Bauen

Die Lochfassade des Parkhauses. (Foto: SWR - Hanno Meier)

24.09.2010

Hell und freundlich

Das Parkhaus am Regensburger Dachauplatz wurde generalsaniert

Mit 700 Stellplätzen auf sechs Ebenen ist das Parkhaus Dachauplatz das größte der drei von der Stadtwerke Regensburg GmbH (SWR) betriebenen Parkhäuser in Regensburg. Nach der Sanierung ist es auch das modernste. 2004 begannen erste Renovierungsmaßnahmen, im Sommer 2006 startete die Generalsanierung des Parkhauses. Bereits im November 2008 standen die Parkplätze nach schwieriger Bauphase und umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder zur Verfügung; 2009 schließlich wurden die Fassade und die Geschäfte im Erdgeschoss fertig. Parken, einkaufen und genießen – all das ist nun unter einem Dach möglich.
Bei der Gestaltung des Parkhauses wurde der Anspruch, eine helle und freundliche Atmosphäre bei optimaler Funktionalität zu schaffen, konsequent verfolgt und erfüllt. Die Ein- und Ausfahrt führt jetzt einheitlich und übersichtlich über eine Straße. Gerade für Auswärtige stellen die parallelen Ein- und Ausfahrspuren eine enorme Erleichterung im Vergleich zu vorher dar. Die Stellplätze sind zwar durch die vorgegebene Grundstruktur mit 2,30 Metern nicht breiter geworden, aber breite Trennlinien und schräg angeordnete Buchten erleichtern das Einparken. Zudem sind auf jeder Parkebene in Ausgangsnähe großzügige Familienparkboxen ausgewiesen.
Ein Wege- und Farbleitsystem mit entsprechender Beschilderung führt Besucher auf kurzem Weg durch die einzelnen Ebenen zu den Ausgängen und Kassen, aber auch zu den Geschäften im Erdgeschoss. Details wie Silhouetten an den Treppenausgängen signalisieren: da kommen Leute zusammen. Aufeinander abgestimmte freundliche Farben mit hoher Unterscheidungskraft wurden für die einzelnen Stockwerke verwendet. Der Parkstandort bleibt so besser im Gedächtnis als bei reinen Buchstaben- oder Zahlenangaben. Ein Konzept, bei dem Architekturpsychologinnen ihre Ideen einbrachten und so zu einem übersichtlichen, offenen Raumeindruck beitrugen.
Die Lichtdurchflutung aller Bereiche vom Eingang über die Treppen und Aufzüge bis zu den Parkplätzen verbindet Sicherheitsaspekte mit Modernität und einem sympathischen Gesamteindruck. Die lichtdurchlässige Lochblechfassade sorgt für natürliche Helligkeit und bildet einen neuen, beeindruckenden Blickfang. Durch die fein gegliederten Metallgitter wirkt der Baukörper modern und imposant.
Im Zuge der Sanierung des Parkhauses Dachauplatz realisierte die SWR ein Nutzungskonzept, das eine massive Aufwertung für die Altstadt bedeutet. Das ungenutzte Areal einer ehemaligen Tankstelle erfuhr einen kompletten Wandel hin zur Einkaufs- und Genussmeile. Mit einem Bio-Supermarkt und mit der Markthalle Regensburg nach dem Vorbild traditioneller Markthallen sind Händler mit einem umfangreichen Sortiment ins Erdgeschoss des Parkhauses eingezogen. Kleinere Stände mit regionalen und internationalen Spezialitäten und Imbissgelegenheiten, eine Kochschule, eine Bar, ein Café, eine Tintenfüllstation und ein Architekturbüro runden das Angebot im Erdgeschoss ab.


Attraktives Nutzungskonzept


SWR-Hauptgeschäftsführer Bernd-Reinhard Hetzenecker freut sich, für die ungenutzte Fläche rund um die frühere Tankstelle eine für alle Beteiligten so attraktive Nutzungsmöglichkeit gefunden zu haben: „Das ist eine ideale Ergänzung zu unserem Parkangebot. Zudem sind die Läden hervorragend an den ÖPNV angeschlossen und auch zu Fuß von den Innenstadtbewohnern gut erreichbar.“
Am obersten Parkdeck genießen Besucher einen herrlichen Blick über die Altstadt des Weltkulturerbes Regensburg. Eine grandiose Kulisse für multifunktionale Nutzung. Die erste Modenschau auf dem Dach des Parkhauses war ein voller Erfolg und wird bestimmt nicht die letzte Veranstaltung über den Dächern von Regensburg gewesen sein. Noch in Arbeit ist die Sanierung der historischen Römermauer, die durch das Parkhaus verläuft. Sie soll mit Lichteffekten herausgestellt werden und einen eigenen Inforaum für Wissbegierige und Kulturinteressierte erhalten.
All diese Maßnahmen sind für den Dachauplatz als „östliches Tor“ zur Altstadt sowie für die gesamte Altstadt ein Gewinn. Das nächste Projekt – der Neubau des Parkhauses Petersweg ebenfalls in der Innenstadt – steht schon im Terminplan der Stadtwerke. Anfang 2011 sollen die Abrissarbeiten beginnen.  (BSZ)

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