Bauen

Blick auf den Dammer Tor Platz und die Ladenzeile. (Foto: Firma Hörnig)

15.06.2012

Hier entsteht ein florierendes Stadtquartier

Das Dammer Tor Carré in Aschaffenburg

Das Aschaffenburger Dammer Tor Carré ist ein neuerrichtetes innerstädtisches Einkaufs- und Dienstleistungszentrums mit Einzelhandelspassage in Innenstadtlage. Es wird ergänzt durch Büros, Arztpraxen und Gastronomie sowie durch ein Parkhaus mit rund 600 Stellplätzen.
Das Objekt liegt direkt am neu errichteten Hauptbahnhof. Durch die sehr gute infrastrukturelle Anbindung und die fußläufige Durchbindung zum Hauptbahnhof wird das Dammer Tor Carré ein neuer zentraler Standort und das gesamte nördliche Einzugsgebiet Aschaffenburgs mit der Innenstadt verbinden. Durch den Neubau der Fachoberschule in direkter Nachbarschaft und der neuen Hauptverkehrsstraße Nordring werden sich der positive Trend und die damit verbundene Frequentierung weiter verstärken.
Mit dem Dammer Tor Carré entstand ein Einkaufs- und Dienstleistungszentrum mit einer Gesamtfläche von rund 20 000 Quadratmetern. Rund 7500 Quadratmeter Einzelhandelsfläche und etwa 6300 Quadratmeter Büro-, Dienstleistungs- und Praxisflächen bilden den perfekten Branchenmix für ein florierendes Stadtquartier.
Doch auch hinsichtlich Nachhaltigkeit zeichnet sich das Dammer Tor Carré aus. So ist es das erste Einkaufszentrum Deutschlands mit autarker Beheizung via Geothermie (Erdwärme).
Die Stadt Aschaffenburg gestaltet den neuen öffentlichen Platz „Dämmer Tor“, welcher direkt in die Fußgängerpassage des Dammer Tor Carrés integriert ist. Mit Hilfe des Städtebauprogramms „Soziale Stadt“ gewinnt der Standort durch Bäume, Bänke und einen Brunnen weiter an Attraktivität. Der Platz dient unter anderem auch zur Verkehrsberuhigung und wird durch Bushaltestellen, Taxistandplätze und Fahrradstellplätze an die Lange Straße angebunden. Des Weiteren werden Bankautomaten installiert. So entwickelt sich das Dammer Tor Carré genau zu dem, was es sein soll: Ein genial zentraler Einzelhandels- und Dienstleistungsstandort mit hoher Attraktivität in modernstem Ambiente.
Das Dammer Tor Carré ist der erste große Schritt zu einem florierenden Stadtquartier. Bereits jetzt finden das Objekt und der neue zentrale Standort Bahnhof Nord größten Anklang in der Region. Auf bis zu 6000 Quadratmetern weiterer Entwicklungsfläche besteht höchstes Entwicklungspotenzial. Hierbei sind individuelle Projektentwicklungen möglich. Das Gebiet rund um das Dammer Tor Carré wird somit seinem Slogan „Genial zentral“ gerecht und ein frequentiertes innerstädtisches Zentrum bilden, welches vor allem das gesamte nördliche Einzugsgebiet um Aschaffenburg mit der Innenstadt verbindet.
Derzeit wird das Gebiet Bahnhof Nord über die Lange Straße infrastrukturell angebunden. Durch die Fertigstellung der neuen Hauptverkehrsachse Nordring (als Bahnparallele) und der beiden Spangen Bert-Brecht-Straße und Heinrich-Böll-Straße ergeben sich hinsichtlich der Verkehrsanbindungen ganz neue Möglichkeiten, das Dammer Tor Carré schnell aus jeder Richtung des Einzugsgebiets Aschaffenburg zu erreichen. Dies macht das Dammer Tor Carré nicht nur attraktiver für Mieter und deren Mitarbeiter aufgrund der Erleichterung der Arbeitswege, auch die Kundenfrequentierung wird sich dadurch positiv verändern.
Das Dammer Tor Carré ist ein Projekt – unter anderem Bauherr und Generalplaner – der Adam Hörnig Baugesellschaft, Aschaffenburg.

Ein Public Private Partnership-Modell


Anfang April 2012 eröffneten die Stadtwerke Aschaffenburg ein besonderes, ein bemerkenswertes, ein außergewöhnliches Parkhaus, das Pendlerparkhaus Dämmer Tor am Hauptbahnhof, so Dieter Gerlach, Werkleiter der Stadtwerke Aschaffenburg. „Das Pendlerparkhaus steht am Ende einer gezielten Entwicklung am Aschaffenburger Hauptbahnhof, nämlich die verschiedenen Verkehrsträger an einem Punkt sinnvoll miteinander zu vernetzen. Hier am Hauptbahnhof ist der Umstieg als Fußgänger oder Radfahrer, als Autofahrer, Busnutzer oder Bahnfahrer von jedem Verkehrsmittel auf jedes Verkehrsmittel mit kürzest möglichen Wegen möglich. So wird öffentlicher Personennahverkehr attraktiv“, betonte der Werkleiter bei der Eröffnung.
Das neue Parkhaus steht für kurze Umstiegszeiten, moderne Anlagen und gut organisierte Infrastruktur. Die Menschen aus dem Umland von Aschaffenburg können mit diesem Pendlerparkhaus den Großraum Rhein-Main auch ohne Autofahrt bequem, schnell und komfortabel und zudem günstig erreichen.
Eine Besonderheit des Pendlerparkhauses am Dämmer Tor ist, dass es als Public Private Partnership-Modell (PPP) gebaut wurde. Für alle Beteiligten ein Novum, so Gerlach. „Die Stadtwerke bauen nicht selbst ein Parkhaus oder mieten ein vollständiges Parkhaus, nein, ein privater Investor baut ein komplettes Objekt und daraus kaufen die Stadtwerke zu vorher vereinbarten Bedingungen und zu einem festgelegten Preis vier Parketagen, um sie verschiedenen Nutzungen zuzuführen.“
In dieser Art wurde dies zum ersten Mal so praktiziert, in der Zusammenarbeit zwischen der Firma Hörnig und den Stadtwerken Aschaffenburg. Nach Abschluss der Maßnahmen konnte Gerlach feststellen: „Es ist gelungen.“ Zeitvorgaben, Preisvorgaben, Qualitätsvorgaben, alles wurde eingehalten. Dank großzügiger Förderung der Regierung von Unterfranken für das Park & Ride-Konzept in Bahnhofsnähe gelang es, eine sinnvolle bauliche Integration und ein sehr preiswürdiges Angebot an den Kunden weiterzugeben. Ursprünglich war laut Gerlach angedacht, neben diesem Parkhaus auf der benachbarten freien Fläche einen ebenerdigen Park & Ride-Parkplatz anzulegen. Durch Verhandlungen zwischen Stadtwerken, Stadt und Investor konnte erreicht werden, dass der Park & Ride-Parkplatz in das geplante Parkhaus in Etage 5 und 6 integriert werden konnte. Damit wurde freier Raum geschaffen für zusätzliche gewerbliche Nutzung auf der ehemaligen Park & Ride-Parkplatzfläche.
Der gewährte Zuschuss der Regierung von Unterfranken erlaubt es zudem, auf dieser Park & Ride-Fläche ein außerordentlich günstiges Parkplatzangebot an die Pendler zu realisieren. 30 Euro für ein Monatsabo, 2,50 Euro für eine Tageskarte, diese Preise fürs Parken in direkter Nähe zum Hauptbahnhof sind unschlagbar günstig, betonte der Werkleiter.
Das neue Parkhaus ist laut Gerlach unter Klimaschutz- und Umweltgesichtspunkten eine echte Innovation. Sehr innovativ ist die Beleuchtungsanlage im Parkhaus. Hier wurden ausschließlich LED-Leuchtmittel verbaut, die durch einen sehr niedrigen Energieverbrauch bestechen. Zusätzlich wurde die komplette Beleuchtungsanlage mit einer tages- und nutzerabhängigen Steuerung versehen, sodass Licht nur in dem Maße und zu dem Zeitpunkt brennt, wenn es Nutzer- oder die Tageslichtsituation wirklich erfordern. Damit wird der Energieverbrauch des Parkhauses auf ein Minimum reduziert.
Innovativ ist aber auch die Mobilität und Energieerzeugung von morgen. Auf dem Dach des Parkhauses wurde eine, nicht gerade kleine, Photovoltaikanlage mit einer Leistung von insgesamt 200 kWp errichtet, erklärte der Werkleiter. Mit den Stromerträgen aus dieser Photovoltaikanlage können mit Hilfe von Elektroautos rein rechnerisch in einem Jahr 1,3 Millionen Kilometer zurückgelegt werden.

Stellplätze für Elektromobilnutzer


„Nur so macht Elektromobilität auch Sinn. Wenn der Strom für die Elektroautos nicht aus regenerativen Quellen stammt, ist das Fahren heute mit einem modernen Diesel oder Benzinfahrzeug klimafreundlicher und umweltfreundlicher als mit einem Elektromobil. Dies kehrt sich bei der Nutzung von regenerativem Strom für die Elektromobilität allerdings um. Hier in diesem Pendlerparkhaus sind die Dinge sinnvoll miteinander verknüpft“, sagte der Werkleiter. Die Photovoltaikanlage erzeugt Strom, auf jeder Parketage wurden vier Elektromobilstellpätze mit Lademöglichkeit eingerichtet damit kann der regenerative Strom direkt „getankt“ werden. Eine Lademöglichkeit für Elektromobile ist aber nur sinnvoll, wenn sie auch exklusiv für solche Autos freigehalten werden kann.
„Wir haben uns daher zu einem sehr innovativen Bewirtschaftungskonzept entschieden, die Parkplätze für Elektromobile sind mit Bügelsperren und Ladesäulen ausgerüstet. Der Elektromobilnutzer kann hier ein Parkplatzabo erwerben mit einer so genannten Flatrate, Tanken und Parken sind im Preis inbegriffen. Insgesamt stehen für diese Nutzung 20 Parkplätze zur Verfügung. Energiesparender Betrieb, regenerative Stromerzeugung, Verbrauch des regenerativen Stroms für Elektromobilität und Betankung vor Ort. Dieses Konzept ist rund“, betonte Gerlach. (FHH)

(Parkhaus Dämmer Tor, Spindelzufahrt - Foto: Stadtwerke Aschaffenburg)

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