Bauen

Ansicht Dachauer Straße. (Visualisierung: Meili, Peter GmbH)

21.07.2014

Ruhiges Wohnen an der Dachauer Straße

GEWOFAG baut 115 Wohnungen für Familien und Auszubildende

Neue bezahlbare Wohnungen, mehr Lärmschutz für bestehende Wohnungen an der Dachauer Straße und ein Pflegestützpunkt für alle Mieterinnen und Mieter: Die GEWOFAG gestaltet ihr gesamtes Quartier zwischen Lazarett- und Funkerstraße in Neuhausen neu. Für diese Aufgabe hat die GEWOFAG einen Realisierungswettbewerb ausgelobt, an dem sich 13 Architekten-Teams beteiligten. Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Markus Allmann entschied sich für den Entwurf des Architekturbüros Meili, Peter GmbH, München und grabner + huber landschaftsarchitekten partnerschaft. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft stellt alle Entwürfe des Realisierungswettbewerbs bis zum 29. Juli 2014 öffentlich aus. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2017 geplant, die Fertigstellung für Ende 2018. Insgesamt investiert die GEWOFAG rund 17 Millionen Euro in das Projekt. Derzeit läuft bereits die energetische Modernisierung von rund 1200 Wohnungen im Quartier.

Drei Verbindungsbauten

Der Entwurf sieht drei Verbindungsbauten zwischen den Bestandsriegeln vor, um die dahinter liegenden Gebäude der Siedlung „Max II" vor dem Lärm der viel befahrenen Dachauer Straße schützen. In den Obergeschossen sind rund 65 Apartments für Auszubildende untergebracht, im Erdgeschoss ist der Pflegestützpunkt für das Programm „Wohnen im Viertel" geplant. Zwei Neubauten im Norden und Süden des Areals sind für rund 50 geförderte Mietwohnungen vorgesehen. Zusätzlich entsteht eine Tiefgarage mit rund 120 Stellplätzen. In der Begründung der Jury heißt es: „Der Beitrag fällt durch eine sehr skulpturale Gebäudegestaltung auf, die einerseits zu einer maßstäblichen Gliederung des Straßenraums Dachauer Straße führt und andererseits die entstehenden Hofbereiche neu interpretiert."

Polygone Grundrisse

Der Entwurf sieht in den Zwischenräumen der bestehenden Gebäuderiegel Neubauten mit polygonen Grundrissen vor, die die Bebauung entlang der Dachauer Straße schließen. Auf diese Weise entstehen ruhige Innenhöfe für die Mieterinnen und Mieter. „Mit dem gelungenen Entwurf von Meili, Peter GmbH wirkt unser Bauvorhaben an der Dachauer Straße in vielfältiger Hinsicht: Wir bauen nicht nur neue bezahlbare Wohnungen für Familien und Auszubildende, sondern wir schaffen durch die Lärmschutzbebauung auch ruhige Innenhöfe zum Quartier hin. Zur Dachauer Straße hin entsteht eine attraktive Visitenkarte für die Siedlung. Die Modernisierung des angrenzenden Quartiers Max II, mit der wir bereits begonnen haben, wertet das Viertel zusätzlich auf", so Klaus-Michael Dengler, kaufmännischer Geschäftsführer der GEWOFAG. „Uns ist bewusst, dass unsere Mieterinnen und Mieter – auch durch die momentan schon laufenden Modernisierungen – einige Zeit dem Baustellenlärm und -schmutz ausgesetzt sein werden. Aber ich bin überzeugt, dass am Ende das Quartier sehr viel gewinnen wird – mehr Ruhe, schöne Außenanlagen und einen neuen Pflegestützpunkt. Dieser ist besonders für älter werdende Mieterinnen und Mieter eine große Unterstützung", sagt Dengler.
Die GEWOFAG ergänzt das Viertel um – bisher kaum vorhandene – Familienwohnungen mit drei bis fünf Zimmern. Zusätzlich entstehen zehn Projektwohnungen und eine Pflegewohnung auf Zeit für den neuen Standort von „Wohnen im Viertel", ein Programm der GEWOFAG, das Wohnen in der eigenen Wohnung mit der Versorgung und Pflege durch einen ambulanten Dienst im Haus verbindet, der rund um die Uhr verfügbar ist – ohne Betreuungspauschale. Die Leistungen stehen nicht nur den Bewohnerinnen und Bewohnern der Projektwohnungen zur Verfügung, sondern allen Mieterinnen und Mietern um Umkreis von 800 Metern. Zu „Wohnen im Viertel" gehören auch Räumlichkeiten für den Pflegestützpunkt des ambulanten Dienstes und ein Wohncafé, indem sich die Bewohnerinnen und Bewohner zum Essen und zu gemeinsamen Aktivitäten treffen. Alle neu errichteten Gebäude werden gemäß dem Standard eines KfW-Effizienzhauses 70 (EnEV 2009) beziehungsweise dem entsprechenden Standard nach EnEV 2014 errichtet und erreichen damit eine hohe Gesamtenergieeffizienz.

Modernisierung des Wohngebiets "Max II"

Bereits im Frühjahr dieses Jahres hat die GEWOFAG mit der energetischen Modernisierung von insgesamt 1200 Wohnungen zwischen Hilble-, Schachenmeier-, Held-, Funker- und Pfänderstraße aus den 1950er- und 1960er-Jahren begonnen. Aufgrund der großen Anzahl an Wohnungen führt die GEWOFAG die Maßnahmen in mehreren Bauabschnitten durch. Die Wohnungen erhalten eine wärmegedämmte Fassade und neue Fenster. Nach der Modernisierung entsprechen die Gebäude dem Energiestandard des KfW-Effizienzhaus 100 beziehungsweise dem entsprechenden Standard nach EnEV 2014. Die Modernisierung wird voraussichtlich bis Ende 2020 abgeschlossen sein.
Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten ist bis 29. Juli 2014 jeweils von Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet (Forum der GEWOFAG in der Kirchseeoner Straße 3 in Ramersdorf). (BSZ

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