Bauen

Die neue Talbrücke während der Bauphase. (Foto: Autobahndirektion Nordbayern)

04.02.2011

Neubau statt Sanierung

Bundesautobahn A 3 Nürnberg-Regensburg - Erneuerung der Talbrücke Schallermühle

Die A 3 ist Europastraße und Bestandteil des transeuropäischen Verkehrsnetzes. Sie hat eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen den Beneluxstaaten und Südeuropa. Die Talbrücke Schallermühle liegt zwischen den Anschlussstellen Velburg und Parsberg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz und führt die Autobahn im Bereich des Anwesens Schallermühle über den Talgrund des Frauenbachs. Dieser Autobahnabschnitt ist mit 33 000 Fahrzeugen pro Tag belastet.
Die Erneuerung der 40 Jahre alten Talbrücke Schallermühle war auf Grund der starken Schädigung des Überbaubetons durch jahrelangen Tausalzeinsatz erforderlich. Ein Neubau der Überbauten habe sich als wirtschaftlicher im Vergleich zu einer Sanierung erwiesen, erklärte Helmut Schütz, Präsident der Autobahndirektion Nordbayern bei der Verkehrsfreigabe nach 21 Monaten Bauzeit ende Dezember 2010. Die alten Pfeiler und Widerlager habt man laut Schütz beibehalten.
Im Frühjahr 2009 wurde nach der Verkehrsumlegung auf die Richtungsfahrbahn Regensburg der nördliche Überbau in Richtung Nürnberg mit Großgeräten abgebrochen.
Nach Sanierung der beiden bestehenden Widerlager und der fünf Pfeilerpaare wurde die neue Brückenhälfte in Fahrtrichtung Nürnberg bis zum Februar 2010 fertiggestellt.
Von März bis Dezember 2010 wurde der Überbau der Richtungsfahrbahn Regensburg abgebrochen und erneuert. Die Gesamtkosten betragen 12 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.
Die beiden getrennten Überbauten wurden auf Lehrgerüsten hergestellt und zeichnen sich durch unterschiedliche Bauweisen aus – ein Pilotprojekt, so Schütz. Der nördliche Überbau hat interne Längsspannglieder ohne Verbund. Bei dieser Bauart sind sämtliche Längsspannglieder von unten zugänglich und nachspannbar. Beim südlichen Überbau wurden die internen Längsspannglieder nachträglich mit dem Beton verbunden.

Ein Respekt einflößendes Brückenbauwerk


Nach dem Bau lässt sich der Mehraufwand für die Anwendung der Längsspannglieder ohne Verbund gegenüber den Längsspanngliedern mit nachträglichem Verbund ermitteln.
Es ist ein neues Brückenbauwerk entstanden, dessen Ausmaße Respekt einflößte. Die Schallermühlbrücke hat eine Länge von 240 Metern. Die Höhe über dem Gelände beträgt bis zu 18 Meter, die größte Stützweite beträgt 45 Meter. Doch das ist noch nicht alles. Laut Präsident Schütz wurden weitere einschneidende Baumaßnahmen in diesem Bereich der A 3 durchgeführt.
Auf insgesamt rund acht Kilometern und mit einem Kostenaufwand von 7,2 Millionen Euro wurde im Frühjahr und Herbst 2009 die Fahrbahndecke erneuert. Im Frühjahr und Herbst 2010 erfolgte die Deckenerneuerung auf rund sechs Kilometer in Fahrtrichtung Regensburg für 5,1 Millionen Euro.
Im Rahmen der Deckenerneuerung wurde in Siedlungsbereichen ein lärmoptimierter Splittmastixasphalt eingebaut, der zu einer Lärmreduzierung von etwa vier Dezibel führt. Außerdem wurden drei mindestens drei Meter hohe Lärmschutzwälle auf einer Gesamtlänge von 1150 Metern gebaut, die zu einer weiteren Lärmreduzierung führen. Für die Lärmschutzwälle konnte anfallendes Bankettmaterial der Deckenerneuerungen verwendet werden.
Insgesamt wurden damit im Raum Velburg in den Jahren 2009 und 2010 an die 30 Millionen Euro investiert. „Damit wurden spürbare Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger geschaffen“, sagte Präsident Schütz. (BSZ)

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