Bauen

Das generalsanierte ehemalige Wasserwirtschaftsamt. (Foto: Stadt Freising)

27.01.2012

Neue Arbeitsplätze für 80 Mitarbeiter

Sanierung des früheren Wasserwirtschaftsamts in Freising

An das königliche Bezirksamt, das bis 1963 auf dem Grundstück des heutigen Verwaltungsgebäudes Amtsgerichtsgasse 6 stand, erinnert nur noch das Natursteinrelief über dem Haupteingang. Beim Neubau durch den Landkreis Freising fand dieses Relikt vergangener Baukunst Berücksichtigung als gestalterisches Element in der neuen Fassade aus Nagelfluh. Bevor die Stadt Freising das Gebäude 2008 erwarb, beherbergte es zuerst das Landratsamt Freising und ab 1987 dann das staatliche Wasserwirtschaftsamt. Dem Neubau aus den Jahren 1963/1964 folgte 1988 ein Erweiterungsbau mit drei Stockwerken Richtung Süden, wodurch das Gebäude, mit seinen insgesamt fünf Geschossen auf eine stattliche Gesamtnutzfläche von 3120 Quadratmeter wuchs.
Der Gebäudekomplex liegt in direkter Nachbarschaft zu einem weiteren Verwaltungsgebäude der Stadt Freising, dem technischen Rathaus, das sich in der Amtsgerichtsgasse befindet; in unmittelbarer Nähe zur Freisinger Altstadt.
Nach den Umzügen im Spätherbst 2011 haben nun etwa 80 Mitarbeiter der Stadt Freising ihre neuen Arbeitsplätze, die auf dem modernsten Stand saniert wurden. Vom Umzug betroffen waren das Rechnungsprüfungsamt, das Hochbauamt, die Stadtentwässerung, die Ämter für Sicherheit und Ordnung, Kindertagesstätten und Sport, die Verkehrsüberwachung und die EDV Abteilung. Damit hat die Stadt ihr Vorhaben, die Verwaltung in stadteigenen Liegenschaften, unterzubringen, nahezu abgeschlossen. Nicht zuletzt auch mit dem Ziel, mehr Bürgerfreundlichkeit und erhöhte Kaufkraftbindung in einem aufgewerteten Altstadtensemble zu gewährleisten.

Zwei Jahre Bauzeit


Vorher jedoch musste ein langer und aufwändiger Planungs- und Bauprozess durchschritten werden. Begleitet durch ein schlagkräftiges Planungsteam, wurde das Gebäude in gut zwei Jahren Bauzeit, beginnend mit dem Spatenstich am 27.Januar 2010, komplett saniert und energetisch auf Vordermann gebracht. Die Vorgaben aus der ENEV 2009 wurden eingehalten und damit auch die Bedingungen für eine Förderung durch die Regierung von Oberbayern erfüllt.
Die Gesamtkosten in Höhe von 4,17 Millionen Euro wurden mit 1,32 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II und Investitionspaket 2009 bezuschusst. Mit der Planung beauftragt war das Freisinger Architekturbüro Herbert Kunz.
Im Zuge der energetischen Sanierung wurde die veraltete Gasheizung durch eine moderne Gasbrennwerttherme ersetzt, sämtliche Fenster ausgetauscht, ein komplettes Wärmedämmverbundsystem aufgebracht sowie die gesamten Dachflächen gedämmt und saniert. Beim Neubau der technischen Anlagen, wie Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro wurden die neuesten, energiesparenden Standards berücksichtigt.

Neuer Fahrstuhl


Für die behindertengerechte Erschließung dieses öffentlichen Gebäudes war es vonnöten, einen Aufzug zu bauen, der sämtliche Stockwerke erreicht. Dies war mit der bestehenden Anlage nicht möglich, weshalb das „alte“ Treppenhaus komplett entfernt wurde und mit einer moderaten Erweiterung ein großzügiges, lichtdurchflutetes, „neues“ Treppenhaus entstand.
Durch barrierefreie Zugänge und den neuen Fahrstuhl sind sämtliche Ämter nun bequem zu erreichen. Durch den Einbau von Oberlichtern in die Bürowände ist es gelungen, vorher dunkle Räume zu angenehmen Arbeitsplätzen mit ausreichend Tageslicht umzugestalten. Diesen Eindruck unterstreichen auch helle Bodenbeläge aus Kautschuk, Industrieparkett in den Fluren und nicht zuletzt auch die nahezu vollständig erneuerte Büromöblierung.
Um das Gebäude, entsprechend den geltenden Normen und Gesetzen, zu sanieren, war es zudem notwendig, den Brandschutz zu optimieren sowie neue, zusätzliche Fluchtwege und -treppen zu erstellen. Durch moderne Klimatechnik wurden diverse Kellerräume einer optimalen Nutzung zugeführt. Neue Serverräume beherbergen nun die Rechenzentrale der Stadt Freising. Die vorhandene Tiefgarage erhielt eine neue Erschließungsrampe, um die acht Stellplätze optimal befahren zu können.
Die, noch nicht komplett fertig gestellten, Freianlagen, mit Senkgarten und einem Open Office im rückwärtigen Garten, komplettieren die moderne neue Optik dieses funktionalen Zweckbaus. (Rudolf Striegl)

(Ein Aufenthaltsbereich sowie das Treppenhaus - Fotos: Stadt Freising)

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