Bauen

Münchner stören sich laut Umfrage neben den hohen Preisen vor allem an hoher Nachfrage. (Foto: Bilderbox)

05.08.2015

Gute Infrastruktur, zu hohe Preise

Studie zeigt, wie Münchner den Immobilienmarkt bewerten

Des einen Freud, des anderen Leid: Eine neue Studie des Bauträgers CONCEPT BAU zeigt, dass Münchner auf dem Immobilienmarkt vor allem die hohen Kauf- und Mietpreise stören (87,8 Prozent und 78,3 Prozent). 73 Prozent empfinden zudem die hohe Nachfrage als störend. „Die Zahlen zeigen, dass Verkäufer aktuell mehr vom Immobilienboom profitieren als Käufer. Sie können sich über steigende Preise freuen. Immobilieninteressenten müssen hingegen mit vielen Gleichgesinnten um wenige Objekte buhlen und mehr zahlen“, sagt Tobias Kofalk, Prokurist und Projektmanager bei der CONCEPT BAU GmbH.
Bei Neubauprojekten in der Bayernmetropole liegen zwar die Einstandspreise laut aktueller Statistiken rund 5 Prozent über den Bestandsbauten. Doch trotz höherer Kosten schätzen die Münchner Immobilieninteressierten die Situation auf dem Markt für Neubauten deutlich positiver ein. So beklagen gemäß CONCEPT BAU-Studie aktuell 54,7 Prozent der Befragten einen Mangel an Bestandsobjekten. Hingegen geben nur 43,3 Prozent an, dass es zu wenig Neubauprojekte auf dem Münchner Immobilienmarkt gebe. Kofalk: „Auf dem Neubaumarkt geht es deutlich entspannter zu.“
Ganz falsch liegen die von CONCEPT BAU befragten Münchner mit ihrer Einschätzung nicht: Auch der Gutachterausschuss der Stadt München hat ermittelt, dass die Preise für Eigentumswohnungen 2014 um 11 Prozent gestiegen sind. Zudem attestiert auch das Expertengremium die anhaltend hohe Nachfrage nach Immobilien in der bayerischen Hauptstadt.

Preis-Leistungs-Verhältnis gemischt bewertet

Ob Käufer in München auch wirklich genug Immobilie für ihr Geld bekommen, darüber lässt sich laut CONCEPT BAU streiten. So sei das Preis-Leistungs-Verhältnis am Markt differenziert zu betrachten. Mit 69,5 Prozent befindet zwar die Mehrheit der aktuell Befragten, beim Kauf einer Immobilie in der Bayernmetropole zu wenig für ihr Geld zu bekommen. In puncto Wertentwicklung jedoch liegt das Betongold in München deutschlandweit vorne. Wer 2007 eine Neubauwohnung vom Bauträger gekauft hat, kann diese heute durchschnittlich zum doppelten Preis verkaufen – was einem Gewinn von 100 Prozent entspricht. Lediglich Kapitalanleger müssen sich in München mit einer geringeren Rendite zufrieden geben, da die Mieten nicht so stark gestiegen sind wie die Kaufpreise.
Ein deutliches Argument für den Standort München sieht die Mehrheit der Befragten klar in dessen Infrastruktur. Diese wird fast durchgehend positiv bewertet: Nur 16,3 Prozent stören sich in Bezug auf Immobilien an ihr. 

Die Umfrage in Zahlen: Was stört Sie derzeit besonders am Münchner Immobilienmarkt? (Mehrfachnennung möglich)

• Zu hohe Kaufpreise: 87,8 Prozent
• Zu hohe Mietpreise: 78,3 Prozent
• Zu hohe Nachfrage: 73,0 Prozent
• Schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis: 69,5 Prozent
• „Schwarze Schafe“ unter den Maklern und Beratern: 56,6 Prozent
• Zu wenig Bestandsobjekte: 54,7 Prozent
• Mangel an attraktiven Objekten: 51,3 Prozent
• Zu viele Gewerbeflächen: 49,0 Prozent
• Zu wenig Neubauprojekte: 43,3 Prozent
• Gentrifizierung: 41,4 Prozent
• Schlechte Renditeaussichten: 30,0 Prozent
• Schlechte Infrastruktur: 16,3 Prozent (BSZ)

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