Bauen

09.09.2011

Innenstadtumfahrung ist fertig

Kitzingen hat eine neue Nordtangente

Kitzingen hat seit Kurzem einen voll funktionsfähigen Tangentenring um die Innenstadt. Nachdem der Bauabschnitt Nordtangente BA I fertiggestellt wurde, kann nun das Zentrum der unterfränkischen Kreisstadt umfahren werden.
Der Bauabschnitt Nordtangente BA I ist das Bindeglied zwischen der bereits im Jahre 1985 begonnenen Westtangente und dem Bauabschnitt Nordtangente BA II, der 2003 mit einem Brückenfest offiziell eingeweiht wurde. Nach Fertigstellung des Lückenschlusses wird nun der Tangentenring um die Innenstadt voll funktionsfähig.
Mit den ersten Bauarbeiten des BA I wurde 2006 begonnen. Der Straßenbau zwischen Anbindung Alte Poststraße bis zum Beginn Nordtangente BA II wurde erstellt. In diesem Zuge wurde auch die erste Bohrpfahlwand BW 4 (im Anschluss an die neue Eisenbahnüberführung) hergestellt. Der Abschnitt diente im Weiteren als Baustellenzufahrt für die darauf folgenden Bauleistungen. Die Ausführung der Bauleistungen wurde von der Firma Leonhard Weiss erbracht.
Mit der Erstellung der Eisenbahnüberführung BW 5 wurde 2007 begonnen. Die Planung und Durchführung wurde durch die DB AG ausgeführt. Die Bauleistungen hat das Unternehmen Kassecker ausgeführt. Der Umbau Knotenpunkt Nordtangente/B8 mit Ausbau der Schützenstraße wurde 2008 durchgeführt. Ausführende Baufirma war die Firma Stolz. Im Kreuzungsbereich mussten mehrere bestehende Gebäude im Zuge der Baufeldfreimachung abgerissen werden. Sämtliche Versorgungsleitungen wurden erneuert und den neuen Verhältnissen angepasst. Im Zuge der Maßnahme wurde die Böschungsfußmauer BW 6 (Bereich Schützenstraße), ein Regenklärbecken (unter Grünfläche vor Viadukt) sowie die Verbreiterung der Mühlbachverrohrung (unter der B8) mit ausgeführt.
Mit dem letzten Abschnitt (Lückenschluss) wurde im April 2009 begonnen. Dieser beinhaltet den Straßenbau ab B8-Knoten bis zur Anbindung der Alten Poststraße sowie Anschluss zum Eselsberg/Richard-Wagner-Straße. Die alte Einfeldbrücke über die DB-Trasse zum Eselsberg wurde abgerissen und durch ein neues Vier-Feld-Bauwerk ersetzt. Die neue Brücke ist im Gegensatz zur alten zweispurig und überspannt die DB-Trasse Würzburg – Fürth, die Nordtangente sowie die Zufahrt zum neuen Ersatzparkplatz. Die am Brückenbauwerk BW 5 anschließende Bohrpfahlwand mit Sichtbetonverkleidung wurde mit erstellt. Der Auftrag für die Bauleistungen wurde an die Arbeitsgemeinschaft Glöckle/Stratebau vergeben.
Im Zuge der Erstellung des Lückenschlusses wurden rund 60 000 Kubikmeter Boden ausgebaggert. Der wieder verwendbare Boden wurde zum Teil im Baufeld sowie in den Straßendamm für den zukünftigen Anschluss der Nordtangente an die St 2272 eingebaut.
Der letzte Abschnitt des BA I geht über einen Bereich des Altbergbaus. Im Zuge der Maßnahme wurden alte Stollen verschlossen bzw. aus Standsicherheitsgründen verfüllt. Des Weiteren gehören zu dieser Maßnahme die Erstellung von sechs Lärmschutzwänden, zwei davon entlang der DB-Trasse Würzburg-Fürth, sowie die erforderlichen Beschilderungs-, Markierungs-, Lichtsignalanlagen- und Begrünungsarbeiten.
Seit April 2011 wird zudem der Bereich Abfahrtsrampe Nordtangente/St 2271 (nördlicher Anschluss an die Staatsstraße Richtung Hörblach – Großlangheimer Straße) umgebaut. Um den neuen Verkehrsverhältnissen gerecht zu werden, werden hier Fahrbahnverbreiterungen mit Deckenerneuerungen ausgeführt. Im Kreuzungsbereich wird eine Lichtsignalanlage, mit Koordinierung an die bestehende Lichtsignalanlage St 2271/Richthofenstraße, errichtet. Die Bauarbeiten werden planmäßig, bis auf Restarbeiten, bis zur Verkehrsfreigabe bzw. Beginn der Kleinen Gartenschau abgeschlossen. (BSZ)

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