Bauen

Für jeden dritten Eigenheimbesitzer wäre eine Immobilie ohne Garten undenkbar. (Foto: Bilderbox)

09.07.2014

Selbstnutzer mögen es grüner als Anleger

Immobilienbarometer: Naturnähe und ein eigener Garten sind für Eigenheimbesitzer ein wesentliches Kriterium

Wenn das Umfeld nicht stimmt, nützt auch die schönste Immobilie nichts. Denn die wichtigste Maklerregel lautet: Lage, Lage, Lage! Doch gibt es unterschiedliche Ansichten dazu, was eine gute Lage ausmacht. Während es die Selbstnutzer eher an den Stadtrand zieht, investieren Anleger bevorzugt in städtische Immobilien und legen mehr Wert auf gute Parkmöglichkeiten als auf Naturnähe. Zu diesem Ergebnis kommt die gemeinsame Studie von ImmobilienScout24 und Interhyp, für die insgesamt 1129 Kaufinteressenten im Mai 2014 befragt wurden.
Gute Einkaufsmöglichkeiten und Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel – das sind für die Mehrheit der Immobilienkäufer die beiden wichtigsten Lagekriterien bei der Immobilienwahl (68 beziehungsweise 58 Prozent). Beim Punkt „Naturnähe" gibt es jedoch unterschiedliche Präferenzen: Während fast die Hälfte (45 Prozent) der Eigennutzer großen Wert auf eine grüne Umgebung legt, ist dieser Lageaspekt für Anleger weniger entscheidend (29 Prozent). Das geringere Interesse ein Objekt in der Nähe von Wald und Wiesen zu kaufen, mag auch daran liegen, dass für die meisten Kapitalanleger (53 Prozent) ausschließlich eine Immobilie in der Stadt in Frage kommt. Nur knapp 5 Prozent der Anleger würde in eine ländliche Immobilie investieren. Dagegen präferiert die Mehrheit der Eigennutzer den grünen Speckgürtel (54 Prozent), nur jeder Dritte will in der Stadt wohnen oder aufs Land ziehen (13 Prozent).
Auch bei den Ausschlusskriterien gibt es große Unterschiede zwischen Selbstnutzern und Immobilienanlegern. Für jeden dritten Eigenheimbesitzer wäre eine Immobilie ohne Garten undenkbar. Insbesondere den Frauen ist die grüne Oase wichtig. Für Anleger ist dieses Kriterium dagegen zweitrangig (11,5 Prozent Zustimmung). Sie achten eher auf bauliche Eigenschaften und möchten keine Immobilie ohne Balkon oder niedrigen Decken (24 beziehungsweise 26 Prozent). Einig hingegen sind sich alle Käufergruppen darin, dass auf keinen Fall eine große Straße oder problematische Nachbarschaft die Wohn-Idylle stören darf. (BSZ)

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