Bauen

Konjunkturumfrage 2015 der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau: 68 Prozent der befragten Ingenieure geben an, Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen mit qualifiziertem Personal zu haben. (Grafik: Bayerische Ingenieurekammer-Bau)

28.04.2015

Ingenieurmangel bereitet Sorgen

Konjunkturumfrage 2015 der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

Der Ingenieurmangel am Bau besteht weiterhin – dies geht aus der Konjunkturumfrage 2015 der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau hervor. Rund 43 Prozent der befragten Ingenieure haben offene Stellen zu besetzen und über zwei Drittel der Büros geben an, Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen mit qualifiziertem Personal zu haben. „Wir beobachten diese Entwicklung mit großer Sorge“, sagt der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Heinrich Schroeter. „Wir müssen es schaffen, mehr junge Menschen für den vielseitigen Beruf des Ingenieurs im Bauwesen zu begeistern. Ingenieure planen, bauen und erhalten unsere moderne Infrastruktur. Sie bauen Straßen, Brücken, Tunnel, Häuser und sind die Macher der Energiewende. Wenn nicht mehr genügend Menschen in diesem schönen Beruf, der viele Zukunftsperspektiven zu bieten hat, arbeiten, wird das über kurz oder lang jeder Einzelne zu spüren bekommen“, warnt Schroeter.
Der beträchtliche Mangel an Ingenieuren des Bauwesens auf dem Arbeitsmarkt gefährdet nicht nur das wirtschaftliche Wachstum und die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen, auch Marktchancen können nicht genutzt werden. Dies beeinträchtigt Attraktivität und Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Bayern. Eine Verknappung von insbesondere natur- und ingenieurwissenschaftlichem Personal nicht nur auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch in der Forschung und Entwicklung lassen negative Auswirkungen auf die Innovationsfähigkeit vieler Unternehmen befürchten und könnten sich damit als Wachstumsbremse – mit negativen Folgen für das Gemeinwesen und den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Bayern – erweisen.
Die allgemeine Geschäftslage und das derzeitige Auftragsvolumen ihres Planungsbüros bewerten rund 70 Prozent der Umfrage-Teilnehmer als gut. Im zurückliegenden Jahr 2014 ist das Auftragsvolumen bei 48 Prozent gestiegen, bei 46 Prozent gleich geblieben und bei sechs Prozent gesunken. Für das Jahr 2015 gehen jedoch nur 33 Prozent von einem steigenden Auftragsvolumen aus. 54 Prozent rechnen mit einem gleichbleibenden und 13 Prozent mit einem sinkenden Auftragsvolumen. (BSZ)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 42 (2017)

Sollen Arbeitnehmer das Recht haben, auf eine 28-Stunden-Woche zu reduzieren?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 20. Oktober 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter IG-Metall Bayern

(JA)

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.