Bauen

Das neue Test- und Anwendungszentrum von Fraunhofer IIS. (Foto: Fraunhofer IIS/Kurt Fuchs)

21.06.2013

Reichlich Platz zum Forschen

Fraunhofer nahm neues Test- und Anwendungszentrum L.I.N.K. in Nürnberg in Betrieb

Am 26. April 2013 eröffnete das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS sein neues Test- und Anwendungszentrum L.I.N.K. für Lokalisierungstechnologien, Identifikation, Navigation und eingebettete Kommunikation in Nürnberg. Das Test- und Anwendungszentrum konnte durch Initiative der EU, der Bundesregierung, der Staatsregierung und der Fraunhofer-Gesellschaft realisiert werden.
„Diese einmalige Einrichtung bietet Forschung und Unternehmen eine Riesenchance. Ich bin davon überzeugt, dass L.I.N.K. in der Region zu einem wichtigen Innovationstreiber und einer bedeutenden Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft werden wird. Der Freistaat unterstützt daher den Neubau der Halle mit knapp einer Million Euro. Mit seiner Ausrichtung auf Lokalisierungs- und Kommunikationstechnologien ist das Fraunhofer IIS am Puls der Zeit. Solche digitalen Anwendungen sind in nahezu allen Branchen auf dem Vormarsch. Hier liegen die Wachstumsmärkte der Zukunft«, betonte Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel (FDP).
„Das Fraunhofer IIS schafft hiermit für die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte Lokalisierung, Kommunikation, Identifikation und Supply Chain-Technologien und -Services eine ideale Entwicklungsumgebung, in der auch Kunden und Partner unter realistischen Umgebungen neue Technologien erproben und ihre Prozessabwicklung optimieren können“, erklärte Institutsleiter Albert Heuberger das Konzept.
Auf 1400 Quadratmetern Laborfläche und 10 000 Quadratmetern zugehörigem Außengelände entwickeln, testen und integrieren die Fraunhofer-Wissenschaftler eigene neue Lokalisierungs- und Kommunikationstechnologien – angefangen von GPS und Galileo-Satellitennavigation, funkgestützte Ortungssysteme, RFID und Smart Object-Technologien sowie WLAN und drahtlose Sensornetze je nach Anwendung eigenständig oder auch in Verbindung mit gängigen Technologien und bieten damit für viele Branchen zukunftsorientierte Lösungen.

3,4 Millionen Euro investiert


Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas unterstrich die hohe Bedeutung des L.I.N.K. für den Wirtschaftsstandort Nürnberg: „Die Kombination von Halle und Testfeld ist ein idealer Inkubator für die Entwicklung neuer Technologien unter Praxisbedingungen. Mit dem L.I.N.K. erhalten insbesondere die Start-Up-Firmen am Standort hervorragende Bedingungen für die Weiterentwicklung von Produkten, Technologien und Dienstleistungen. Das Test- und Anwendungszentrum ist somit ein weiterer wichtiger Baustein, um Nürnberg als Technologie- und Innovationsstandort national und international sichtbar zu machen. Der Standort Nordostpark ist auf einem guten Weg, sich als Technologie- und Innovationscampus nachhaltig zu etablieren.“
Das Test- und Anwendungszentrum zeichnet sich durch die Vielzahl der zur Verfügung stehenden Ortungs- und Kommunikationstechnologien aus. Die Infrastruktur bietet einzigartige Möglichkeiten, unter anderem mit dem neu entwickelten 3D-Positioniersystem, das erlaubt, bis zu 1000 Positionen automatisch abzufahren und dies bei einer Messauflösung und Wiederholgenauigkeit von ±1 Millimeter. Supply Chain- und Logistiklösungen können auch in Verbindung von Außen- und Innenbereich realitätsgetreu für Langzeittests erprobt und verbessert werden. Nicht zuletzt die Teststrecke im Außenbereich ermöglicht die Weiterentwicklung von funkbasierten Fahrerassistenzsystemen.
L.I.N.K. steht seit Mai 2013 nicht nur den Wissenschaftlern des IIS, sondern auch allen Projektpartnern zur Verfügung und verbindet Technologie- und Dienstleistungsentwicklung mit praxisnahen Anwendungen für die verschiedensten Branchen.
Das Investitionsvolumen für die neue L.I.N.K.-Halle belief sich auf 3,4 Millionen Euro. Die Halle hat folgende Maße: 31,14 Meter (Länge) x 44,94 Meter (Breite) x 11,0 Meter (Höhe) im Mittel. Das Tragwerk besteht aus neun mächtigen Stahlbetonbindern mit einer Höhe von 90 Zentimetern bis zwei Metern und einer Spannweite von rund 30 Metern. Baustoffe waren funktionaler Grüner Beton und Stahlbeton. Die Fassade verfügt über Gläser ohne die übliche Metallbeschichtung für die Wärmedämmung. Mit der Planung betraut war der Münchner Architekt Hans Deichl. (FHH)

(In der L.I.N.K.-Halle - Foto: Fraunhofer IIS/Kurt Fuchs)

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