Bauen

Das Eiserne Haus im Nymphenburger Schlosspark ist wieder geöffnet. (Foto: Schlösserverwaltung)

09.07.2014

Kleinod im Schlosspark Nymphenburg

Das Eiserne Haus ist wieder geöffnet

„Nach vierjähriger Sanierung ist das Eiserne Haus im Schlosspark Nymphenburg ab sofort wieder geöffnet", freute sich Albert Füracker, Finanzstaatssekretär, heute bei der Wiedereröffnung des ehemaligen Pflanzenhauses für die königliche „botanische Sammlung". Seit 2010 wurde das Eiserne Haus fortlaufend restauriert und war seit 2011 für den Veranstaltungsbetrieb geschlossen – jetzt ist es wieder geöffnet. „Die Sanierung war dringend nötig. Ziel war es, die historische Bausubstanz bestmöglich zu erhalten und gleichzeitig eine moderne Nutzung eines der schönsten Veranstaltungsräume in München zu ermöglichen", erklärte Füracker. „Dafür haben wir rund eine Millionen Euro investiert“.

Witterungseinflüsse an der Eisen-Glas-Konstruktion

Die vierjährige Sanierung war insbesondere aufgrund von Witterungseinflüssen an der Eisen-Glas-Konstruktion unumgänglich. Doch nicht nur im Außenbereich wurde das Eiserne Haus generalüberholt. „Mit Hilfe einer botanischen Pflanzenliste von 1826 haben wir versucht, die ursprüngliche botanische Sammlung von König Max I. Joseph in Teilen wieder aufleben zu lassen", erlklärte der Staatssekretär. „Natürlich kombiniert mit moderner Technik, wie automatisierten Bewässerungsanlagen." Auch in die Veranstaltungsnutzung wurde investiert: Die Haustechnik wurde rundum-erneuert, der Catering-Bereich renoviert und der Zugang barrierefrei gemacht.

1867 abgebrannt

Das rund 76 Meter lange Eiserne Haus, zunächst als Holzständerbau im Jahr 1807 erbaut, diente ursprünglich als erstes von drei Gewächshäusern der „Botanischen Sammlung", die Friedrich Ludwig von Sckell zwischen 1807 und 1820 für den botanisch interessierten König Max I. Joseph errichtete (weitere: Geranienhaus 1816, Palmenhaus 1820). Das Eiserne Haus beherbergte ursprünglich verschiedene exotische Pflanzen aus aller Welt. Die Aufteilung in verschiedene „Kalthaus"- und „Warmhaus"-Abteilungen war damals technisch höchst innovativ. Für angenehme Temperaturen in kalten Monaten sorgten große Öfen in den rückwärtigen Gangbereichen. 1867 brannte der ursprüngliche Holzbau ab und wurde 1868 in damals moderner Eisenkonstruktion neu errichtet. Die massiv gebauten seitlichen Kopfbauten des ursprünglichen Baus blieben bestehen. Zur Temperaturregulierung wurden bereits damals jeweils im unteren und oberen Bereich Lüftungsflügel eingebaut, die bei starker Sonneneinstrahlung für einen Durchzug sorgen. (BSZ)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 42 (2017)

Sollen Arbeitnehmer das Recht haben, auf eine 28-Stunden-Woche zu reduzieren?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 20. Oktober 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter IG-Metall Bayern

(JA)

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.