Bauen

Das neue Sport- und Freizeitbad der Rupertustherme. (Foto: Luska Freiraum GmbH)

21.09.2012

Ruhige und elegante Architektur

Neubau eines Sport- und Familienbads an der Rupertustherme in Bad Reichenhall

Mit der Erfolgsgeschichte der Rupertustherme Bad Reichenhall in den letzten Jahren und der gezielten Nachfrage nach Angeboten für Kinder und Familien, einhergehend mit dem Wunsch nach ungestörter Ruhe in der Therme, wurden in Bad Reichenhall großzügige Erweiterungen notwendig, die im September 2011 mit der Eröffnung des Sport- und Familienbads vorläufig abgeschlossen wurden.
Ein erster Zwischenschritt dieser Erweiterung und Reorganisierung waren Umbau und Erweiterung des bestehenden Kleinkindbereichs in ein Präventions- und Sole-Schwebebecken. Die Frage des Bauherrn nach der Mischnutzung, vormittags präventive Anwendungen und danach Sole-Schweben in Wellnessambiente, wurde durch einen stufenlos veränderbaren Salzgehalt (etwa zwei bis sechs Prozent) und durch eine wandelbare Erscheinung mittels veränderbarer Lichtstimmung geschaffen.
Mit der Erweiterung um ein Sport & Familienbad wurde ein Thermenkonzept mit räumlicher und funktionaler Trennung der Bereiche entwickelt. „Therme & Wellness“ und „Sport & Familie“ sowie separaten Zugängen und vielfältigen funktionalen Verknüpfungen, garantiert das harmonische Miteinander. So können die Kinder toben, während die Thermen- und Saunabesucher ungestört entspannen. Mit der Entwurfsplanung beauftragt war das Münchner Büro Keune Hübschmann Architekten.

Eine 120 Meter
lange Reifenrutsche


Die Badelandschaft ist als Terrassenlandschaft gestaltet. Dabei verbinden mehrere Liegeterrassen den oberen Kleinkindbereich mit der unteren Badeebene, die sich mit dem Hauptbecken durch die Fassade in den Grünbereich schiebt, erklären die Planer. Der Kleinkindbereich bietet Becken, die über eine Breitrutsche miteinander verbunden und mit zahlreichen Wasserattraktionen ausgestaltet sind.
Das großzügige Familienhauptbecken am unteren Ende der Terrassenlandschaft gelegen, bietet einen Strömungskanal und mehrere Wasserfälle. Eigens für die Rupertustherme entwickelt wurde das energie- und platzeffiziente kombinierbare Familien- und Lehrschwimmbecken. Die Möglichkeit zu sportlicher Aktivität bietet das 25 Meter Wettkampf-Becken. Der Sportschwimmbereich ist räumlich und schallakustisch separiert.
Absolute Höhepunkte sind die rund zwölf Meter lange Breitrutsche und die etwa 120 Meter lange Reifenrutsche.

Kompakter, mehrgeschossiger Bau


Die kostbare Lage im Park hat zu einem kompakten, mehrgeschossigen Baukörper geführt. Ausgedehnte Ruhe- und Restaurantbereiche liegen über dem Sport- und Familienbad und bieten grandiose Ausblicke in die Bergwelt. Ein weiteres Highlight findet sich im Untergeschoss der Anlage, das Sole-Laistzentrum mit Salz-Rasulanwendungen und Soleeinstäubung.
Die Einbindung des Baukörpers in die Natur und den Saunagarten, die klaren Proportionen der Baukörper und Öffnungen unter Verwendung hochwertiger Materialien und zeitloser Farbgestaltung lässt eine Bäder-Architektur entstehen, die weit über das Übliche hinausgeht, betonen Keune Hübschmann.
Die ruhige und elegante Architektur schafft den Rahmen für entspanntes Genießen und ist gleichzeitig Entsprechung für das qualitativ hochwertige Angebot des gesamten Thermen-Komplexes, der mittlerweile eine Größe von rund 16 600 Quadratmetern Brutto-Geschossfläche erreicht hat.
Die jahrelange Erfahrung bei Planung und Umsetzung im Bäder-, Sauna-, und Wellnessanlagenbau ermöglichten den Münchner Architekten eine schlüssige, ganzheitliche Gestaltung, die bis zur Innenarchitektur und Lichtplanung reicht. Die Erweiterung der Rupertustherme – das zeigt der Besucherandrang der letzten Monate schon jetzt und auch das durchweg positive Feedback der Besucher – ist ein Erfolg auf der ganzen Linie. (BSZ)

(Eine der Liegeterrassen - Foto: Luska Freiraum GmbH); Blick ins Thermeninnere - Foto: Werner Prokschi)

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