Bauen

Jetzt gibt es von der KfW mehr Geld für generationengerechtes Sanieren. (Foto: Bilderbox)

08.10.2014

Mehr Geld für generationengerechtes Sanieren

KfW gibt jetzt auch für barrierereduzierende Umbauten Zuschüsse

Bei einer Sanierung können Hausbesitzer nicht nur die Energieeffizienz erhöhen, auch der generationengerechte Umbau lohnt sich. Die KfW fördert solche Maßnahmen mit einem zinsgünstigen Kredit. Seit Oktober 2014 gibt es jetzt auch eine Zuschussvariante in Höhe von bis zu 5000 Euro pro Wohneinheit von der Förderbank. Bis 2018 stehen 54 Millionen Euro für diesen Zweck zur Verfügung. Der Austausch alter Heizungen oder die Dämmung der Gebäudehülle lohnt sich in Verbindung mit dem Abbau von Schwellen und der Verbreiterung von Türdurchgängen besonders, rät das Landesprogramm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg. „Ein gleichzeitiger Umbau senkt die Kosten, der neue Zuschuss kann zudem mit dem Förderprogramm zur energetischen Gebäudesanierung kombiniert werden“, sagt Petra Hegen von Zukunft Altbau.

Noch bessere Nutzung der Fördergelder

Die KfW erhofft sich von der neuen Zuschussvariante eine noch bessere Nutzung der Fördergelder. In den letzten fünf Jahren konnten über 130 000 Wohneinheiten mit Krediten der Bank altersgerecht saniert werden. „Kommt wie jetzt noch ein Zuschuss hinzu, steigen die Zahlen sicher weiter an“, ist sich Hegen sicher. „Besonders ältere Menschen wollen oft keinen Kredit mehr aufnehmen, da passt ein Zuschuss einfach besser.“ Auch für jüngere Menschen bietet sich das an: Wollen sie etwa energetisch sanieren, müssen sie meist einen Kredit beantragen, ein weiterer ist da eventuell eine zu hohe Hürde. Und von der hindernisfreien Gestaltung und dem besseren Wohnkomfort profitieren auch sie.

Maßnahmen mit energetischen Sanierung verbinden

Den Zuschuss nutzen können Eigentümer und Mieter von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen. Das Programm fördert beispielsweise nach außen zu öffnende Badtüren, bodengleiche Duschen und großzügiger geschnittene Räume. Um die Kosten möglichst niedrig zu halten, empfiehlt es sich, die Maßnahmen mit einer energetischen Sanierung zu verbinden. Ein separater Umbau ist deutlich teurer. Wenn eine neue Heizung, eine Dämmung der Fassade und auch Arbeiten in den Innenräumen vorgesehen sind, braucht es bei einer guten Planung nur wenige Maßnahmen, um den Wohnraum anzupassen. Ein weiterer Vorteil der Kombination: Die Handwerker, der Schmutz und der Baulärm sind nur einmal im Haus.
Die KfW finanziert bis zu acht Prozent der förderfähigen Investitionskosten für die Durchführung einzelner, frei kombinierbarer Maßnahmen zur Barrierereduzierung; das sind maximal 4000 Euro pro Wohneinheit. Für den umfassenderen Förderstandard „Altersgerechtes Haus“ gibt es Zuschüsse in Höhe von zehn Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 5000 Euro pro Wohneinheit. (BSZ)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 50 (2017)

Soll das Handyverbot an Bayerns Schulen gelockert werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 15. Dezember 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Simone Fleischmann, Präsidentin des bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV)

(JA)

Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes 1987 bis 2017

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.