Bauen

105 Einzelmodule wurden gekoppelt und montiert. (Foto: Schimkat Fotodesign)

09.07.2010

In sieben Wochen realisiert

Ein Modul-Campus aus 105 Einzelteilen

Die Hochschule für Gestaltung (HfG) in Schwäbisch Gmünd blickt auf eine strapaziöse Zeit zurück. Nach bösen Vorahnungen steht fest, dass eines der Hochschul-Hauptgebäude aus statischer Sicht voll sanierungsbedürftig ist. Die Sanierungsarbeiten werden auf fünf Jahre geschätzt. Nach zahlreichen Gesprächen, Verhandlungen und Finanzierungsüberlegungen wird deutlich, dass der Hochschulbetrieb während der andauernden Sanierung komplett ausgelagert werden muss.
Einige bereits bestehende Räumlichkeiten mit einer Gesamtfläche von 2200 Quadratmetern können zu diesem Zweck angemietet werden. Der tatsächliche Raumbedarf von insgesamt 4000 Quadratmetern ist hierdurch jedoch nicht gedeckt. Die fehlenden 1800 Quadratmeter Lehr-Fläche werden schließlich aus der Idee eines modernen Modul-Campus gewonnen. Ausschlaggebend für die modulare Lösung sind einerseits die bauliche Flexibilität und Mobilität sowie eine schnelle Verfügbarkeit. Andererseits lassen sich öffentliche Maßgaben wie die Energiesparverordnung (EnEv) integrieren oder etwa auch die Anpassung an klimatische Bedingungen durch Schattendächer oder Klimaanlagen realisieren.
Entlang der modularen Idee entsteht während der Semesterferien in nur sieben Wochen ein neuer und voll funktionsfähiger Campus: 105 Einzelmodule werden gekoppelt und montiert sowie Heizungen, Elektrik und Sanitäreinrichtungen installiert. Neben Büroräumlichkeiten wie auch (behindertengerechten) Sanitärräumen entstehen so drei PC-Pools, ein Foto- und ein Medienlabor sowie zahlreiche Projekt- und Seminarräume, die durchgängig mit EDV-Anschlüssen ausgestattet sind.
Seit Beginn des Sommersemesters im April beleben die rund 450 Studierenden der HfG Schwäbisch Gmünd den Modul-Campus. Bei regelmäßigen Stippvisiten macht sich bemerkbar wie das Areal von den Kreativen zunehmend eingenommen wird. Künstlerische Applikationen werden rund um den Modulbau sichtbar. Gemäß dem Motto des schwäbischen Mobilraumanbieters Oecon „Mehr Raum durch Ideen…“ scheinen die Studenten nicht nur in ihrem neuen Campus angekommen zu sein, sondern auch der Campus bei den Studierenden. (BSZ)

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