Bauen

17.04.2014

Neues Logistikzentrum

MTU Aero Engines legt Grundstein

Ende März hat Deutschlands führender Triebwerkshersteller am Standort München den Grundstein für ein neues und modernes Logistikzentrum gelegt. Ab Januar 2015 werden dort auf zwei Stockwerken und 4400 Quadratmetern Fläche die Aufgaben von 115 Mitarbeitern von Wareneingang, Zoll und Außenwirtschaft sowie der Wareneingangsprüfung zusammengeführt. Das Investitionsvolumen für den innovativen Hallenbau, inklusive der Ausstattung, liegt bei rund 10 Millionen Euro. Der Neubau ist Teil der Investitions- und Wachstumsstrategie der MTU Aero Engines und gleichzeitig ein Bekenntnis zum Standort Deutschland. Das Unternehmen schafft damit die Voraussetzungen für den Produktions- und Volumenanstieg bei den neuen Triebwerksgenerationen für die kommenden Jahre. Ziel ist es zukünftig die internen Prozesse effektiver und effizienter zu gestalten und Prozesssicherheit zu gewährleisten.

Grund für den Ausbau der Firmenzentrale in München war die Entscheidung für zwei Endmontagelinien: die des PW1000G-JM-Antriebs für die A320neo und des TP400-D6-Triebwerks für den Militärtransporter Airbus A400M. Gleichzeitig steigt aber auch der Anteil flächenintensiver Großkomponenten. Dazu gehören das Turbinenzwischengehäuse des GEnx für die Boeing 787 und Module für den GP7000-Antrieb des Airbus A380, aber auch Modulcontainer, Ringe oder Accessories. Ab Mitte 2014 werden die Lieferungen sukzessive ansteigen.

„Der Bau ist eine direkte Folge des Hochlaufs der neuen Triebwerksprogramme,“ sagte MTU-Technikvorstand Rainer Martens bei der Grundsteinlegung. „Dieses Wachstum wird sich positiv auf die weitere Entwicklung des Unternehmens auswirken, bedeutet aber auch enorme Herausforderungen für die Logistik am Standort München. Der Anstieg bei der Fertigung und der Montage, primär für des Triebwerk PW1100G-JM für die A320neo, bedeutet eine enorme Steigerung der täglich durch Wareneingang, Fertigung, Montage und Warenausgang geschleusten Teile.“ Bis zum Jahr 2016 wird es einen deutlichen Anstieg bei den Triebwerks- beziehungsweise modulbezogenen Montage- und Produktionsmaterialen geben. Die Anzahl der Wareneingangspositionen, die durch die Eingangslogistik gehen, wird um rund 30 Prozent zunehmen. Aber auch die Lagervolumina werden durch den Aufbau um rund 20 Prozent ausgeweitet werden.

Das neue Logistikzentrum ist für die MTU Aero Engines eine wichtige Investition in die Zukunft des Unternehmens und in die des Standorts München. Zusätzlich zum Bauvorhaben hat das Unternehmen die Anzahl der Ausbildungsberufe vergrößern können. Seit letztem Jahr bildet die MTU zur Fachkraft für Lagerlogistik aus.

 

Die MTU Aero Engines ist nach eigenen Angaben Deutschlands führender Triebwerkshersteller und seit 80 Jahren weltweit eine feste Größe. Sie entwickelt, fertigt, vertreibt und betreut Komponenten ziviler und militärischer Luftfahrtantriebe sowie Industriegasturbinen. Technologisch führend ist sie bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Herstell- und Reparaturverfahren. Eine Kernkompetenz der MTU ist die Instandhaltung ziviler Triebwerke und von Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst, die weltweit einer der größten Anbieter dieser Dienstleistungen für zivile Triebwerke ist. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München. Im Geschäftsjahr 2013 haben rund 8700 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von rund 3,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. (Melanie Wolf)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 49 (2017)

Paragraf 219a: Soll das Werbeverbot für Abtreibungen abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 8. Dezember 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Simone Strohmayr, Vize-Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag

(JA)

Winfried Bausback (CSU), bayerischer Justizminister

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.