Bauen

Nach über elf Jahren an der Spitze der Obersten Baubehörde wurde Josef Poxleitner nun in den Ruhestand verabschiedet. (Foto: Friedrich H. Hettler)

01.07.2014

Schütz folgt auf Poxleitner

Oberste Baubehörde unter neuer Leitung

Innen- und Bauminister Joachim Herrmann hat gestern bei einem Festakt in der Münchner Residenz den langjährigen Leiter der Obersten Baubehörde OBB), Ministerialdirektor Josef Poxleitner, in den Ruhestand verabschiedet: "Als 25. Nachfolger von Leo von Klenze, dem ersten Leiter der Obersten Baubehörde, haben Sie seit 2003 die Staatsbauverwaltung als ideenreicher Lenker mit Faszination und Verantwortung geleitet und zukunftsfest gemacht." Herrmann dankte Poxleitner im Namen der Staatsregierung für sein außergewöhnliches Engagement für das Planen und Bauen in Bayern. Helmut Schütz wird nach den Worten Herrmanns als neuer Leiter die Oberste Baubehörde auf ihrem erfolgreichen Kurs weiterführen. Herrmann: "Zu Ihrer anspruchsvollen Aufgabe wünsche ich Ihnen viel Kraft und Erfolg sowie das Quäntchen Fortune das selbst der Tüchtigste braucht."

In eine turbulente Zeit geraten

Poxleitner hatte seit 2003 als Leiter der OBB die Geschicke des gesamten staatlichen Planens und Bauens gelenkt und mit seinen rund 11 000 Mitarbeitern zahlreiche Straßen, Brücken, Tunnel, Universitäten, Museen, Klinika und vieles mehr in Bayern gebaut. Der Innenminister betonte in seiner Rede besonders die Verdienste Poxleitners um die Reform der Staatsbauverwaltung. So sei Poxleitner als Leiter der Obersten Baubehörde in eine sehr turbulente Zeit gestartet. Es galt, die gesamte Verwaltung erheblich umzuorganisieren und aus 51 Hoch-, Straßen-, und Universitätsbauämtern 22 Staatliche Bauämter zu schaffen. Gleichzeitig wurden 1000 Stellen abgebaut.
"Trotz der Umstrukturierung und des Stellenabbaus hat es unsere Bauverwaltung geschafft, qualitativ stärker zu werden", lobte Herrmann.

Wichtige Zukunftstehmen rechtzeitig in Angriff genommen

Gleichzeitig sei es Poxleitner gelungen, wichtige Zukunftsthemen rechtzeitig in Angriff zu nehmen, so zum Beispiel das Public Private Partnership. Als Bundesweit erstes PPP-Projekt im Straßenbau konnte die A 8 zwischen Augsburg und München ausgebaut werden, im Hochbau wurde die Justizvollzugsanstalt München im Rahmen dieses Modells gebaut. Herrmann bezeichnete Poxleitner auch als Vorreiter beim energieeffizienten Bauen. Er habe bundesweit innovative Projekte angestoßen, zum Beispiel den Passivhausstandard für neue staatliche Verwaltungsgebäude. Gleichzeitig pflegte und intensivierte Poxleitner den Austausch mit den berufsständigen Vertretungen und Verbänden der Bauwirtschaft. So habe er sich sehr um das gegenseitige Verständnis und die partnerschaftliche Zusammenarbeit verdient gemacht.

Zuvor Präsident der Autobahndirektion Nordbayern

Zum neuen, 26. Leiter der Obersten Baubehörde, Helmut Schütz, sagte Herrmann: "Mit Ihnen haben wir wieder einen passionierten Bauingenieur als Leiter der Obersten Baubehörde gewonnen. Mit Ihrer fachlichen Kompetenz, Ihrem Fingerspitzengefühl und Ihrer guten Vernetzung werden Sie die weiteren Zukunftsfelder der Obersten Baubehörde gut bestellen und das Haus auf seinem erfolgreichen Kurs weiterführen."
Schütz, Jahrgang 1957, leitete von September 2007 bis Dezember 2011 die Autobahndirektion Nordbayern. In seiner Amtszeit als Präsident der Autobahndirektion wurden unter anderem mit der A 73 die "Verkehrsprojekte Deutsche Einheit" in Bayern sowie die A 6 als durchegehende Verbindung von Nürnberg nach Prag fertiggestellt. Im Januar 2012 kehrte Schütz erneut an die OBB zurück, wo er dann zweieinhalb Jahre die Abteilung "Zentrale Angelegenheiten" leitete. (Friedrich H. Hettler)

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