Bauen

Das Neue ZeltnerEck in Nürnberg. (Foto: Helmut Löser)

04.03.2011

Repräsentativer Gewerbebau

Das Neue ZeltnerEck in Nürnberg

An der Ecke Frauentorgraben/Zeltnerstraße, der Hauptverkehrsachse zwischen Hauptbahnhof und Plärrer, unmittelbar an der Stadtmauer zur Nürnberger Altstadt wurde zum Jahreswechsel 2010/11 das Büro- und Geschäftshaus „Neues ZeltnerEck“ errichtet – geplant vom Nürnberger Architekten Helmut Löser. Das auf dem Grundstück befindliche alte Gebäude aus den 1950er Jahren wurde somit zu Gunsten eines repräsentativen und hochwertig ausgestatteten neuen Büro- und Geschäftshauses abgebrochen, das nun von der städtebaulich exponierten Lage profitiert.
Die lichte Raumhöhe in den Bürogeschossen (1. bis 4. Obergeschoss) beträgt von Oberkante Fertigfußboden bis Unterkante abgehängte Decke 2,75 Meter. In den Nebenbereichen (zum Beispiel WC) und Flurzonen ist eine lichte Höhe von rund 2,50 Metern vorhanden. Die Verkehrslast in den Bürogeschossen (1. bis 4. Obergeschoss) beträgt 3,0 kN/m².
Das Gebäude erhält behindertengerechte Zugänge vom öffentlichen Straßenraum in die Treppenhäuser und von dort in die Aufzüge. An einer zentralen Stelle im Gebäude wurde zudem eine behindertengerechte Toilette erstellt, die allen Mietern zugänglich ist. Zudem wurde auch eine allen Mietern zugängliche Dusche an einer zentralen Stelle errichtet.
Die Bodenplatte im Keller besteht aus wasserundurchlässigem Beton beziehungsweise ist „schwarz“ abgedichtet (zum Beispiel Bitumenabdichtung). Die Trennwände in den Mieterkellern wurden in Mauerwerk, Stahlbeton oder als Gittertrennwände ausgeführt. Das Erd- und die Obergeschosse wurden als Skelettkonstruktion mit Stahlbetonstützen und Decken als Stahlbetonmassivdecken sowie tragenden Fassadenstützen und massiven Brüstungen aus Stahlbeton geplant.
Die Fassadenverkleidung erfolgte teils mit Naturstein, teils mit einem Wärmedämmverbundsystem. Die Fenster haben Aluminiumrahmen und Öffnungsflügel aus Aluminium. Sonnenbeschienene Fensterflächen auf der Ost-, Süd- und Westseite werden im 1. bis 4. Obergeschoss mit einem außenliegenden motorisch betriebenen Sonnenschutz mit übergeordneter Steuerung und bereichsweiser Individualsteuerung durch den Mieter versehen. Die Fassadenaufteilung ermöglicht ein Achsraster für den Ausbau von etwa 1,25 bis 1,35 Meter. Die Fassade wurde entsprechend Wärmeschutz- und Schallschutznachweis ausgeführt.
Tragende Innenwände aus Mauerwerk wurden verputzt, tragende Wände und Stützen aus Stahlbeton wurden – so weit erforderlich – gespachtelt. Die Wände wurden mit malerfertig verschliffener und weiß gestrichener Oberfläche ausgeführt. Die Wände in den WCs sind türhoch gefliest – Fliesen weiß, matte Oberfläche. Im Bereich der Handwaschbecken ist ein Spiegel in die Wandfläche integriert. Die WC-Trennwände wurden aus Holzwerkstoffplatten mit Melaminharz-Oberfläche, Kanten aus Alu ausgeführt.
Die Zugangstüren von den Treppenhäusern zu den Mieteinheiten wurden als Metall-Glas-Türen ausgeführt. Die Bürotüren in den Mieteinheiten haben Stahlrahmenzargen und sind farbig lackiert mit seitlichem Glasfeld. Die Flurtüren entsprechen der Rauchschutz- oder T-30-Brandschutzanforderung. Es sind Metall-Glas- Türen. Flurtüren mit T-90-Brandschutzanforderungen sind als Stahlblechtüren ausgeführt.

Bodenzugschächte


Die Bürobereiche im 1. bis 4. Obergeschoss erhielten einen durchgehenden Hohlraumboden mit einer lichten Installationshöhe von rund acht Zentimetern. Damit können Elektro-, Telefon- und EDV-Anschlüsse in den Bodentanks an nahezu jeder Stelle in der Mieteinheit realisiert werden. Entlang der Fassade wurde in jeder zweiten Achse ein Bodentank vorgesehen. Zudem wurden im Flurbereich Bodenzugschächte vorgesehen, die eine problemlose Nachinstallation der Verkabelung ermöglichen.
Die Bürobereiche wurden mit einem Kugelgarn-, Nadelvlies oder Velourteppich, stuhlrollengeeignet und antistatisch als Bahnenware ausgestattet, Sockel als Klebesockel aus dem Teppichmaterial, Oberkante gekettelt. Die Deckel der Bodentanks und Zugschächte sind mit Teppich appliziert. Die Teeküchen erhielten einen wischbaren Linoleumbelag aus verschweißten Bahnen, Sockel aus PVC, die WCs einen Fliesenbelag – Farbe mittelgrau, Format 10 x 10 Zentimeter, rutschhemmend entsprechend Arbeitsschutz.
Die Büroräume erhielten eine abgehängte Rasterdecke mit eingelegten Mineralfaserplatten, Oberfläche weiß und entlang der Fassade verlaufendem Fries aus glatten Gipskartonplatten, Oberfläche malerfertig gespachtelt und gestrichen. Entlang der Fassade wurde umlaufend ein Hutprofil in die Decke integriert – für die Aufnahme eines mieterseitigen Sicht- oder Blendschutzes als Vertikallamellenjalousie. Die Flure, Teeküche, WCs und Nebenräume erhielten ebenfalls abgehängte Rasterdecken mit eingelegten Mineralfaserplatten. Zur Raumluftkühlung wurden Umluftkühlgeräte unter die Rasterdecke montiert.
Die Wärmeversorgung erfolgt aus dem Fernwärmenetz. Das Gebäude ist mit einer Pumpen-Warmwasser-Heizung ausgestattet. Die einzelnen Räume werden mit Kompaktheizkörpern, mit Thermostatventilen bestückt und sind damit individuell regelbar. Die Heizung wird über eine witterungsabhängige Vorlauftemperaturregelung mit automatischer Nachtabsenkung sowie Wochenend- und Feiertagsprogramm gefahren. Alle Rohrleitungen sind wärmegedämmt, entsprechend der Energieeinsparverordnung.
Die Büroräume werden mechanisch be- und entlüftet. WCs werden mechanisch mit leistungsfähigen und geräuscharmen Radiallüftern entlüftet. (BSZ)

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