Bauen

Die neue Großostheimer Realschule kurz vor ihrer Fertigstellung. (Foto: Landratsamt Aschaffenburg)

01.02.2013

Lichtdurchflutet und kompakt

Großostheim hat seit dem Schuljahr 2012/2013 eine neue Realschule

Das Entwurfskonzept zum Neubau der Staatlichen Realschule Großostheim ist aus der gegebenen städtebaulichen Situation des Grundstücks, mit möglichem Haupteingang im Norden, aber Hauptzustrom der Schüler vom Süden entwickelt. Durch die Anordnung von zwei in ihrer Kubatur klar gegliederten, U-förmigen Gebäudeteilen, die leicht versetzt gegeneinander gestellt sind, entstehen rund um das Gebäude Vorplätze und Innenhöfe, die je nach Ausrichtung und Ausgestaltung unterschiedliche Funktionen haben.
Im Zwischenraum der Gebäudeteile entwickelt sich die von Norden nach Süden durchgehende Eingangs- und Pausenhalle, eine moderne Interpretation der halböffentlichen, wettergeschützten Passagen, wie sie zum Beispiel in den Altstädten von Mailand oder Den Haag zu finden sind.
Entsprechend der Bauform der Passage entstehen zwei Eingänge, zum einen ein Haupteingang von der Stadtseite sowie ein gleichwertiger Eingang von der Busparkplatzseite. Diese beiden Eingänge bilden die Zugänge in den halböffentlichen Raum der Schule – die 3-geschossige Pausen- und Erschließungshalle –, die zugleich das Zentrum der Schule bildet.
An ihr liegen alle wichtigen Bereiche der Schule. Von hier gelangt man direkt zu den Fachklassen, der Verwaltung sowie über anschließende Flurbereiche zu weiteren Klassenräumen. Die Halle ist somit der Verteiler- und gleichzeitig der Kommunikationsraum der Schule. Auch der Zugang zur Sporthalle, die sich in einem der entstehenden Innenhöfe befindet und auf deren Dach der begrünte Lern- und Lesehof angeordnet ist, wird von der Halle aus realisiert.
Es ergibt sich somit insgesamt eine kompakte und trotzdem klar gegliederte und lichtdurchflutete Gebäudestruktur, die eine gute Orientierung ermöglicht.
Durch die Verwendung von erdigen Farbtönen, die von hell- bis sattgetönt eingesetzt werden, entsteht insgesamt ein freundliches Ambiente, das den offenen, hellen Charakter des Gebäudes zusätzlich unterstützt. Zu den wenigen Hauptfarben bilden fünf verschiedene Grüntöne einen Akzent. Die Akzentfarben finden sich sowohl im Außen-, als auch im Innenbereich des Gebäudes und fügen dieses so zu einem harmonischen Ganzen.
Mit der Planung des Neubaus beauftragt war das Darmstädter Architekturbüro Eßmann Gärtner Nieper. Die Gesamtinvestitionskosten beliefen sich auf rund 24 Millionen Euro. Die Brutto-Grundfläche der neuen Realschule beträgt 10 070 Quadratmeter, die Nutzfläche 8920 Quadratmeter. An Technikfläche stehen 210 Quadratmeter und an Verkehrsfläche 2547 Quadratmeter zur Verfügung. Der Brutto-Rauminhalt beträgt 46 062 Kubikmeter und die Grundstücksgröße 15 759 Quadratmeter. Insgesamt gibt es 3915 Quadratmeter bebaute Fläche.
Der Neubau hat einen Energiestandard nach EnEV minus 50 Prozent. Eine Hackschnitzelheizung zum Heizen, eine Solaranlage zur Warmwasserversorgung, eine Photovoltaikanlage sowie eine Regenwasserzisterne runden die technische Gebäudeausstattung ab. (FHH)

(Das lichtdurchflutete Treppenhaus, ein Teil des Pausenhos und die Schule von außen - Fotos: Landratsamt Aschaffenburg)

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