Bauen

23.07.2010

Mehr Platz für mehr Schüler

Erweiterung der Realschule Vinzenz von Paul im Kloster Indersdorf

Die Realschule Vinzenz von Paul ist in der Klosteranlage Markt Indersdorf, dem ehemaligen, 1126 gegründeten, Augustinerchorherrenstift untergebracht. Aufgrund der ständig steigenden Schülerzahlen meldete die Schulleitung erhöhten Bedarf an Fachklassen- und Nebenräumen an. Gleichzeitig wurde überlegt, ob nicht Tagesheimeinrichtungen zusätzlich angeboten werden sollten.
Von der historischen Bedeutung des Gebäudekomplexes ausgehend bot sich für das mit der Planung beauftragte Münchner Architekturbüro kaup jesse hofmayr werner sinnvollerweise eine Schulnutzung an, damit das Areal insgesamt für die Realschule genutzt werden kann. In den zur Debatte stehenden Räumlichkeiten fand ursprünglich keine Wohnnutzung statt. Vielmehr handelte es sich hierbei um das frühere Archiv, die Kanzlei sowie die ehemalige Baustube und Bauküche des Stifts.
Das Architektenteam ging in seiner Planung zunächst davon aus, dass die Grundstruktur des Gebäudekomplexes komplett erhalten blieb. Die horizontalen Abschlüsse wie Gewölbe beziehungsweise Decken wurden in ihrer Lage nicht verändert, was einen erheblichen kostensparenden Faktor mit sich brachte. Die damit vorhandenen lichten Raumhöhen mussten jedoch zur Kenntnis genommen werden. Die tragende Struktur der Außen- und Innenwände blieb erhalten, leichte Querwände im Innenbereich wurden ohne Probleme verändert und der neuen Nutzung angepasst.
Der Zugang erfolgt über ebenerdige Eingänge vom Innenhof aus beziehungsweise für die Fachklassen hauptsächlich im 1. Obergeschoss aus dem Flurbereich des Altbaus an der Maroldstraße und erschließt im 1. Obergeschoss den Fachklassenraum Biologie. Im hofseitigen Anbau sind – ermöglicht durch die große Gebäudetiefe – die erforderlichen Toiletten sowie zwei der fehlenden fünf Ausweichklassen untergebracht. Der Höhenunterschied beider Gebäudeteile ist mittels Rampenausbildung behindertengerecht gestaltet. Das Fluchttreppenhaus befindet sich südlich des Gebäudes an Stelle der Hennenstube. Im dreiecksförmigen, östlichen Gebäudeende wurde die zentrale Treppenanlage integriert.
Im 2. Obergeschoss befinden sich nochmals zwei Fachklassen (Musik, Informatik), wobei das Raumvolumen in den Dachraum hinein geöffnet und der denkmalgeschützte, erhaltenswerte barocke Dachstuhl in Teilen erlebbar wird. Im hofseitigen Anbau ist in den großen Dachraum hinein der geforderte Mehrzwecksaal integriert.
Die Durchfahrt im Erdgeschoss in den Innenhof wurde mit öffenbaren Stahl-Glas-Elementen geschlossen, sodass zusätzlich ein großzügiger Kunsterziehungs- und Ausstellungsraumbereich entstand.
Die äußere Gestalt des Gebäudes an der Marienplatzseite wird geprägt durch die vorhandene denkmalgeschützte Fassade. Hier wurden Fenster- und Putzerneuerungen sensibel vorgenommen und eine Fassadengestaltung farblich abgestimmt, die der bereits vorhandenen sanierten Klosteranlage entspricht. Zusätzliche Schleppgauben erhellen in der Dachfläche den Dachraum.
Der rückwärtige Fassadenbereich (zum Innenhof) wird geprägt durch die starke Rhythmisierung der Arkaden vor dem Flurbereich, die so wertvoll erschienen, dass es sich lohnte, diese zu öffnen, um nicht nur den Flurbereich zu belichten, sondern über diese großflächige Fassadenstruktur auch noch zusätzlich Lichtqualität in die ansonsten relativ mager belichteten Fachklassen zu bringen. Im Inneren des Gebäudes entstand eine helle freundliche Schulatmosphäre.
Bis der Erweiterungsbau der Realschule Vinzenz von Paul aber fertiggestellt war, war eine Interimslösung nötig. Vielerorts liegen die Schüleranmeldungen an Grund-, aber auch weiterführenden Schulen weit über den Erwartungen. Auch durch die Anforderungen einer Ganztagsbetreuung steigt der Raumbedarf in den Bildungseinrichtungen. Diese Situation erfordert rasches Handeln seitens der Behörden, die ihrerseits aber auch auf die Kosten achten müssen. Hier sind so genannte Systemgebäude aus standardisierten Raumeinheiten eine echte, weil noch vor Schuljahresbeginn im Sommer realisierbare, Alternative.
Hatte man bisher noch den „Baustellencontainer‘‘ mit seiner spartanischen Ausstattung und auf das Nötigste beschränkten Wärmedämmung im Kopf, so zeigen sich moderne Interimsgebäude wie die von Kleusberg als echte Alternative zum Neubau. Und das nicht nur in puncto Ausstattung und Aussehen. Auch bei der Energieeffizienz hat sich einiges getan. Sämtliche Gebäude werden nach der gültigen Energie Einsparverordnung (EnEV) 2009 errichtet und helfen somit, die Betriebs- und Energiekosten im Griff zu behalten.
Zahlreiche Schulen müssen zum Beispiel während Sanierungsarbeiten am Bestand teilweise oder insgesamt ausgelagert werden. Hier bietet sich die Anmietung von Klassenräumen oder einer voll funktionsfähigen Interimsschule an, da in der Regel bereits nach einigen Monaten die Sanierung abgeschlossen ist. Vielfach geht es jedoch auch darum, die Kapazitäten flexibel dem künftigen, vielleicht schwankenden Bedarf anpassen zu können. Wenn beispielsweise jetzt auf-grund der immensen Schülerzahlen zusätzliche Klassen, eine Schulmensa oder Aufenthaltsräume für die Nachmittagsbetreuung benötigt werden. (BSZ)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (43)

  1. schpolter fleckla am 01.04.2014
    Die 1,5 % Einzelbaudenkmäler helfen mir rein gar nichts, wenn ich Besitzer eines solchen Hauses bin. Also was soll diese Statistik? Ich würde sie so auslegen, dass dann diese 1,5 % auch keine Rolle mehr spielen.

    Wenn ich daran denke, dass gerade das BLfD den unförmigen Klotzanbau an unserem schönen spalter Kornhaus engstirnig verteidigt und stur genehmigt hat, braucht man sich nicht zu wundern, wenn spalter Bürger es für äußerst ungerecht empfinden, wenn sie auf versteckten Dächern im Altstadtbereich nicht einmal eine Solaranlage genehmigt bekommen.

    Anscheinend vertritt das BLfD den Standpunkt, dass ein denkmalgeschützter Bereich lieber verwaist und verfällt als dass er umweltgerecht saniert werden kann.
  2. Wollknäul am 01.08.2014
    Für die Wahrheitsliebenden zur Kenntnis:
    Windkraft bewirkt:
    - Förderung von Korruption in Ämtern, Behörden, Kommunalpolitik (z.B. in Gemeindevertretungen, Kreistagen), in der Landes- und Bundespolitik, von Landbesitzern, Naturschutzverbänden
    - Förderung sozialer Ungerechtigkeit in ländlichen Räumen, Störung des Gemeindefriedens durch Ausgrenzung und Übergriffe auf andersdenkende Mitbürger
    - Förderung von Planwirtschaft bei gleichzeitiger Aufhebung der sozialen Marktwirtschaft
    - Förderung von Gier und Gewinnsucht => Mißachtung des Grundgesetzes Artikel 2 (2) Satz 1 (Gesundheit) , Artikel 20a (Natur- u. Artenschutz), Artikel 14 Absatz 1 (Eigentum), der EU-Richtlinien zum Schutz der Avifauna
    - Ausbreitung von Krankheiten wie VAD, WTS, Herz-Kreislauferkrankungen durch ILFN (Infra- und tieffrequenten Schall) und Dauerlärm, Botulismus (Gärschlämme von Biogasanlagen) durch staatliche Förderung, die rücksichtslos jede Vorsorge mißachtet
    - Vernichtung von Natur- u. Erholungsraum für die Bevölkerung durch Umwidmung in Industrieräume durch Erlangung von staatlichen Hilfen/Fördergeldern
    - Zerstörung privatwirtschaftlicher Einnahmequellen, z.B. Vermietungen im Tourimus
    - Vernichtung von identitätsstiftenden Kulturdenkmalen, Naturräumen, Landschaften und Sichtachsen
    - Schädigung der Volkswirtschaft durch extreme Stromkosten => Verlust von Kaufkraft in der Bevölkerung und von Arbeitsplätzen durch Einsparungsnotwendigkeit und Abwanderung von energieintensiven Industrien, Wettbewerbsnachteile und Verzerrungen
    - Verödung/ Verwahrlosung der ländlichen Räume durch Abwanderung von Wirtschaftsunternehmen (Arbeitgebern), der Bewohner wg. Gesundheitsschäden und sozialem Unfrieden
    - Energiearmut => in der BRD bereits Abschaltung von 800.000 Haushalten , zusätzliche Verarmung von Hartz IV-Empfängern, Alleinerziehenden, Rentnern
    - Lobbyankündigungen ./. Realität: Entgegen aller Behauptungen der Empfänger von staatlichen Beihilfen (EEG-Profiteure) keine Einsparung von CO2
    Keine Klimabeeinflussung im Sinne einer Senkung der Weltdurchschnittstemperatur
    Statt dessen eklatante Erhöhung des CO2-Ausstoßes durch mehr Kohlekraftwerke
    Keine Erderwärmung seit 15 Jahren - Auch das IPCC muß seine Prognosen andauernd herunterrechnen
  3. Exsecutor am 17.08.2014
    Ein sehr treffender Kommentar der mir aus der Seele spricht!

    Vor allem fehlt es heute leider viel zu oft an der Ehre Dinge auch wirklich selbst zu durchplanen und zu durchdenken und sich weder als verlängerte Absatzabteilung der Baustoffindustrie mißbrauchen zu lassen, noch auf der anderen Seite Fachfirmen als bequeme und willige Informations- und Zuarbeiter in der Planungsphase zu mißbrauchen!

    Wenn man sich überlegt, welche phantastischen Bauwerke früher - also viel früher - gebaut wurden, die heute noch stehen! Und heute? Welche Lebensdauer (und manchmal auch Lebensqualität) haben denn unsere angeblich so modernen und nachhaltigen Bauwerke?¿?
  4. Zitrone am 23.08.2014
    Riga ist wunderschön und nur gut zwei Flugstunden von Deutschland entfernt und eine fröhliche Stadt.
    Ich wünsche den baltischen Staaten, dass die USA und Europa dem Russland unter Putin unmissverständlich klarmachen können, Finger weg von den baltischen Staaten.
  5. Zitrone am 21.09.2014
    An sich ist die HOAI eine gute Sache, weil sie Klarheit über die vereinbarten Leistungen und Gegenleistungen schafft. Allerdings scheint sie m.E. zu viel Spielraum zugunsten der Ingenieure und Architekten bezüglich der Einstufungen zu lassen und bietet keinen ausreichenden Anreiz für kostengünstiges und wirtschaftliches Bauen, sondern hat immer noch zur Konsequenz, je höher die Bausumme, desto höher das Honorar. Ein falscher Anreiz.
  6. Johann am 30.09.2014
    Die überzüchtete Mietblase in den Großstädten, wird sehr bald blatzen, weil
    die Mieter aufs Land ziehen und für Nicht-EU Bürger gibts nun mal keine Miete.
  7. Denker am 05.10.2014
    Diese Umfrage basiert auf unbegründete Annahme dass es überhaupt eine Blase gibt. Man könnte es lediglich so interpretieren, dass die Deutschen erwartern eine Rückgang von Immobilienpreisen.
  8. Bauarbeiter am 31.10.2014
    In zwei Monaten (das ist der Rest des Jahres) drei Tiefgeschosse? Die Baustelle mit dem engen Raum wird noch mehrmals verlängert werden. Dieser Fremdkörper ist für mich ein Wahnprojekt und wird wahrscheinlich kein Ort für glückliches Leben werden.
  9. Sepp am 23.01.2015
    Mit Verlaub bemerkt: ss ist eine bodenlose s. ... wie mit den Steuergeldern de
    "bayerischen Steuerzahler" (Länderfinanzausgleich) umgegangen wird.
    Es sollte daher Strafanzeige gestellt werden.
  10. Jim am 06.02.2015
    Dass unser Innenminister (und -nebenbei?-) Bauminister meint, dass keiner "den Stil der 1950er Jahre (...) heute keiner mehr sehen" könne, zeigt auf für mich auf erschreckende Weise, was dabei herauskommt, wenn man meint, ein Minister müsse von seinem Fach keine Ahnung haben und könne einfach jede Aufgabe übernehmen, die gerade zu besetzen ist. Erstens wurde in jeder Epoche qualitätvoll und weniger qualitätvoll gebaut und zweitens ist nicht alles Neue, nur weil es neu ist, architektonisch und auch von der Lebensqualität her besser. Ich empfehle dem Herrn Minister einfach nur eine kurze Fahrt mit dem Zug vom Münchner Hauptbahnhof nach Pasing. Was da in den letzten Jahren entlang der Arnulfstraße, mit Ausnahme des wirklich gelungenen Busbahnhofes von Auer und Weber, hingeklotzt wurde, könnte auch manchem architektonischen Laien zu Denken geben. Gerade die gescholtenen Baumeister der 1950iger Jahre hätten diese Aufgabe bestimmt humaner und womöglich auch eleganter gelöst.
  11. duerschinger architekten am 24.02.2015
    Es war technisch und gestalterisch ein langer Weg zu einer letztendlich selbstverständlichen Fassadengestaltung dieses neuen Stadtbausteins. Wir hätten zumindest eine Namensnennung für unsere engagierte Mitwirkung bei diesem bedeutenden Wahrzeichen der Energiewende verdient.
  12. Roland am 24.02.2015
    Ist Erding!
  13. Roland am 03.03.2015
    18,50/qm Kaltmiete?
  14. Roland am 01.04.2015
    Ja, stimmt, alle 2 Jahre eine Mieterhöhung!
  15. Susanne am 13.04.2015
    Wie in 85435 Erding!!!
  16. Johann am 23.04.2015
    Wie in Erding, da geht alles hops an den Mietpreisen!
  17. Paperrot am 05.05.2015
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    an den Herrn Fehlhaber hätte ich durchaus eine Frage: was soll an einem Abriss mit Neubau "nachhaltiger" sein, als an einer Sanierung!?! Auf eine Hinweis wo man so etwas nachlesen kann und wie das dann begründet sein soll wäre ich sehr gespannt!
    MfG
  18. Markus am 06.07.2015
    Was für ein Architektengeschwurbel!! "Die Sporthalle nimmt sich außen und innen in ihrer Materialität stark zurück." Das ist nichtssagender Nonsens! Seit werden denn hier einfach nur Werbetexte von Architektenbüros abgedruckt? Und zum Bau: Wieder so ein "Sicht"betonpalast, für den uns unsere Enkel genauso verachten werden, wie wir die Entscheidergeneration der 60-er und 70-er Jahre.. Fensterlose Umkleiden und Gänge mit dem Charme von Justizvollzugsanstalten!
  19. Markus am 17.08.2015
    Herr Schroeter beschreibt ein Fehlverhalten, dass auch die Vergeudung von Steuergeldern verursachen kann. Gemäß dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, der Vergabeverordnung und den Vergabe- und Vertragsordnungen ist der Zuschlag nicht auf das billigste (günstigste) Angebot zu erteilen, sondern auf das wirtschaftlichste Angebot. Nach meiner Meinung kann in der Regel das wirtschaftlichste Angebot ermittelt werden, wenn tatsächlich die drei Eignungskriterien Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit und Fachkunde von der Vergabestelle konkretisiert und bei der Vergabe von Aufträgen eingefordert wird. Dabei sollte es selbstverständlich sein, dass in der Vergabestelle gut qualifiziertes Personal tätig ist.
  20. Claudia am 10.09.2015
    Blos existieren seit 15 Jahren keinerlei bezahlbare Wohnungen
    mehr!
  21. Klaus-Dieter am 29.09.2015
    Höchste Mieten in München? Die haben wir im Landkreis Dachau, Freising und Erding schon seit Jahren!
  22. Mietai am 01.10.2015
    """""„Bund und Länder haben erkannt, dass wir sehr schnell sehr viele neue bezahlbare Wohnungen bauen müssen, wenn die Flüchtlingskrise....""" Das wird nicht bringen, da die Kommunen, Genossenschaften u.a., dann zwar über Eigentum verfügen aber nicht über Belegungsrechte. Deshalb wurde ja schon in den letzten 10 Jahren nichts mehr gebaut! War nützt mir das wenn ich nicht bestimmen darf wer ein meine Wohnungen einziehen darf.
  23. Peter M am 02.10.2015
    Ich interessiere mich auch sehr für Holzbau und Holzfertighäuser! Bei Fragen würde ich mich an Naturhaus wenden, das Klimahauskonzept überzeugt mich und ich habe bisher nur Gutes von ihnen gehört!
  24. Paula am 05.10.2015
    Uiiiii neue Wohnungen für Asylbewerber!
  25. Wähler am 08.10.2015
    Dann haben eben 84 % vergessen Ihre Courtage in den Verkaufspreis einzurechnen!
  26. Ibn Miad am 10.10.2015
    "Schön" geht anders...

    "... verankern den Neubau selbstverständlich und zugleich ohne historisierenden Anspruch in sein städtisches Umfeld". "Ohne jeden Anspruch" trifft's wohl eher. Wieder so ein liebloser Klotz. Aber muss ja heutzutage schon froh sein, wenn der Neubau in etwa gleich hoch ist mit den Altbauten drumrum.

    Bei der heutigen Architketur vermisse ich bisweilen ein wenig die Liebe zum Detail. Warum immer nur glatte Flächen? Warum nicht mal ein Mäuerchen hier, einen Sims da? Vielleicht ein Umlauf, der das Gebäude zumindest optisch zusammenhält? Ich finde, die Architekten machen es sich sehr leicht. Vielleicht ist es ihnen ja auch egal.
  27. Andreas Lesser am 26.10.2015
    Sollte die Flächenangabe von 12.000 qm Nutzfläche richtig sein, dann kostet der Quadratmeter € 5.500. So viel kann man nicht einmal für Luxuswohnungen ausgeben! In welchen Bereichen wird also Geld verschwendet? Für € 2.700/qm inkl. MwSt. kann man sehr aufwendige Büros für privater Firmen erstellen, warum nicht auch der Freistaat?
    25 kWp durch die Fotovoltaik entsprechen einer Fläche von maximal 250 qm, warum wird die restliche Dachfläche nicht genutzt? Die tatsächliche Leistung von 20.000 kwh spart ca. € 4.000 Strom im Jahr. Bei den Gebäudekosten von € 66 Mio. eine irrelevante Größe.
  28. Zitrone am 28.10.2015
    Bei diesem Wahnsinn kann man nur hoffen, dass nicht noch mehr Befugnisse auf Brüssel übertragen werden. Wenn da unsere Bundesregierung mitmacht, gehört sie abgewählt. Schließlich kann sie auch seit Jahren schärfere Grenzwerte für die Monsterautos blockieren.
    Wundert sich noch jemand, wenn die Wahlbeteiligung bei Europawahlen unter 50% sinkt? Es lebe die Diktatur der Brüsseler Lobbykratie!
  29. Pablo am 02.12.2015
    Im letzten Satz ist ein eklatanter Fehler festzustellen: Es ist die Trennung von Planung und Bauausführung, die die Qualität sichern hilft. Freie Architekten planen unabhängig von Herstellern und Dienstleistern und sind bestrebt, höchste Planungs- und damit später auch Ausführungsqualität zu erreichen. Architekten sind nur ihrem Bauherren verpflichtet. Diese treuhänderische Wahrnehmung der Bauherren-Interessen gilt es im Sinne des Verbraucherschutzes (hier eher: Bauherren-Schutzes) sowie der Baukultur zu erhalten.
  30. Sir am 19.01.2016
    Dem kann man nur zustimmen und sich wundern, warum die Kritik so lange gebraucht hat. Ich kenne Menschen, die eine ähnliche Meinung schon auf einer "Diskussionsveranstaltung" vertreten wollten, auf der man aber die Bürger sicherheitshalber nur durch den Mund einer verharmlosenden Moderatorin zu Wort kommen ließ. Hoffentlich kommt jetzt Luft unter die Käseglocke der Frau Merk.
  31. Zitrone am 29.01.2016
    Mehr als 20 Jahre Wohnungsbauförderung Stillstand. Warum reagiert die Politik erst, wenn der Tsunami schon da ist? In dieser Zeit waren alle Parteien in der Regierungsverantwortung, also kann es keiner auf den anderen schieben und in Bayern haben wir ja das Ponitfikat der CSU. Warum blockieren die Landesregierungen? Alle Landes- und Bundestagsabgeordnete und Regierungsmitglieder für ein Jahr auf Wohnungssuche für eine bezahlbare Wohnung. Schneller noch als bei den Griechenlandbeihilfen gäbe es "unbürokratische" Lösungen. Altes Indianersprichwort: Um sein Gegenüber zu verstehn, man drei Monde in seinen Mokassins gegangen sein.
  32. k10 am 30.04.2016
    Sehr geehrte Redaktion,
    ich vermisse einen Hinweis auf den Künstler Werner Kapfer der hier mitgewirkt hat.
    Hier etwas mehr dazu:
    http://www.k10net.de/bildende-kunst1/item/692-kunst-im-neuen-sportbad-werner-kapfer-farbchromatik-sommertag.html
    Petra Kleine
    www.k10net.de
    Plattform für die Kreativwirtschaft Ingolstadt und Region 10
  33. Geschichtsforum, am 10.05.2016
    Eines der schönsten Rathäuser im Landkreis Freising.
  34. WJ am 19.05.2016
    Nach mehrmaligem durchlesen des Artikels bezüglich des Aurelium in Lappersdorf kann ich nur feststellen.... wenn man sich rethorisch gut ausdrücken kann... dann wird aus einem hässlichen Entlein...evtl. ein Schwan....In diesem Falle kann ich meine Meinung über dieses Bauwerk mit ihnen leider nicht teilen.
    Ich finde es einfach deplaziert und in keiner Weise gut gelungen. Auch die Baukosten stehen in keinerlei Verhältnis zu diesem Objekt.
  35. roku am 09.06.2016
    Heute ist der 9. Juni 16, also gut 4 Monater her, daß dieser Ingenieurstag gelaufen ist.
    Ich weiß nicht wie viel dieser technikbegabten in nüchternen Zahlemathematik bewanderten Koryphäen auf dieser elitären Veranstaltung waren.
    Aber eine Veranstaltung mit Ulrich v, Weizsäcker, gedeckelt von Prof. Franz-Josef Radermacher dürfte so den ziemlich besten intellektuellen Input erhalten haben, der derzeit in der BRD möglich ist. Das Hirnschmalz des ganzen bayerischen Landtags reicht nicht aus um allein diesen beiden Paroli zu bieten.

    Aber wo bleiben hier in die Kommentare dieser belobhuddelten Problemlöser? Oder muß ich diese Abstinenz schon als einsetzende Wirkung von Big Data sehen. Kein Ing. fühlt sich davon angesprochen?
    Anders kann ich es mir nicht erklären, wesshalb ich hier keine Fußspuren, respektive irgendwelchen Input unserer göttlichen Ingenieure lese? Da muß ich wirklich fragen, ihr gehört zur Elite des Landes! Habt Ihr überhaupt verstanden was euch mitgeteilt wurde? Oder ist es auch auf gut baierisch "sch...egal" wie die Dinge weiterlaufen? Hauptsache ihr erfüllt weiterhin die Ansprüche des Freien Marktes und der Finanzaristokratie und es geht auf der Karriereleiter weiter nach oben.

    Sorry aber, die Leiter lehnt ihr aber letztendlich an uns Bevölkerung. Vielleicht ziehen wir mal den Fuß weg und die Leiter rutscht. Wir erwarten nämlich Antworten! Wir schlagen nicht nur auf den stellvertretenden Sack mit den Politikern, sondern erwarten endlich mal konkrete Wege von all unseren Eliten.

    Wie sage ich immer, und das scheint auch hier zuzutreffen:
    "Experten haben wie die Vorsilbe "Ex" schon besagt, verflossenes nach hinten gerichtetes Wissen!"
    Und wie es hier scheint auch kein großes Interesse an nach vorne gerichtetem Wissen.

    Eine Bürgermeinung aus deb schwäbischen Senden!
  36. Christian Martin Gutekunst am 25.07.2016
    Nun ist das Jahr 2016, und das Schloss steht wiederum zum Verkauf. Hoffen wir, dass die Behörden gesunden Menschenverstand walten lassen und einem neuen Eigentümer keine unnötigen Steine in den Weg legen werden!
  37. Nachhaltige Lebensqualität am 10.09.2016
    Die außergewöhnlich hohe Lebensqualität am Westkreuz kann voll bestätigen, wir sind sehr glücklich hier. Die Sanierungswut verstehen wir nicht. Warum etwas abreißen und neu bauen, was schon perfekt ist? Besonders um das wunderbare Ladenzentrum am Ramses ist es sehr schade. Große Ressourcenverschwendung für den Neubau, jahrelanger Baustress, Kosten und das nur damit es nachher so gut wie jetzt schon ist (hoffentlich wenigstens das...). Eine Energetische Sanierung wäre viel einfacher im Bestand zu machen.
  38. Clemens am 26.11.2016
    Sehr geehrter Herr Lenzen,
    die Ertüchtigung der Kastenfenster u.a. durch neu eingefräste Dichtungen führt bekanntlich auch zu einer höheren Dichtheit der Fenster und damit zu einem reduzierten Luftaustausch. Das ist ja der energetische Sinn. Welches Konzept wurde in diesem Zusammenhang verfolgt, um den nötigen Luftaustausch (Feuchteschutzluftwechsel) sicherzustellen,was ja besonders bei einem Bestandsgebäude, das nicht gedämmt wurde, wegen der dann vorhandenen relativ tiefen Oberflächentemperaturen wichtig ist.
    Wurden die möglichen Oberflächentemperaturen - auch an den kritischen Stellen - durch eine Wärmebrückensimulation (Anschlüße, Balkenköpfe) ermittelt ?
    Wurde ein Blower-Door-Test nach Fertigstellung durchgeführt, um den Luftaustausch quantitativ
    bewerten zu können ?
    Danke für die Antwort. Grüße C. Richarz
  39. LisaK am 29.11.2016
    Immer wieder bin ich positiv überrascht, wie viel Initiative von Seiten Staat kommt bzgl. der Förderung von energetischer Altbausanierung. Es ist ein wichtiger Schritt den jeder machen kann, um den Umweltschutz zu verbessern und den Energieverbrauch zu verringern. Wir haben im Zuge unserer Altbausanierung dank unseres Baumeisters ( aus Wien http://www.koenig-heinrich.at ) eine gute Beratung bzgl. der Möglichkeiten von Finanzierung bekommen. Ich finde es lohnt sich so oder so - man steigert den Wert seines Gebäudes, spart Energiekosten und tut der Umwelt etwas Gutes!
  40. Lenzen am 02.12.2016
    Sehr geehrter Herr Richarz,
    vielen Dank für die interessante Frage zu unserem Projekt.
    Die Behandlung der Kastenfenster, der Wärmebrücken bei in die Aussenwand einbindenden Bauteilen und der Lüftungsanforderungen wurden intensiv durch die Fachplanung Bauphysik analysiert und begleitet.
    Aufgrund der Feuchtebelastungen, die deutlich geringer ausfallen als in einem Wohngebäude (Kochen, Waschen und Duschen usw.), ist die Belastung durch erhöhte Luftfeuchtigkeit der Raumluft bei dem als Büro- und Verwaltungsgebäude genutzten Altbau von geringerer Relevanz. Die Büros und Sitzungsräume sind nicht dauerhaft von Personen genutzt.
    Der nötige Luftwechsel wird durch den „mündigen“ Nutzer hergestellt, der auch aus Hygienegründen selbst angehalten ist, regelmäßig zu lüften. Der hygienische Luftwechsel erfolgt also über die natürliche Belüftung in Verbindung mit den Nutzern. Die „Wärmebrücken“ der einbindenden Deckenkonstruktion wurden im Zuge der luftdichten Einbringung in das Mauerwerk sowie der Regulierung der Außenputzqualität berücksichtigt. Ein Blower-Door-Test wurde vor und nach der Maßnahme durchgeführt.
    Ich hoffe die Hinweise beantworten Ihre Fragestellungen,

    Viele Grüße
    T. Lenzen
  41. R.M. am 29.01.2017
    Ich begrüße die Veröffentlichung und werde sie meinem Anwalt überlassen.
  42. Tobias B. am 17.02.2017
    Sehr geehrte Redaktion.

    Jetzt wurde die sagenumwobene Elbphilharmonie ja endlich eingeweiht. Ich habe mich vor der Eröffnung nur mit den negativen Schlagzeilen (Bauverzögerung, massive Kostenerhöhung) beschäftigt. Jetzt hatte ich Zeit und Muse mich mit der Elbphilharmonie genauer auseinander zu setzen.

    Ich habe ihren Artikel gelesen und finde toll, dass Sie trotz obiger genannten berechtigten Kritikpunkte einen ganz anderen Blickwinkel auf das Projekt werfen. Ich finde ihren Artikel toll, wie Sie herausarbeiten, was für ein einmaliges Bauwerk dort mit Hilfe von deutschen Firmen entstanden ist. Bei meiner Recherche bin ich neben Hochtief auch noch auf weitere deutsche Firmen gestoßen, die das Akustikkonzept des Akustikstardesigners Toyota umgesetzt haben. Die deutsche Firma Gerriets hat die Akustikvorhänge geliefert (Quelle: https://www.gerriets.com/de/gerriets-akustikloesungen-in-der-elbphilharmonie-in-hamburg/). Es ist somit ein Weltklasse Konzertsaal entstanden.

    Jetzt hoffen wir nur noch, dass die Sanierung des Gasteig ein auch nur annäherndes Ergebnis hervorbringt. Wobei wir mit dem Konzerthaus in Blaibach ja auch durchaus Perlen haben und uns im Süden nicht verstecken müssen.

    Ein schönes Wochenende und freundliche Grüße Tobias B.
  43. Zoe am 03.05.2017
    Schöner Artikel über das Tätigkeitsfeld eines Home Stagers :)
    Dresden. HomeStagers

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 33 (2017)

Soll die elektronische Gesundheitskarte abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 18. August 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:


Wieland Dietrich,
Vorsitzender der Freien Ärzteschaft e.V.

(JA)


Melanie Huml (CSU), bayerische Gesundheitsministerin

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.