Bauen

Das Museum Brandhorst in München. (Foto: Hettler)

25.11.2011

Viele faszinierende Objekte standen zur Wahl

Erstmals wurde der Bayerische TourismusArchitekturPreis "artouro" verliehen

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil und der Vizepräsident der Bayerischen Architektenkammer Rudolf Scherzer haben die Gewinner des erstmals ausgelobten Wettbewerbs um den Bayerischen TourismusArchitekturPreis „artouro“ ausgezeichnet. „Der Freistaat spielt bei moderner Tourismusarchitektur in der ersten Liga. Das belegt die große Resonanz auf den Wettbewerb“, lobte Zeil im Rahmen der Preisverleihung in der Allianz-Arena in München-Fröttmaning. Drei Hotels, eine Vinothek, eine Touristinformation und vier Ausflugsziele aus allen Landesteilen Bayerns überzeugten eine eigens berufene Fachjury mit ihrer Kombination aus architektonischer Qualität und touristischer Attraktivität. Sie setzten sich in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld aus fast 100 Bewerbungen und 20 Nominierungen durch.
Der Wettbewerb richtet sich an Hotel- und Gastronomiebetriebe sowie an touristische Ausflugsziele wie Museen oder kommunale Touristeninfos. Der Preis soll zeigen, dass Investitionen in qualitätsvolle Tourismusarchitektur kein Wagnis sind, sondern sich rentieren. „Gelungene Architektur zieht Gäste an. Deshalb ist sie ein wichtiger Impulsgeber für unseren Fremdenverkehr. Alle ausgezeichneten Objekte sind Leuchttürme des Bayerntourismus, die alle eine Reise wert sind“, betonte der Minister. Besonders erfreut zeigte sich Zeil über die große Zahl von Teilnehmern aus den ländlichen Regionen Bayerns. „Die touristische Strahlkraft der Bauten bietet insbesondere für den ländlichen Raum einen echten Mehrwert.“
Scherzer hob besonders die qualitätvolle Architektur aller eingereichten Projekte hervor. „Wer im Tourismus wettbewerbsfähig bleiben möchte, wird zukünftig neben Qualität auch stärker Themen wie barrierefreies oder energieeffizientes und nachhaltiges Planen und Bauen im Blick haben müssen. Für diese Aufgaben sind unsere bayerischen Architekten bestens gerüstet.“
Die neun Preisträger des Wettbewerbs werden in Zukunft an einer hochwertigen Plakette am Gebäude mit der Aufschrift „artouro 2011“ zu erkennen sein.

Neun Preisträger


Die Gewinner in der Tourismusregion Allgäu/Bayerisch-Schwaben sind: das Explorer Hotel Fischen (Fischen; Architekten Sieber-Renn, Sonthofen) und die Vinothek Winzerhof Gierer am Bodensee (Nonnenhorn; Mattes sekiguchi partner architekten, Heilbronn). In der Tourismusregion Franken gehören zu den Preisträgern die Erhöhung des Bergfrieds Treuchtlingen (Maß-Stab Architekten, Treuchtlingen, und Gruppe DASS, Weißenburg); die Erweiterung des Knauf-Museums Iphofen (Böhm + Kuhn Architekten, Iphofen) sowie die Tourist-Info im Alten Rathaus Schweinfurt (Hochbauamt der Stadt Schweinfurt).
Sieger in der Tourismusregion München-Oberbayern sind das Biohotel im Apfelgarten (Kranzberg; Deppisch Architekten, Freising) und das Museum Brandhorst (München; Sauerbruch Hutton, Berlin) sowie in der Tourismusregion Ostbayern der Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald (Neuschönau; Architekturbüro Josef Stöger, Schönberg) und das Kultur- und Begegnungszentrum Haus St. Joseph (Waldsassen; Brückner & Brückner Architekten, Tirschenreuth).
Der BayerischeTourismusArchitekturPreis „artouro“ ist die einzige staatlich vergebene Auszeichnung für Tourismusarchitektur in Deutschland. Er soll architektonischen Mut und Weitsicht in der für Bayern wichtigen Leitökonomie würdigen und Anreize für eine Zusammenarbeit zwischen Architektur und Tourismus setzen. Kooperationspartner ist die Landesmarketingorganisation Bayern Tourismus Marketing GmbH, die mit der Marke „Sightsleeping“ deutschlandweit eine Vorreiterrolle bei der Vermarktung ästhetisch anspruchsvoller Hotels spielt.
Teilnahmeberechtigt am diesjährigen Wettbewerb waren Bauherren und Architekten von touristischen Bauten im Freistaat, die zwischen 2006 bis 2010 fertiggestellt wurden. Die Auszeichnung soll künftig im Turnus von zwei Jahren vergeben werden.

Es hat sich viel getan


„Es gab unheimlich viele vorbildliche Objekte, die sich beworben haben. Besonders fasziniert haben mich dabei die Projekte, die denkmalgeschützte Objekte mit zeitgenössischer Architektur verbinden“, erklärte „artouro“-Jurymitglied Martin Spantig von der Bayern Tourismus Marketing Gmbh. „In Bayern hat sich in den letzten Jahren in Sachen touristischer Architektur viel getan, das belegen die artouro-Gewinner beispielhaft“, so Spantig.
Der Fachjury gehörten unter anderem Lutz Heese, Präsident der Bayerischen Architektenkammer, Professor Hartmut Raiser, Architekt und Innenarchitekt und Professor Felizitas Romeiß-Stracke, Plattform für Tourismusarchitektur, an. Den Vorsitz führte die Landschaftsarchitektin Professor Donata Valentien.
(Friedrich H. Hettler)

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