Bauen

Für die Fassade zeichnet das Büro Steidle verantwortlich. (Foto: Sven Disser)

02.03.2012

Mehrfarbige Klinkerriemchenfassade

Der Erweiterungsbau für die Hochschule München ist fertig

Die steigenden Anforderungen der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München und die Schaffung zusätzlicher Studienplätze für den doppelten Abiturjahrgang 2011/2012 für die geburtenstarken Jahrgänge waren der Grund, dass der Freistaat Bayern 2009 nach einem Wettbewerbsverfahren die HCM I GmbH (Hochschulcampus München I GmbH), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Münchner Grundbesitz Verwaltungs GmbH, mit der Einrichtung eines Hochschul-Erweiterungsgebäudes zwecks Anmietung beauftragt hat.
Die Generalplanung oblag dem SAM Architekturbüro, München, die Fassade hat das ebenfalls in München ansässige Architekturbüro Steidle gestaltet. Im Dezember 2010 wurde mit den Bauaktivitäten begonnen. Im März 2012 kann das Haus nun bezogen werden, was beweist, dass auch in einem äußerst straffen Zeitrahmen Dinge möglich sind, wenn die beteiligten Partner effektiv und zielorientiert zusammenarbeiten.
Der Neubau auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Grundstück an der Dachauer Straße hat eine Bruttogrundfläche – oberirdisch – von etwa 10 950 Quadratmetern und unterirdisch von rund 2000 Quadratmetern. Die Nutzfläche der Hochschule beträgt etwa 5600 Quadratmeter und die der Institute rund 660 Quadratmeter. Der Erweiterungsbau bietet Platz für rund 2400 Studierende. Daneben gibt es noch 66 Pkw-Stellplätze und 100 Abstellplätze für Fahrräder. Ein öffentlich zugängliches Cafe rundet das Raumprogramm ab.

Für Teilbereiche gab es Realisierungswettberwerb


Um der besonderen Bedeutung des Projekts gerecht zu werden, wurde ein Realisierungswettbewerb für Teilbereiche und insbesondere für die Fassadengestaltung ausgelobt, aus welchem das Preisgericht die Arbeit von Steidle Architekten als 1. Preis gewählt hat. Die weitere Umsetzung der Planung erfolgte durch SAM Architekten. Für die Fassaden wurde eine gleichmäßige Perforation mit unterschiedlich großen Öffnungen geplant. In Anlehnung an das benachbarte Zeughaus wurde eine mehrfarbige Klinkerriemchenfassade realisiert, die vergleichbar eines gewebten Tweedstoffs ein eigenständiges modernes Erscheinungsbild erzeugt.
Die Neuplanung wird nicht nur einem hohen architektonischen Anspruch gerecht, sondern überzeugt auch in der Lösung komplexer städtebaulicher Anforderungen. So befinden sich in nächster Nachbarschaft mehrere denkmalgeschützte Gebäude. Vor allem das Zeughaus aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, welches das Grundstück im Nordwesten begrenzt, ist mit seinen 145 Metern Länge von hoher städtebaulicher Dominanz.
Der Erweiterungsbau der Hochschule bildet den Auftakt einer neuen städtebaulichen Entwicklung, die sich nach Norden bis zur Schwere-Reiter-Straße hin ausdehnen wird. Hier ist neben Wohnnutzung, Dienstleistung und sozialen Infrastruktureinrichtungen auch ein weiterer Ausbau des Hochschulstandorts geplant.
Die Entwicklung zu einem echten Campus schließt eine Freiflächengestaltung mit hoher Aufenthaltsqualität und eine durchdachte Wegeführung durchs Gelände ebenso ein wie die Gestaltung einer Trambahnwendeschleife auf dem Gelände. Das Abrücken vom angrenzenden Nachbargebäude an der Dachauer Straße betont die Eigenständigkeit des Hochschulbaus und nimmt die zu erwartende städtebauliche Dichte der künftigen Bebauung vorweg.
Der neue Komplex gliedert sich in zwei Gebäudeteile: Dem Institutstrakt an der Dachauer Straße und dem Hörsaaltrakt, der sich U-förmig um einen Hof entwickelt. (FHH)

(Der Hörsaaltrakt entwickelt sich U-förmig um einen Hof - Foto: Sven Disser)

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