Bauen

So soll die Bebauung des ehemaligen Togalwerks einmal aussehen. (Illustration: Laux Architekten)

07.10.2011

Schlüssiges Konzept

Laux Architekten gewinnen Planungswettbewerb

Laux Architekten und Nowak Landschaftsarchitekten aus München werden in Kooperation mit dem Bauherren Bayerische Hausbau das Areal des ehemaligen Togal-Werks in München Alt-Bogenhausen entwickeln. Auf dem 5100 Quadratmeter großen Grundstück entstehen in einer Kombination aus denkmalgeschützter Bausubstanz und modernen Gebäuden ab 2013 52 neue Wohneinheiten sowie Büro- und Einzelhandelsflächen und eine Tiefgarage. Den Planungswettbewerb, an dem sich sieben renommierte Architekturbüros beteiligt hatten, lobte die Bayerische Hausbau zusammen mit der Landeshauptstadt München im Juli 2011 aus. Den zweiten und dritten Platz erhielten Steidle Architekten und t17 Landschaftsarchitekten sowie Goergens Miklautz Architekten und Pier Mura und Claudia Ruf Landschaftsarchitekten.
„Insgesamt überzeugt der Entwurf durch seinen sensiblen Umgang mit der Villa und den stadträumlichen Bezügen sowie der sehr sorgfältigen, eigenständigen gestalterischen Sprache der Neubauten“, so Elisabeth Merk, Stadtbaurätin des Referats für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt zum Entwurf von Laux Architekten.

Historisches wird erhalten


Auch Jürgen Büllesbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Hausbau, würdigte den ersten Preisträger. „Laux Architekten hat uns mit ihrem schlüssigen Konzept, dem es gelingt, das vorhandene Baudenkmal harmonisch mit dem Neubau zu verbinden, überzeugt. Die Schaffung von Wohnraum an diesem ehemaligen Industriestandort zeigt exemplarisch, dass die Landeshauptstadt München gemeinsam mit privaten Investoren, wie mit uns, der starken Nachfrage nach zusätzlichen Wohnungen entgegen kommt.“
Auf dem Areal zwischen der Törringstraße, der Ismaninger Straße, der Händelstraße und einer nordwestlich angrenzenden Wohn- und Gewerbebebauung wird die Bayerische Hausbau 52 Eigentumswohnungen im gehobenen Segment mit rund 8200 Quadratmetern Wohnfläche, etwa 1600 Quadratmetern Bürofläche und rund 360 Quadratmetern Einzelhandelsfläche entwickeln. Diese werden sich auf Neubauten sowie ein denkmalgeschütztes Gebäude aus der Spätphase des 19. Jahrhunderts verteilen.
Das neubarocke Gebäude, das 1899 bis 1900 nach dem Entwurf des Architekten Paul Pfann als Gastwirtschaft der Familie Betz errichtet wurde und seit 1921 als Verwaltungsgebäude der Togal-Werk AG fungierte, bleibt vollständig erhalten. In enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege wird die historische Bausubstanz renoviert. Unter Denkmalschutz stehen ebenfalls der Georgi-Brunnen im Innenhof des Grundstücks, der 1901 von Heinrich Düll und Georg Pezold, den Erbauern des Friedensengels, geschaffen wurde sowie die historischen Mauerpfeiler an der Ismaninger Straße und der Händelstraße.
Neben dem denkmalgeschützten Gebäude befinden sich auf dem Grundstück derzeit noch die ehemaligen Produktions- und Verwaltungsgebäude des Pharmaunternehmens Togal. Zu diesen gehören ein dreigeschossiges Fabrikationsgebäude, zwei Erweiterungsbauten sowie eine Garage, die in den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren entstanden sind und im Zuge der Projektentwicklung drei- bis fünfstöckigen Neubauten weichen werden.
Ein begrünter und ruhiger Innenhof um den Georgi-Brunnen wird den zukünftigen Bewohnern als Erholungsraum und Rückzugsmöglichkeit dienen. Die Immobilie wird Nachhaltigkeitskriterien im Hinblick auf Ökologie, Ökonomie und Soziokultur berücksichtigen und neben Ressourcenschonung und Energieeffizienz den Bedürfnissen unterschiedlicher Nutzergruppen wie Paaren, Familien mit Kindern oder Singles gerecht werden.
Der Baubeginn soll im ersten Quartal 2013 erfolgen. Die Fertigstellung des Gebäudeensembles ist für 2014 geplant.
Das Areal, das die Bayerische Hausbau Ende 2010 von der Togal Werk AG erworben hat, befindet sich in einem gewachsenen Wohnviertel, umgeben von zahlreichen Grünflächen unweit des historischen Ortskerns mit dem Bogenhauser Kirchplatz. Südwestlich des Grundstücks liegt der öffentlich zugängliche Bürgermeistergarten mit gewachsenem Baumbestand. Nordöstlich befindet sich der Bundesfinanzhof.
Die Naherholungsgebiete Englischer Garten, Hofgarten und Isarauen sowie die Maximiliansanlagen sind mit einem Spaziergang zu erreichen. Schulen, Kindertagesstätten, ärztliche Einrichtungen und kleine Läden für den täglichen Bedarf sind in der unmittelbaren Umgebung zu finden. Neben einem guten Anschluss an das Verkehrs- und Radwegenetz, ist das Areal mit den fußläufig erreichbaren Tramlinien 17 und 18 direkt an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. (BSZ)

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