Bauen

Die Sparkasse Bamberg am Schönleinplatz. (Foto: Sparkasse Bamberg)

04.04.2014

Offen und hell gestaltet

Revitalisierung des Kundenzentrums der Sparkasse Bamberg am Schönleinplatz

Wegen der Fusion von Kreis- und Stadtsparkasse Bamberg wurde die Schalterhalle in der Hauptgeschäftsstelle jahrelang nicht genutzt. Büros- und Besprechungsräume sowie die SB-Zone blieben in Betrieb. Die Eingangs- und Empfangssituation hatte in den letzten Jahren allenfalls noch provisorischen Charakter. Die endgültige und „räumliche Fusion“ konnte erst mit dem Umbau der Hauptgeschäftsstelle und der Revitalisierung der Schalterhalle am Schönleinsplatz endgültig vollzogen werden.
Das Hauptgebäude war 1995 aufwändig modernisiert worden, zwei Gebäudeflügel sowie die Schalterhalle wurden dabei neu errichtet. Die Bausubstanz ist als solide zu bezeichnen und wurde – wie die generelle Gebäudestruktur – im Prinzip erhalten. Selbstverständlich mussten Büro- und Besprechungsräume neuen Anforderungen und der Anzahl der Mitarbeiter angepasst und generell modernisiert werden. Die gesamte Haustechnik wurde auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. 60 Kilometer Strom- und 100 Kilometer EDV-Leitungen mussten eingezogen werden, alle Büroräume und Besprechungsräume wurden klimatisiert.
Diese Maßnahmen wurden alle bei „laufendem Betrieb“ durchgeführt. Das heißt durch „Umzug“ im Gebäude konnten während der gesamten Bauzeit – verbunden mit nachvollziehbaren Unannehmlichkeiten – alle Arbeitsplätze genutzt werden. Um das Raumprogramm erfüllen zu können, wurde der Sparkassensaal im 5. Obergeschoss einschließlich seiner Peripherie rückgebaut und an dessen Stelle neue Arbeitsplätze geschaffen.

Einbau eines BHKW-Moduls


Obwohl keine großen Eingriffe in die Gebäudesubstanz erfolgten, konnte – im Wesentlichen – durch den Austausch aller Fenster und aller Verglasungen und dem Einbau hochwärmedämmender 3-fach-Isolierverglasung und entsprechender Fensterprofile in wärmetechnischer Sicht eine deutliche Verbesserung der Gebäudehüllfläche erreicht werden. Mit dem Austausch der veralteten Heizkessel in Verbindung mit dem Einbau eines BHKW-Moduls errechnet sich jetzt eine Primärenergieeinsparung von über 28 Prozent und eine Minderung des CO2-Ausstoßes von fast 140 Tonnen/Jahr.
Zur optimalen Ausnutzung der Kraft-Wärmekopplung wird im Sommer die für die Kühlung notwendige Energie über eine Absorptionskältemaschine erzeugt, die über die Abwärme des BHKW-Moduls betrieben wird. Insgesamt kamen 1740 Quadratmeter Isolierglas zum Einsatz mit einem Gewicht von insgesamt über 81 600 Kilogramm sowie Fenster- und Fassadenprofile mit einer Gesamtlänge von über 17,5 Kilometern.

Raumhohe Fenster


Für das größtmögliche Maß an natürlichem Licht sowie für die größtmögliche Transparenz wurden raumhohe Fenster mit möglichst kleinem Profilanteil in der gesamten Schalterhalle ausgeführt; das vorhandene Glasdach wurde mit transparentem Wärmeschutzglas neu verglast. Transparenz spiegelt sich auch beim Anbau mit dem neuen Haupteingang wieder. Hier wird mit einer kleinen über drei Geschosse komplett verglasten Erweiterung ein neues Erscheinungsbild geschaffen.
Die Gesamtschalterhalle ist so von außen einsehbar, ohne die erforderliche Diskretion zu beeinträchtigen. Der Haupteingang wurde auf Gehsteigniveau abgesenkt. So kann rollstuhlfahrergerecht die SB- Zone erreicht werden. Im Innern des Anbaus wird die Schalterhalle dann über eine behinderten- und kinderwagengerechte Rampe erschlossen.
Viel natürliches Licht und die Beleuchtung mit modernen LED-Panels – mittels Bus-Technologie gesteuert –, schaffen eine helle und freundliche Atmosphäre. Die offene Gestaltung gewährleistet die Orientierung und die Wegeführung ist selbsterklärend und wird unterstützt durch den Bodenbelag, der zwischen Service- und Beratungszone unterscheidet.
Neben der zentralen Anlaufstelle der Info-Theke und dem umfangreich ausgestatteten Selfservice-Bereich gibt es für Kurzberatung vier Dialogplätze, die ein gleichberechtigtes Nebeneinander zwischen Kunden und Beratern „auf Augenhöhe“ ermöglichen. Für weitergehende Gespräche stehen geschlossene Besprechungsräume zur Verfügung. Glaswände, schallabsorbierende Wandverkleidungen und Holztüren sorgen hier für Diskretion.
Die Ausstattung und alle Möbel sind individuell für die Bedürfnisse der Kunden und Mitarbeiter der Sparkasse entwickelt und geplant. So wird ein angenehmes Arbeits- und Beratungsambiente geschaffen. Diskretionskassen wurden errichtet mit dahinter angeordneten Cash-Center/Geldbearbeitung und Backoffice.
Ein an die Schalterhalle angegliederter Schulungsraum mit Leinwänden und Beamer kann durch öffnen der mobilen Trennwand erweitert und mit dem angrenzenden Teil der Schalterhalle flexibel genutzt werden. Je nach Bedarf können Empfänge und Ausstellungen abgehalten werden.
Mit der Planung des Kundenzentrums am Schönleinsplatz betraut war das örtliche Architekturbüro Gick . Seiler. (BSZ)

(Viel Licht und natürliche Beleuchtung; die Info-Theke - Fotos: Sparkasse Bamberg)

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