Bauen

Das neue TAZ in Spiegelau. (Foto: Arbeitsgruppe Planung + Architektur)

05.04.2012

Neue Labore und eine Schmelzhalle

Neubau eines Anwenderzentrums für Glastechnologie in Spiegelau

Die Betriebs-GmbH TAZ Spiegelau errichtete auf dem Grundstück des ehemaligen Sägewerks ein Technologie-Anwender-Zentrum für Glasschmelztechnologie. Gesellschafter der TAZ Spiegelau sind zu 75 Prozent der Landkreis Freyung-Grafenau und zu 25 Prozent die Gemeinde Spiegelau.
Das Gebäude gliedert sich in drei Bauteilen:
– Kopfbau – auf drei Ebenen stehen Räume für Seminare und Verwaltung zur Verfügung;
– Labore – im Mittelteil sind insgesamt vier Labore untergebracht. In ihrer Baukonstruktion ist dieser Bereich „entkoppelt“ konstruiert, so dass fehlerfreie Messungen durchgeführt werden können. Weiter ist die Luftqualität konditioniert, das heißt, die Luft ist gereinigt, nahezu verwirbelungsfrei und die Technik lässt maximal eine Temperaturabweichung von einem Kelvin zu;
– Schmelzhalle – Gebäude für den Schmelzbetrieb.
Mit der Planung des Anwenderzentrums beauftragt war das APA Bauer Architekturbüro, Grafenau. Generalunternehmer war die Karl Bachl GmbH & Co. KG (Röhrnbach), die Projektsteuerung lag bei der HSP Projektmanagement und Beratung GmbH aus Töging. Die Projektkosten beliefen sich auf 5,54 Millionen Euro.
Der Neubau hat einen Brutto-Rauminhalt von rund 14 600 Kubikmetern und eine Brutto-Geschossfläche von gut 2700 Quadratmetern.
Das Zentrum wird getragen von der Hochschule Deggendorf und kooperiert mit den bereits bestehenden Technologiecampus der Hochschule Deggendorf sowie mit der Universität Bayreuth. Für die Aufgabenstellung in der Glasindustrie werden zukünftig ökologische und rohstoffstrategische Entwicklungen zu berücksichtigen sein. Dazu wird die Entwicklung von Glasrezepturen erforderlich, die frei sind von kritischen Gemengebestandteilen, sei es unter Gesichtspunkten des PIUS (Produktionsintegrierter Umweltschutz) oder der Verfügbarkeit.
Das Technologieanwenderzentrum vernetzt bestehende Bildungs- und Ausbildungsangebote in einem industrienahen Umfeld mit akademischer Ausbildung durch die Hochschule Deggendorf und die Universität Bayreuth. Mit dem Transfer traditioneller Techniken in industrielle Prozesse und der Einführung vollelektronisch gesteuerter Produktionsabläufe gehen auch Veränderungen der Berufsbilder einher, welche die Attraktivität der Glasindustrie für Nachwuchskräfte steigern und die nachhaltige Entwicklung der Produktionsstandorte sichern.
In dem neu geschaffenen Technologiezentrum werden Kompetenzen in den Ressorts der heißen Glas- und Blankpresstechnologie sowie der Prozessentwicklung erarbeitet. Das TAZ bietet:
– die produktionsbegleitende Forschung und Entwicklung;
– den Aufbau von Produktionskapazitäten in den Firmen;
– Machbarkeitsstudien;
– Betreuung von Gründern mit Begleitung in der Gründungsphase, Marketing, Steuer- und bilanztechnische Beratung;
– Ansiedlung neuer Firmen;
– Weiterbildung sowie
– Venture Kapitalbeschaffung.
Darüber hinaus deckt das TAZ Spiegelau folgende Entwicklungsfelder ab:
– Schmelze (Steigerung der Glasqualität);
– Heißformgebung;
– Heißumformung;
– Präzisionsblankpressen sowie
– Präzisionsformung.
Die Mitarbeiter und die Ausstattung werden vom Freistaat Bayern in den ersten fünf Jahren gefördert. (BSZ)

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