Bauen

Die neue Logitikanlage im Nürnberger Hafen. (Foto: Raben)

05.10.2012

Strategisch wichtiger Standort

Neubau eines Logistik-, Umschlag- und Speditionsbetriebs im Hafen Nürnberg

Am 31. August 2012 eröffnete Raben Germany, Mönchengladbach, offiziell das neue Logistikterminal im Nürnberger Hafen, das neben einem modernen Hochregal- und Umschlaglager auch über neue Büros verfügt. Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgte in der Nacht vom 2. auf den 3. September.
„Das neue Lager bietet eine Kapazität von 15 000 Quadratmetern für die Warenlagerung und zusätzlich 8000 Quadratmeter Umschlagfläche. Wir haben rund 18 Millionen Euro in den Neubau investiert. Nürnberg ist nicht nur für die deutsche Wirtschaft ein wichtiger Standort, sondern auch für die Raben Group. Die Niederlassung Nürnberg fungiert als Gateway Richtung Mittelost-Europa – aus diesem Grund haben wir uns für den Neubau am Standort Nürnberg entschieden. Dank dieser effizienten Anlage können wir unsere Abläufe weiter optimieren, was natürlich auch für unseren Kunden einen Vorteil darstellt“, sagte Ewald Raben, CEO der Raben Group.
Neben den neuen Logistikanlagen in Wuppertal, Würzburg und Mittenwalde bei Berlin ist die Immobilie in Nürnberg eine weitere Investition, die Raben in Deutschland in den letzten zwei Jahren getätigt hat.
„Unseren Mitarbeitern in Nürnberg stehen neue moderne Büroräume auf 1673 Quadratmetern zur Verfügung. Für uns ist es von großer Wichtigkeit unseren Mitarbeitern ein gutes Umfeld und eine freundliche Umgebung zu garantieren. Das neue Lager ist temperaturgeführt, was eine Lagerung von Waren mit speziellen Anforderungen, wie etwa Lebensmitteln, ermöglicht“, so Helmut Huber, Niederlassungsleiter.
79 statt vorher 55 Verladetore schaffen optimale Bedingungen für eine schnelle und flexible Reaktion auf die Anforderung der Kunden – auch in Zeiten stark steigenden Transportaufkommens. Mit Hilfe eines Video-Überwachungssystems mit 114 Kameras ist eine lückenlose Verfolgung aller Sendungen möglich. Sämtliche Prozesse werden dokumentiert und analysiert und können so bei Bedarf schnellstmöglich angepasst werden. Die Anlage verfügt über ein Sprinklersystem gemäß dem VDS-Standard und bietet daher auch im Bereich Brandschutz den höchsten Grad an Sicherheit.

Silberfarbene Trapezbleche als Fassadenbekleidung


Die neuen Hallen sind eine Flachdach-Konstruktion aus Stahlbetonbindern, Trapezblechen, Wärmdämmung und mit Kunststoff-Folien-Dachabdichtung. Zwei große Tagelichtbänder im Dach machen die Umschlaghalle hell und freundlich. Fassadenbekleidung besteht aus silberfarbenen, senkrecht verlegten Trapezblechen, dahinter gibt es eine Wärmedämmung und eine waagerecht Tragpaneel an Stahlbetonstützen. Alle Überladeeinheiten bestehend aus roten Sektionaltoren (Breite: 2,80 Meter, Höhe: 3,0 Meter), schwarzen elektrohydraulischen Übeladebrücken der Größe 2 x 3 Meter mit fünf Tonnen Nutzlast sowie mit schwarzen Vollschaumtorabdichtungen. Der Hallenboden wurde in Industrie- Beton mit Stahlfaserbewehrung ausgeführt.
Das Bürogebäude verfügt über eine Metall-Paneel-Fassade in dunkelgrau (kunststoffbeschichtete Stahlbleche), verlegt auf einer Aluminium-Unterkonstruktion, Mineralfaser-Wärmedämmung und Stahlbeton-Wandplatten als tragende Fertigteile. Große Kunststofffenster in Anthrazit sorgen für helle, freundlich und lichtdurchflutete Arbeitsräume. Alle Fenster haben Sonnenschutzanlagen aus waagerechten, silbernen Aluminiumlamellen in Führungsschienen, die elektrisch betrieben sind.
Für die Flachdachkonstruktion wurde eine Stahlbetondecke, gewählt, mit Wärmdämmung und mit Kunststofffolien- Dachabdichtung, darauf gibt es eine extensive Dachbegrünung. Der Aufzug wurde mit Granitboden und Edelstahl-Wandverkleidungen ausgeführt. Die Treppenstufen und Treppenflure erhielten einen Granitbodenbelag, an den Wänden befinden sich mit Glasfasertapeten sowie hochwertiger Anstrich.
Die Flure in den Geschossen sind teilweise gefliest, im 3. Obergeschoss gibt es einen Teppichboden. Die Böden in den Büros erhielten teilweise CV-Kunststoff-boden beziehungsweise Teppichboden. Die Wändflächen wurden mit Raufasertapete und Anstrich ausgeführt. Die Decken in allen Räumen bestehen aus schallschluckenden, weißen Mineralfaser- Patten und sind im Raster von 62 x 62 Zentimetern auf weißen Metallschienen verlegt. Darin integriert sind die für die Bildschirmarbeitsplatz geeigneten Rasterleuchten.
Die Projektleitung für den Neubau des Logistik-, Umschlag- und Speditionsbetriebs im Nürnberger Hafen lag beim Architekturbüro Thomas Frücht aus Xanten. (FHH

(Das Bürogebäude hat eine dunkelgraue Metallfassade; über 23 000 Quadratmeter Nutzfläche stehen zur Verfügung - Fotos: Raben)

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