Bauen

Der Neubau der Uni Bamberg. (Foto: Pressestelle Universität Bamberg)

25.11.2011

Quietschgrün gegen alt und grau

In Bamberg wurde der 14,5 Millionen Euro teure Universitäzs-Neubau auf dem Marcusgelände nach zwei Jahren Bauzeit eröffnet

Der Uni-Neubau auf dem Marcusgelände ist eröffnet: Die Bauarbeiten und der Umzug sind abgeschlossen, so dass der Bereich im Innenhof des Marcusgeländes pünktlich zum Vorlesungsbeginn am 17. Oktober 2011 von den Studierenden genutzt werden konnte. Bis die Gebäude zum Wintersemester bezogen werden konnten, war es jedoch ein weiter Weg.
Dreieinhalb Jahre vor der Einweihungsfeier, im März 2008, stellte die Universitätsleitung den Entwurf für den Neubau auf dem Marcusgelände vor. 47 Architekturbüros und Arbeitsgemeinschaften aus ganz Europa hatten im Vorhinein Entwürfe für den von der Universität Bamberg initiierten und vom Staatlichen Bauamt Bamberg durchgeführten Realisierungswettbewerb eingereicht. Letztendlich erhielt die Arbeitsgemeinschaft des Bamberger Architekturbüros Gatz und des Würzburger Architekturbüros kuntz + manz den ersten Platz im Vergabeverfahren.

Hörsaal für 400 Studenten


Nachdem alle nötigen Vorbereitungen getroffen wurden und ein Gutachter im Vorfeld auch die neuralgischen Punkte im Umfeld, die unter der Bebauung leiden könnten, dokumentiert hat, war im September 2009 Baubeginn. Der lange und strenge Winter hat den Zeitplan der Rohbauarbeiten zwar etwas durcheinander gebracht, allerdings sollte die Fertigstellung für beide Bauabschnitte wie geplant ein Jahr später abgeschlossen sein. Dies wurde erreicht, indem die Rohbaufirma Glöckle auch samstags arbeitete. Kurz darauf wurde die Fassade montiert und der Bau damit rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit winterfest. Anfang Oktober beging die Universität mit einem Festakt die Einweihung des Gebäudes.

Nur zwei Jahre Bauzeit


Die Feier fand im großen Hörsaal des Neubaus statt. Dort finden zukünftig 400 Studierende Platz. Damit entsteht der größte Hörsaal in der Innenstadt, was angesichts der Raumnot der Otto-Friedrich-Universität am wichtigsten ist. Präsident Prof. Godehard Ruppert freute sich „über die rechtzeitige Fertigstellung des Neubaus“ und betonte die bauliche Qualität des dreistöckigen Gebäudes. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) bestärkte den Präsidenten in seinem Vorhaben, Zeichen für die Geisteswissenschaft zu setzen und den Wissenschaftsstandort Bamberg weiter auszubauen. „In dieser Uni spürt man, dass nach Vorne geschaut wird“, freute sich Heubisch und versprach, dass auch in den geisteswissenschaftlichen Bereichen keine Studienplätze abgebaut werden.
Der Neubau am Rande der Altstadt ist ein weiteres Zeichen für die enge Vernetzung von Universität und Stadt. Insbesondere die im Altstadtbereich verstreuten Räumlichkeiten sind mit Wohn- und Geschäftsflächen verwoben. Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) verdeutlichte die Bedeutung der Universität für die Stadt. Fritz Angerer, Leiter des Staatlichen Bauamts Bamberg, knüpfte daran an: „Der Massivbau aus Stahlbeton fügt sich harmonisch in die altehrwürdige Umgebung ein.“ Feierlich übergab er die Schlüssel an den Wissenschaftsminister und Präsident Ruppert: „Zwei Schlüssel für zwei Gebäude, zwei Abiturjahrgänge, zwei Finanzierungen und zwei Jahre Bauzeit“, resümiert Angerer.
Der Neubau besteht aus zwei Bauabschnitten: Das Kernstück in Bauabschnitt I ist ein Hörsaal, umgeben von Seminar- und Büroräumen. Ausgestattet mit großen Fenstern und frischer grüner Farbe wirkt das Gebäudeinnenleben sehr einladend und modern. Den Bauabschnitt II bildet ein funktionales Institutsgebäude mit Seminarräumen, Büroflächen, Arbeitsplätzen für Studierende und Computerräumen. Ihren Platz im neuen Gebäude finden auch ein Eltern-Kind-Raum mit Stillgelegenheit und ein größerer Gemeinschaftsraum, in dem die Studierende gemeinsame Projekte erarbeiten können.
Insgesamt stehen der Universität auf einer Hauptnutzfläche von mehr als 2 500 Quadratmetern der größte Hörsaal der Innenstadt, 15 Seminarräume, 32 Büroräume und drei Computerräume zusätzlich zur Verfügung. Außerdem wurde in den Bau einer Tiefgarage investiert. Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen beliefen sich auf 7,5 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt und etwas mehr als 7 Millionen Euro für den zweiten Bauabschnitt. Die Finanzierung des Projekts wurde durch das Landesprogramm „Zukunft Bayern 2020“ und das Bundesprogramm „Konjunkturpaket II“ abgedeckt. (Maike Bruns)

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