Bauen

Knapp 100 Millionen euro wurden in den Neubau investiert. (Engelhardt/Selin Architekturfotographie)

15.07.2011

Neue Kulturdomizile

Filmhochschule und das Museum Ägyptischer Kunst in München sind fertig

Nach rund vier Jahren Bauzeit ist der Neubau der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) und des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst (SMÄK) gegenüber der Alten Pinakothek fertiggestellt. Innenminister Joachim Hermann (CSU) hat vor Kurzem im Rahmen einer Pressekonferenz dem nun für den Neubau zuständigen Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) eine der derzeit größten und prominentesten Baumaßnahmen des Freistaats in München feierlich übergeben. In unmittelbarer Nähe zu den Pinakotheken wurde die Maxvorstadt mit einem weiteren architektonischen Juwel ergänzt.
Der vom Staatlichen Bauamt München 2 im Jahr 2004 ausgelobte Wettbewerb wurde durch das renommierte Kölner Architekturbüro Gottfried und Peter Böhm gewonnen. Die von Klenzes Alter Pinakothek abgeleiteten Proportionen in der städtebaulichen Situierung und Ausdehnung sind nun für jedermann erkennbar.
Der Baukörper mit seiner felsartigen Sichtbetonschichtenstruktur in der Sockelzone und den mit Licht durchfluteten Institutsbereichen darüber erstreckt sich entlang der Gabelsbergerstraße auf einer Länge von 150 Meter, einer Tiefe von rund 20 Meter und einer Höhe von ebenfalls 20 Meter.
Die Zugangsbereiche der beiden vollkommen separierten Nutzungen sind deutlich akzentuiert. Bei der Hochschule zeigt sich der Foyerbereich über die gesamte Sockelzone verglast. Der Museumszugang wird durch eine Portalwand markiert, die den Abschluss einer großzügigen abgetreppten Vorplatzsituation bildet.
Nach vierzig Jahren leben und lernen in diversen Provisorien wird die Hochschule für Fernsehen und Film im Herbst 2011 mit rund 350 Studenten ihren neuen Standort beziehen. Die Maxvorstadt erhält das nach dem Auszug der Institute der Technischen Universität (TU) nach Garching verlagerte studentische Leben zurück. Auf einer Hauptnutzfläche von rund 9200 Quadratmetern werden zukünftig die Projekte der bayerischen Oskarschmiede entwickelt.
Ebenso kann sich das Ägyptische Museum in unmittelbarer Nähe zu den Pinakotheken dann in idealer Lage befreit von den räumlichen Zwängen in der Münchener Residenz entfalten. Für das Museum stehen zugeschnittene Ausstellungsbereiche mit modernster Museumstechnik auf einer Fläche von rund 3750 Quadratmetern zur Verfügung. Die Gestaltung der Ausstellung und der Umzug der Exponate werden dem gespannten Museumsbesucher jedoch noch bis voraussichtlich 2013 Geduld abverlangen. (BSZ)

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