Bauen

Das Verwaltungsgebäude und die Produktionshalle. (Foto: Baumann GmbH)

27.09.2013

Helle und freundliche Arbeitsplätze

Neubau eines Verwaltungsgebäudes und einer Produktionshalle der Baumann GmbH in Amberg

Die Baumann GmbH entwickelt und produziert schlüsselfertige Automationssysteme für Kunden der internationalen Automobilzuliefer- und Elektronikindustrie, Telekommunikation, Medizintechnik sowie Photovoltaiktechnik.
Seit 1999 entstanden am Hauptsitz in Amberg-Immenstetten die Produktions- und Verwaltungsgebäude der Baumann GmbH in verschiedenen Bauabschnitten.
Der 2012 fertiggestellte Neubau war notwendig geworden, um der Spitzenposition der Firma auf dem internationalen Markt der Automatisierungstechnik gerecht zu werden.
Auf dem Erweiterungsgrundstück von rund 13 000 Quadratmetern entstanden eine Produktions- und Lagerhalle mit einer Fläche von 3700 Quadratmetern sowie einem Verwaltungsgebäude mit 2000 Quadratmetern Büroflächen und Cafeteria für 370 Mitarbeiter.
Grundlage für das Gestaltungskonzept des Amberger Architekturbüros Harth + Flierl Architekten GmbH war es, die moderne Architektursprache der bereits bestehenden Gebäude aufzunehmen und fortzuführen.
Die Produktionshalle wurde als Stahlskelettkonstruktion mit einem wirtschaftlichen Grundraster von 7,50 Metern ausgeführt. Die größte Spannweite beträgt 22,5 Meter, in diesem Trägerfeld befindet sich die Kranbahn für einem Fünf-Tonnen-Kran.
Als Außenwand dient eine kostengünstige wärmegedämmte Kassettenkonstruktion mit schwarzem Trapezblech. Um der Fassade ihr charakteristisches Erscheinungsbild zu verleihen, wurden Reynobond-Aluverbundplatten in der Farbe Alu-Natur in unregelmäßigem Streifenmuster geschnitten und auf Abstand verlegt. So entsteht ein Streifenmuster mit Tiefenwirkung, das der Produktionshalle ihr charakteristisches Erscheinungsbild verleiht. Im Innenbereich findet dieses Muster bei den Treppengeländern und im Tapetenmuster seine Fortsetzung.

Zweites Geschoss eingebaut


Im Anschlussbereich an den Zwischenbau ist in der 8,40 Meter hohen Halle ein zweites Geschoss miteingebaut. Hier befinden sich die der Produktion zugehörigen Büro-, Besprechungs- und Sanitärräume. Dieses Geschoss wird über die gesamte Länge der Halle durch eine offene Galerie erschlossen. Außerdem bietet die Galerie einen großzügigen Blick über den gesamtem Produktionsbereich.
In der Halle befindet sich zentral ein abgetrennter Bereich, in dem die Lehrlingswerkstatt untergebracht ist.
In der neuen Produktionshalle sowie auch in der Verwaltung wurde auf eine helle und freundliche Arbeitsplatzatmosphäre besonderer Wert gelegt. Lange Alu-Fensterbänder in den Außenwänden und zusätzliche Oberlichtbänder gewährleisten dies. Unterstrichen wird die gefällige Atmosphäre darüber hinaus durch eine individuelle Wandgestaltung mit eigens entwickelten Grastapeten an den Galeriewänden. Außerdem wurde als auflockerndes Element eine Edelstahlrutsche miteingebaut.
Als Bindeglied zwischen Produktionshalle und Verwaltung dient ein zweigeschossiger Zwischenbau, der als Erschließungszone für alle Ebenen in der Halle und Verwaltung fungiert. In diesem befinden sich Haupteingang, Empfang und die Geschosstreppen.
Belichtet wir der Erschließungsbau über Glasfelder im Dach und begehbare Glasfelder in der Erdgeschossdecke.
Das Verwaltungsgebäude wurde als Stahlbetonskelettbau ausgeführt. Diese Bauweise ermöglicht eine flexible Grundriss- und Fassadengestaltung. Der Innenausbau erfolgte zum großen Teil durch Metall-Ständerwände im Trockenbau, die auch spätere Veränderungen ermöglichen.
Die S-förmige Spange des Verwaltungsbaus ist dreigeschossig. Die gebogenen Außenwandelemente aus Betonfertigteilen verbinden die beiden unteren Geschosse mit dem darüber liegenden 2. Obergeschoss, dieses beherbergt ein großzügiges Besprechungszimmer mit vorgelagertem Aufenhaltsraum, Teeküche und WC. Dem Aufenthaltsraum ist eine großzügige Dachterrasse angeschlossen, auf dem übrigen Dach der Verwaltung ist eine extensive Dachbegrünung aufgebracht. Im hinteren Gebäudeteil des Erdgeschosses und des 1. Obergeschosses der Verwaltung befindet sich die zweigeschossige Cafeteria mit Galerie und Innenhof.
Die Galerie wird über eine Wendeltreppe erschlossen. Im Anschluss zur Cafeteria befindet sich eine großzügige Küche mit Essensausgabe zur Verköstigung der Belegschaft. Im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss befinden sich die Büro- und Besprechungsräume der Verwaltung.

Kontrollierte Belüftung


Der Zwischenbau sowie auch die gesamte Verwaltung sind mit den Reynobond-Aluverbundplatten verkleidet, die senkrechten geschlossenen Außenwandteile der Verwaltung bestehen im Kern aus einer hochwärmegedämmten Holzkonstruktion. Die gebogenen und senkrechten Betonteile der Außen- und Innenwände dienen als Speichermassen.
Die Gebäude wurden energetisch berechnet und das thermische Verhalten am Computer simuliert. Grundlage des Energiekonzepts ist eine kontrollierte Be- und Entlüftung. Zur Sicherstellung des hygienischen Luftwechsels und zur Versorgung der Büroräume mit Frischluft wird für den Verwaltungsbereich ein modernes Zu- und Abluftgerät mit zweistufiger Wärmerückgewinnung verwendet.
Das Klimagerät wird speziell eingesetzt zur Wärme- und „Kälte-rückgewinnung“ in lufttechnischen Anlagen sowie zur umweltfreundlichen Sommerkühlung mittels der Verdunstungs-„Kälte“ von Wasser. Dank eines Doppel-Plattenwärmeaustauschers in Kreuz-Gegenstrom-Schaltung wird ein hoher Wärmerückgewinnungsgrad (Temperaturwirkungsgrad von über 75 Prozent) erzielt.
Im Sommer sorgt die „adiabate“ Verdunstungskühlung für eine „sanfte“ Klimatisierung, das heißt ohne Einsatz von zusätzlicher Energie, wie zum Beispiel Strom. Für die Belüftung des Verwaltungsbereichs wird ein Lüftungsgerät mit einer Luftmenge von etwa 16 500 m³/h eingesetzt. Ferner wurden die vorhandenen Speichermassen in das Belüftungskonzept miteinbezogen, das durch eine zusätzliche Nachtlüftung ergänzt wird. (BSZ)

(Das futuristisch anmutende neue Verwaltungsgebäude - Fotos: Baumann GmbH)

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