Bauen

Sprengung des 75 Meter hohen Schornsteins. (Foto: Bayerische Hausbau)

17.07.2017

Kamin gesprengt

Mauerwerksschornstein am Nockherberg wurde jetzt gesprengt

Letzten Samstag, um 11.00 Uhr, hat die Bayerische Hausbau im Beisein von rund 600 interessierten Bürgern den 75 Meter hohen Mauerwerkschornstein am Nockherberg gesprengt. Bis 2023 entstehen an der Welfen-, der Reger- und der Falkenstraße insgesamt rund 1500 Wohnungen. Im Zuge der Abbrucharbeiten der Bestandsgebäude auf dem ehemaligen Betriebsareal der Paulaner Brauerei musste der 50 Jahre alte Schornstein weichen. Bis zum Umzug der Paulaner Brauerei nach Langwied diente er auf dem rund 85.400 Quadratmeter großen Teilareal an der Regerstraße als Kamin des Kesselhauses, in dem die Wärme für den Prozess des Bierbrauens produziert wurde.

Mit dem Zündungsbefehl „Achtung ich zähle – 1, 2, 3 – Zündung“ wurde ein rund zwei Meter hohes Sprengmaul in den Schaft des Schornsteins gesprengt. Daraufhin fiel der Mauerwerkschornstein kontrolliert in ein parallel zur Regerstraße eigens dafür vorbereitetes Schuttbett. Um den Aufprall abzupuffern, wurden im Fallbett zehn bis zu 2,5 Meter hohe Querwälle aus Bauschutt aufgeschüttet, abgeschlossen durch einen rund fünf Meter hohen Endwall. Das Fallbett wurde beidseitig bewässert, um die Staubentwicklung während des Sprengvorgangs möglichst gering zu halten. Auch die ehemaligen Brauereigebäude an der Regerstraße waren als Schutzvorkehrung bislang stehen geblieben.

Auf den insgesamt rund neun Hektar großen Arealen an der Welfen-, der Falken- und der Regerstraße plant die Bayerische Hausbau in der Münchner Au rund 1500 Wohnungen für Familien, Paare und Singles. Bis zu 3500 Menschen werden auf insgesamt rund 148.800 Quadratmetern Geschossfläche ein neues Zuhause finden. Dabei werden die Vorgaben der sozialgerechten Bodennutzung eingehalten: 30 Prozent der Wohnfläche sind für geförderten Wohnungsbau vorgesehen. Mit ergänzenden Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungsflächen – darunter vier Kindertagesstätten – wird eine Infrastruktur geschaffen, die nicht nur für das neue Quartier, sondern auch für die direkte Umgebung einen Mehrwert bietet. Darüber hinaus plant die Bayerische Hausbau auf den bisherig ausschließlich industriell genutzten und vollständig versiegelten Arealen auf mehr als 14.000 Quadratmetern weitläufige Grünflächen mit Spielanlagen für Kinder. Ein Fuß- und Radwegenetz wird bestehende Wege sinnvoll fortsetzen und zudem neue Wegebeziehungen ermöglichen.

Begonnen haben die Abbrucharbeiten der Bestandsgebäude an der Falkenstraße Ende 2016. Mit den Bauarbeiten startete die Bayerische Hausbau in der Welfenstraße im Frühjahr 2017, in der Falkenstraße im Frühjahr 2018. Die ersten Bewohner können dann voraussichtlich Ende 2019 in die Gebäude an der Falkenstraße und Anfang 2020 in die Gebäude an der Welfenstraße einziehen. Ein Teil der Gebäude in der Regerstraße – auf diesem Areal ist ebenfalls im Frühjahr 2018 Baubeginn – wird 2020 bezugsfertig sein. Insgesamt sollen die Arbeiten bis 2023 abgeschlossen werden. (BSZ)

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