großformatig verglasten Fassadenkonstruktionen ein wichtiges städtebauliches Element in der Stadt Schweinfurt dar. Das Gebäude hat seit seiner Fertigstellung im Jahr 1963 keine Erneuerung und Anpassung erfahren, seit Genehmigung der Haushaltsunterlage Bau (HU-Bau) im Juli 2003 wurde die grundlegende Sanierung des Mittelbaus als erster Bauabschnitt durchgeführt.
Das Gesamtkonzept, nämlich die ursprünglich geplante Realisierung in vier Bauabschnitten, musste auf Grund einer konzeptionellen Neuausrichtung angepasst werden, wobei nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts nunmehr Teile des zweiten Bauabschnitts mit dem dritten Bauabschnitt verschmolzen und mit neuen Nutzungen belegt wurden, dem so genannten Kompetenzzentrum Mainfranken. Das Kompetenzzentrum Mainfranken beinhaltet Forschungszentren für Medizin- und Elektrotechnik, sowie allgemeine Verwaltungsbereiche und ist auf 13,5 Millionen Euro festgesetzt. Mit der Planung betraut waren Hetterich Architekten, Würzburg.
Alle Bauteile des Sanierungsbereichs entsprachen in bautechnischer wie betrieblich-organisatorischer Hinsicht bei Weitem nicht mehr den aktuellen und zeitgemäßen Anforderungen. Dies galt gleichermaßen für die Bausubstanz, wie für die technische Ausstattung.

Bau bei laufendem Betrieb


Die Generalsanierung umfasste somit die Überarbeitung der gesamten Außenhülle aus Sichtmauerwerk und Sichtbeton sowie den Austausch der völlig veralteten haustechnischen Anlagen. Die erheblichen Eingriffe in die Bausubstanz mit einer entsprechenden Betonsanierung des Rohbaus führten zu einer vollständigen Erneuerung des Innenausbaus, wobei ebenso die Erfüllung von Anforderungen des Brand- und Katastrophenschutzes berücksichtigt wurden, wie auch eine barrierefreie Ausstattung des Sanierungsbereichs.
Die Fassade wurde als neue Ebene vor die bestehende Konstruktion gesetzt, um die typische vertikale Fassadengliederung mit filigranen Sichtbetonlisenen zu gewährleisten. Die Anforderungen an die aktuelle Energieeinsparverordnung wurden dabei deutlich unterschritten.
Das Gebäude ist mit raumlufttechnischen Anlagen mit Wärmerückgewinnung ausgestattet worden, wobei die Technikräume als neues Element auf die östlich und westlich gelegenen Kopfbauten gesetzt wurden. In den Hörsälen, den Seminarräumen sowie in Teilbereichen der Laboratorien werden die notwendigen Luftvolumenströme über CO2-Fühler und Anwesenheitssensoren geregelt, die Anwesenheitssensoren dienen dabei auch der Lichtsteuerung.
Die Baumaßnahme musste im laufenden Betrieb bis zum Wintersemester 2011 fertiggestellt werden, da aufgrund der Zusammenlegung der Abiturjahrgänge mit einer Erhöhung der Studentenzahlen zu rechnen war. Das Staatliche Bauamt Schweinfurt konnte nunmehr, nach nur 17,5 Monaten Bauzeit, fristgerecht das generalsanierte Gebäude im Oktober 2011 an das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst übergeben. Die feierliche Einweihung ist für März 2012 geplant. (Camillo Braun)
(Blick in einen Hörsaal und einen Besprechungsraum - Fotos: Staatliches Bauamt Schweinfurt)

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