Bauen

Kammerpräsident Lutz Heese mit dem Scheck von Sozialministerin Emilia Müller. (byak)

18.05.2015

Kompetente Beratung

Startschuss für bayernweite "Beratungsstelle Barrierefreiheit" gegeben

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller gab vor Kurzem im Haus der Architektur in München den Startschuss für die „Beratungsstelle Barrierefreiheit“ in Bayern. Die Ministerin überreichte dem Präsidenten der Bayerischen Architektenkammer Lutz Heese dazu einen Förderbescheid in Höhe von über 360.000 Euro. „Um unser Ziel eines barrierefreien Bayerns bis 2023 zu erreichen, müssen wir umfassend ansetzen und alle Kräfte bündeln. In einem ersten Schritt werden wir daher die Barrierefreiheit in öffentlich zugänglichen Gebäuden, im Bereich der Mobilität und der Bildung bis 2016 voranbringen. Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist die neue ‚Beratungsstelle Barrierefreiheit‘ der Bayerischen Architektenkammer. Dank unserer Förderung steht sie zukünftig bayernweit als zentrale Anlaufstelle rund um das Thema Barrierefreiheit offen. Die Experten der Architektenkammer und ihrer Partner bieten eine kompetente Beratung, die die Bedürfnisse von allen Menschen umfasst“, so die Ministerin.
Der Präsident der Bayerischen Architektenkammer Lutz Heese bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen: „Die für die Erweiterung des Angebots notwendigen Schritte werden wir zügig umsetzen. Barrierefreiheit ist ein Thema, das uns alle angeht. Es ist keine Pflicht, sondern ein Gewinn, wenn sich Menschen mit oder ohne Einschränkungen auf Augenhöhe begegnen. Hier zu unterstützen, haben wir uns mit unserer Beratungsstelle zur Aufgabe gemacht; eine große, anspruchsvolle und ehrenvolle Aufgabe, die nur gemeinschaftlich im Team bewältigt werden kann!“
Das Expertenteam der Bayerischen Architektenkammer berät seit 1984 wie Barrierefreiheit in der gebauten Umwelt optimal umgesetzt werden kann. Mit ihrer Beratungsstelle ist die Kammer bereits an acht Standorten in Bayern ansässig. Sie berät dabei dienstleistungs-, firmen- und produktneutral. Als starke Partnerin des Programms „Bayern barrierefrei 2023“ wird sie nun ihr Angebot stufenweise in ganz Bayern erweitern. Als „Beratungsstelle Barrierefreiheit“ wird sie zukünftig an 16 und damit doppelt so vielen Standorten in Bayern vertreten sein. Die Beratung wird zudem über den Baubereich hinaus alle Fragen der Barrierefreiheit umfassen.
Die Staatsregierung hat das Ziel, Bayern bis 2023 barrierefrei zu machen. Dazu wird sie die Barrierefreiheit zunächst auf drei priorisierten Handlungsfeldern voranbringen. Wichtig war dabei die Maxime, dort anzusetzen, wo die Barrierefreiheit für das alltägliche Leben der bayerischen Bevölkerung von elementarer Bedeutung ist. Bestandteil des Vorhabens ist daher der Abbau von baulichen Barrieren in öffentlichen Gebäuden und der uneingeschränkte Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die gleichberechtigte akustische und visuelle Nutzbarkeit von Systemen der Informationsverarbeitung. (BSZ)

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