Bauen

Das Projekt "Baumeister gesucht" wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt. (Foto: Frank Kindermann)

14.11.2017

Hämmern und sägen

„Lernen mit Kopf Herz und Hand“ – Bayerns Familienministerin EmilIa Müller beim „Werktag“ im Kinderhaus Flohkiste

Was passiert, wenn man kleine Kinder an eine Profi-Werkbank mit echtem Werkzeug lässt? Das erfuhr Bayerns Familienministerin Emilia Müller bei einem „Baumeistertag“ im Kinderhaus Flohkiste. Sie untermauerte anschließend die Ziele der Initiative der Bayerischen Bauwirtschaft mit der Überzeugung: “Lernen mit Kopf, Herz und Hand macht Spaß und wirkt nachhaltig.” Projekte, die das ermöglichen und die Lust auf’s Handwerken entfachen, seien ein wertvoller Beitrag zur ganzheitlich geprägten Bildungsarbeit. Gerne unterstütze sie deshalb weiterhin als Schirmherrin die Aktion „BAUMEISTER GESUCHT! HARRY HAMMER UND NICKI NAGEL AUF TOUR“. Harry Hammer und Nicki Nagel touren auch 2018 wieder durch Bayerns Kitas, um Baumeistertalente aufzuspüren.

„Wer will fleißige Handwerker seh'n, der muss zu den Kindern geh‘n“, tönte es den „Inspektoren“ der „Baustelle Kinderhaus Flohkiste“ erwartungsfroh entgegen. Die Aufregung der mit knallgelben Profi-Helmen beschirmten jüngsten Baumeister in spe war spürbar. Schließlich hatten sich Bayerns Familienministerin Müller und hochrangige Gäste aus der Bayerischen Bauwirtschaft angesagt. Sie wollten ihnen über die Schulter schauen und seh'n, was Bayerns jüngste fleißige Handwerker beim „Baumeistertag“ auf die Beine stellen.

Vogelhäuschen, bunte Holzhäuser, ganze Städte entstehen, wenn Kinder an der Profi-Werkbank unter Anweisung von Harry Hammer und Nicki Nagel Holz auf Gehrung sägen, glatt schleifen, das richtige Hämmern üben oder mit Mörtel und kleinen Ziegelsteinen Mauern hochziehen. Mit jedem gelungenen Bauwerk wachsen Begeisterung, Selbstvertrauen und Stolz auf das mit eigenen Händen geschaffene Meisterstück.

„Es ist schon für die Kleinsten eine wichtige und spannende Erfahrung, was sie alles mit Werkzeugen selbst herstellen können. Mädchen und Buben, die Sägen, Hämmern, Mörteln und Mauern schon als Kinder kennengelernt haben, bauen erst gar keine Hemmschwellen zu Handwerksberufen auf“, brachte Müller ein wesentliches Ziel der Initiative auf den Punkt.

Auf der Baustelle warteten die Kinder auf tatkräftige ministerielle Unterstützung, um ihren Bauwerken den letzten Schliff zu geben. Die Ministerin machte sofort mit und stellte sich als sehr gute Handwerkerin heraus. Für ihren Einsatz und die professionellen Ergebnisse ihrer Arbeit nahmen sie und die Kinder die Urkunde mit der Ernennung zum Baumeister aus der Hand von Wolfgang Schubert-Raab, Präsident der Bayerischen Baugewerbeverbände entgegen.

Kinderhausleiterin Nina Frimberger  versicherte: „Werkbank samt Zubehör werden im Kinderhaus einen festen Platz finden, damit die Kinder so oft wie möglich daran arbeiten können.“

Über 2800 begeisterte Kinder, viele ihrer Eltern, knapp 1200 Erzieher/innen mehr als 170 bayerische Kindergärten sowie eine nach wie vor ungebremste Nachfrage verlange nach einer Fortschreibung der Erfolgsgeschichte, erklärte Schubert-Raab. „Deshalb schicken wir die pädagogisch geschulten Experten Harry Hammer und Nicki Nagel als Protagonisten der mobilen Bildungsinitiative „BAUMEISTER GESUCHT!“ für ein weiteres Jahr in Bayerns Kitas. Vor dem Hintergrund dringend benötigter Fachkräfte am Bau wollen wir Talenten auf die Sprünge helfen und Begeisterung wecken. Denn bauhandwerkliches Arbeiten komme in Kitas und Schulen häufig zu kurz. Die Förderung entlang der Bildungskette ist deshalb wesentlicher Bestandteil des gemeinsamen Bildungsauftrages der Verbände der bayerischen Bauwirtschaft.“

„BAUMEISTER GESUCHT!“ ist eine Initiative der Verbände der Bayerischen Bauwirtschaft. Wesentlicher Bestandteil des gemeinsamen Bildungsauftrags ist die Nachwuchsförderung. Das Projekt ergänzt die bestehenden Programme für die Elementar- und Sekundarstufe. Ziel ist es, Kindergartenkinder in Bayern an bauhandwerkliche Arbeiten heranzuführen und ihnen den Umgang mit Werkzeug an einer Werkbank zu ermöglichen. Neben dem Mitmachprogramm unter der Anleitung pädagogisch geschulter Experten steht die fachliche Unterstützung und Beratung der Erzieher/innen im Mittelpunkt. Damit soll das Bauhandwerk nachhaltig im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan verankert werden. (BSZ)

(Auch Familienministerin Emilia Müller versuchte sich an der Werkbank - Foto: Frank Kindermann)

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