Bauen

Die neue Vohburger Mehrzweckhalle mit der Kletteranlage an der Außentreppe. (Foto: Architekturbüro Mayer)

21.01.2011

Klettern an der Fassade

Neubau einer Mehrzweckhalle in Vohburg

Ende November 2010 wurde nach knapp eineinhalbjähriger Bauzeit die neue Turnhalle in Vohburg, die Agnes-Bernauer-Halle, feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Mit der Vorplanung und dem Entwurf hatte der Ingolstädter Architekt Claus Mayer bereits im Herbst 2001 begonnen, damals noch unter der Regie des inzwischen verstorbenen Bürgermeisters Rudi Fahn. Den Planungsauftrag einschließlich Werkplanung erhielt Mayer schließlich im Dezember 2008 vom jetzigen Bürgermeister Martin Schmid.

Gestalterisch abseits ausgetretener Wege


Nach Erhalt des Baugrundgutachtens wurde die Vorfreude etwas getrübt, so der Architekt, denn schwierige Bodenverhältnisse erforderten eine kostenträchtige Pfahlgründung, um die Standsicherheit nachweisen zu können. Die Genehmigung wurde dann im Juni 2009 erteilt.
Der Baubeginn erfolgte am 17. August 2009. Das Richtfest konnte bereits am 12. Februar 2010 gefeiert wurde. Die neue Sporthalle hat eine Grundfläche von 1819 Quadratmetern und eine Geschossfläche von 2829 Quadratmetern. Der umbaute Raum beläuft sich auf 18 300 Kubikmeter. Die Agnes-Bernauer-Halle hat die Innenmaße 44,00 x 23,00 Meter und die Außenmaße von 45,28 x 39,28 Meter. Die lichte nutzbare Höhe beläuft sich auf 7,0 Meter und die Traufhöhe beträgt 10,8 Meter. Als Hallenfläche stehen knapp über 1000 Quadratmeter zur Verfügung.
Nach dem Rohbau ging es laut Mayer in der nächsten Phase um die Gestaltung und Ausstattung der Räumlichkeiten. Hier wurde dem Turnhallenausschuss das Ausbaukonzept vorgestellt. Der Architekt freute sich über den Mut der Entscheidungsträger, sich „ab und an gestalterisch abseits ausgetretener Wege zu bewegen“. So durchziehen sich das Farb- und Materialkonzept durchgängig von Außen nach Innen und umgekehrt.
Die neue Halle ist in eine kleine und eine große Spielfläche unterteilbar. Sie hat die Möglichkeiten für Bühnenstellungen in Längs- und Querrichtung und weist Varianten für eine Bestuhlung für bis zu 600 Personen für Veranstaltungen auf. Ferner sind Geräteeinrichtungen für Handball, Basketball, Badminton und eine mobile Bande für Hallenfußball vorgesehen. Darüber hinaus gibt es eine Küche im Erdgeschoss für Catering und einen Kiosk auf der Galerie für die direkte Versorgung der Zuschauer. Das Hallenfoyer hat eine Fläche von etwa 230 Quadratmetern. Im 1. Obergeschoss der neuen Halle befinden sich großzügig gestaltete Umkleide- und Sanitärbereiche, eine Galerie mit Zuschauerrängen sowie ein gut ausgestatteter Gymnastikraum, der sich bestens für Fitnesssportarten, wie zum Beispiel Yoga und Pilates eignet. Die Technikräume sind im 2. Obergeschoss untergebracht.

Angegliedert an die bestehende Schulsporthalle


Die Agnes-Bernauer-Halle gliedert sich im Osten an die bestehende Schulsporthalle an und kann sowohl über deren Turnhallengang wie auch über eigene Zugänge erschlossen werden.
Betreten wird die Halle über ein großzügiges Foyer mit repräsentativem Treppenaufgang zum 1. Obergeschoss. Da der Fokus des Neubaus neben der sportlichen Nutzung vor allem auf kulturellen Veranstaltungen liegt, ist die Halle mit hochwertiger Audiotechnik ausgestattet und bietet erstklassige akustische Verhältnisse.
Die behindertengerechte Ausstattung (unter anderem Aufzug, Sanitärräume für Behinderte) ermöglicht eine barrierefreie Nutzung der gesamten Mehrzweckhalle.
Großzügig gestaltete Außenanlagen ermöglichen neben dem Hauptzugang – über den Schulhof von der Hartackerstraße – auch einen Zugang von der Jahnstraße aus (Parkplätze). Als Besonderheit im Bereich der Trendsportarten wurde an den Wandscheiben der Außentreppe im Osten der Halle eine Kletteranlage installiert. (FHH)

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